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Wie viel Sackgeld ist für Kinder sinnvoll? Und wie funktioniert Taschengeld im digitalen Zeitalter – gibt man dem Kind noch Münzen? Hier finden Sie alles, was Sie zum Thema Sackgeld wissen müssen.
«Papi, Mami! Warum bekommt Melanie Sackgeld und ich nicht?» Diese Frage haben viele Eltern und Erziehungsberechtigte bestimmt schon in irgendeiner Form gehört. Darauf gibt es keine eindeutig richtige oder falsche Antwort. Denn Sie als Eltern wissen am besten, was für ihre Familie passt, und kennen die Bedürfnisse Ihres Kindes. Taschengeld ist schliesslich freiwillig und sollte ins Familienbudget passen. Trotzdem kann Sackgeld ein wirksames Hilfsmittel sein, um die Finanzkompetenz Ihres Kindes zu fördern und spielerisch den Umgang mit Geld zu üben.
Taschengeld ist ein klar festgelegter Betrag, der regelmässig ausgezahlt wird und über welchen Kinder und Jugendliche frei verfügen können. Somit ist es das perfekte Übungsfeld, um den Umgang mit Finanzen zu lernen. Denn Kinder, die Taschengeld erhalten, müssen das Geld selbst einteilen, lernen Prioritäten zu setzen und auf ihre – manchmal nicht ganz nachvollziehbaren – Wünsche zu sparen. Das stärkt langfristig die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit ihres Nachwuchses.
Bevor es mit dem Taschengeld losgeht, ist es wichtig, Ihrem Kind die drei Grundfunktionen von Geld zu erklären.
Wenn ein Kind früh sein eigenes Geld verwalten darf, fällt es ihm später leichter, selbst finanzielle Entscheidungen zu treffen.
Grundsätzlich gilt: Starten Sie mit kleinen Beträgen und erhöhen Sie das Taschengeld mit zunehmendem Alter und Verantwortungsbewusstsein Ihres Kindes. Die regelmässige Auszahlung ist dabei wichtiger als die genaue Höhe.
Jüngere Kinder lernen besser, wenn sie ihr Taschengeld in kurzen Abständen erhalten. Fangen Sie also im Unterstufenalter (6–8 Jahre) am besten mit einer wöchentlichen Auszahlung an. Ab etwa 10–12 Jahren empfiehlt es sich, das Taschengeld monatlich auszubezahlen. Ältere Kinder lernen so, ihr Geld über einen längeren Zeitraum einzuteilen und mit ihrem Budget umzugehen. Am besten stehen Sie Ihrem Kind bei diesem Schritt zur Seite. Möchte es zum Beispiel auf einen neuen Rucksack, ein Glitzerpony oder ein Skateboard sparen, das auf dem Pausenplatz gerade trendy ist? Dann rechnen Sie gemeinsam die Anzahl Wochen aus, bis der benötigte Betrag zusammenkommt. So hat Ihr Kind das Ziel immer vor Augen und lernt, dass Vorfreude etwas Schönes ist.
Wenn es konkret darum geht, wie viel Sackgeld das Kind erhält, halten sich viele Eltern an die Empfehlungen der Budgetberatung Schweiz.
Wichtig: Die angegebenen Beträge sind Empfehlungen – jede Familie und jedes Kind sind individuell. Wie viel Taschengeld angemessen ist, sollte sich daher immer nach Ihren finanziellen Möglichkeiten sowie den Bedürfnissen und der Reife des Kindes richten.
