Wir sind persönlich für Sie da
Vereinbaren Sie einen Termin für ein unverbindliches Beratungsgespräch