Schulstufe | Schulstufe | Alter | Alter | Frei verfügbar pro Monat | Frei verfügbar pro Monat | Auszahlung | Auszahlung | Sparen | Sparen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Schulstufe | Unterstufe | Alter | 6 | Frei verfügbar pro Monat | CHF 12 | Auszahlung | CHF 3 / Woche | Sparen | CHF 3 / Monat |
Schulstufe | Unterstufe | Alter | 7 | Frei verfügbar pro Monat | CHF 16 | Auszahlung | CHF 4 / Woche | Sparen | CHF 4 / Monat |
Schulstufe | Unterstufe | Alter | 8 | Frei verfügbar pro Monat | CHF 20 | Auszahlung | CHF 5 / Woche | Sparen | CHF 5 / Monat |
Schulstufe | Mittelstufe | Alter | 9 | Frei verfügbar pro Monat | CHF 30 | Auszahlung | CHF 15 / 2 Wochen | Sparen | Anteil je nach Sparziel |
Schulstufe | Mittelstufe | Alter | 10 | Frei verfügbar pro Monat | CHF 35 | Auszahlung | CHF 18 / 2 Wochen | Sparen | Anteil je nach Sparziel |
Schulstufe | Mittelstufe | Alter | 11 | Frei verfügbar pro Monat | CHF 40 | Auszahlung | CHF 20 / 2 Wochen | Sparen | Anteil je nach Sparziel |
Schulstufe | Oberstufe | Alter | 12 | Frei verfügbar pro Monat | CHF 50 | Auszahlung | N/A | Sparen | Anteil je nach Sparziel |
Schulstufe | Oberstufe | Alter | 13 | Frei verfügbar pro Monat | CHF 60 | Auszahlung | N/A | Sparen | Anteil je nach Sparziel |
Schulstufe | Oberstufe | Alter | 14 | Frei verfügbar pro Monat | CHF 70 | Auszahlung | N/A | Sparen | Anteil je nach Sparziel |
Schulstufe | Weiterführende Schule | Alter | 15 | Frei verfügbar pro Monat | CHF 80 | Auszahlung | N/A | Sparen | Anteil je nach Sparziel |
Schulstufe | Weiterführende Schule | Alter | 16 | Frei verfügbar pro Monat | CHF 90 | Auszahlung | N/A | Sparen | Anteil je nach Sparziel |
Schulstufe | Weiterführende Schule | Alter | 17 | Frei verfügbar pro Monat | CHF 100 | Auszahlung | N/A | Sparen | Anteil je nach Sparziel |
Schulstufe | Weiterführende Schule | Alter | 18 | Frei verfügbar pro Monat | CHF 110 | Auszahlung | N/A | Sparen | Anteil je nach Sparziel |
Natürlich möchten viele Kinder ihr Sackgeld aufbessern, damit sie sich auch grössere Wünsche erfüllen können. Grundsätzlich spricht nichts dagegen – das fixe Taschengeld sollte aber nicht verändert werden. Die Kinder können sich aber über freiwillige Nebenjobs etwas dazuverdienen, beispielsweise durch Babysitten, Nachhilfe, Gartenarbeit oder kleine Ferienjobs. Das ist in der Schweiz ab 13 Jahren erlaubt. So lernen Kinder, dass es unterschiedliche Wege gibt, Geld zu verdienen und dass Einsatz und Leistung wichtig sind – und sie können sich bei Bedarf von dem Geld das neuste Gadget zulegen.
Für was es aber keinen Zustupf geben sollte, ist die Mitarbeit im eigenen Haushalt. Sei es Geschirrspülen oder das Chaos im eigenen Zimmer aufräumen – das gehört definitiv nicht bezahlt. Und auch für gute Noten sollten Eltern keinen extra Batzen auszahlen. Denn das Taschengeld ist kein Belohnungssystem, sondern ein Lernfeld.
Der Schuleintritt bringt viele herzige und aufregende Momente mit sich – für Eltern und für Kinder. Und in den meisten Fällen ist es auch gleich ein guter Zeitpunkt, um mit dem Taschengeld zu starten. In den ersten Jahren sollte das Geld bar ausbezahlt werden, da Kinder so auch die Haptik von Geld lernen. Eine gute Idee könnte ein durchsichtiges Kässeli sein, in das der Nachwuchs das Sackgeld wirft. So sieht das Kind, wie viel Geld da ist und dass es weg ist, wenn es etwas davon ausgibt.
Besonders junge Kinder profitieren vom physischen Geld – eine Note oder Münze in der Hand macht den Wert viel greifbarer.
Mit dem ersten eigenen Handy bietet es sich an, auch über digitales Geld zu sprechen. Die Nutzung von digitalem Geld wird ab 12 Jahren empfohlen, hängt aber von der finanziellen Reife ihres Kindes ab. Mit einem eigenen Konto lernen Kinder, wie sie mit bargeldlosem Zahlen umgehen und können ihre Ausgaben digital in der UBS Mobile Banking App verfolgen.
Eltern oder Erziehungsberechtigte sollten diesen Schritt aktiv begleiten. Gehen Sie zum Beispiel gemeinsam in die Bank, um das Bargeld auf das Konto einzuzahlen. Das macht es dem Kind einfacher, zu verstehen, wie aus sichtbarem Bargeld das «unsichtbare» Guthaben auf dem Bankkonto wird.
Nicht für jede Familie ist es möglich, regelmässiges Taschengeld auszubezahlen. Das ist völlig okay. Es ist zwar ein optimales Hilfsmittel, um die Finanzbildung im Alltag zu stärken, aber nicht das einzige. Eltern können andere Möglichkeiten nutzen, um Finanzkompetenz zu vermitteln. Dazu zählen zum Beispiel:
Taschengeld braucht feste Regeln, damit die Kinder optimal vom Lernfeld profitieren. Zudem lassen sich mit klaren Abmachungen allfällige Konflikte vermeiden. Diese Tipps können Ihnen dabei helfen:
Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen Zahltag fest, beispielsweise jeden Samstag oder den ersten Sonntag im Monat. So weiss das Kind immer, wann es den Betrag bekommt und kann besser lernen, mit dem Geld zu planen.
Kleine Kinder profitieren von Bargeld, da es greifbar ist. Zudem fördert die Kleinteiligkeit das Sparen. Mit mehreren Münzen ist es für die Kinder einfacher, den Betrag aufzuteilen und einen Teil direkt ins «Kässeli» zu legen.
Das Taschengeld gehört dem Kind. Lassen Sie es möglichst frei darüber verfügen. Aber sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wofür es das Geld nutzen möchte. Zudem ist Taschengeld ein Übungsfeld: Kinder dürfen und sollen Fehler machen. Wenn das Geld zu früh weg ist, lernen sie den Wert von Planung und Verzicht.
Die Verlockung, alles auszugeben, ist für Kinder gross. Wer also sein Taschengeld nicht sorgfältig einteilt und nicht bereit ist, auch mal auf etwas zu verzichten, ist rasch pleite. Da liegt es für schlaue Kids doch auf der Hand, einfach zu fragen, ob Mami oder Papi nicht vielleicht doch was locker machen möchten? Aber Sie tun Ihrem Kind einen Gefallen, wenn Sie hart bleiben. Sprechen Sie stattdessen gemeinsam darüber, warum das Sackgeld nicht gereicht hat. So hat das Kind die Chance, daraus zu lernen und es im nächsten Monat besser zu machen.
Kein Sackgeld geben, weil das Kind sein Zimmer nicht aufgeräumt hat? Oder einen Bonus für eine gute Note in der Schule? Hand aufs Herz: Beides ist keine gute Idee. Taschengeld ist kein Erziehungsmittel, sondern sollte immer unabhängig von Noten oder Verhalten ausbezahlt werden. Der Zweck ist es, dass das Kind den Umgang mit Geld üben kann. Das bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen und sich das Geld einzuteilen – und dafür ist Planbarkeit zentral.
Führen Sie in der Familie offene Gespräche über Konsumwünsche und versuchen Sie, diese zu verstehen. Suchen Sie anschliessend gemeinsam nach Wegen, wie sie erfüllt werden können, oder nach Alternativen, statt pauschale Verbote auszusprechen.
Ab etwa 12 Jahren kann der Wechsel zum Jugendlohn eine empfehlenswerte Option sein – auch um dem Kind mehr Verantwortung zu übertragen. Die Eltern überweisen dabei monatlich einen höheren Betrag, mit dem das Kind gewisse Ausgaben trägt. Beispielsweise muss es seine Handyrechnung und neue Klamotten selber bezahlen.
Mit dem Jugendlohn übertragen Sie Ihrem Kind somit mehr Budgetverantwortung, und es lernt, auch grössere Ausgaben selbst zu managen. Das erfordert noch mehr Eigenverantwortung und eine realistische Planung.
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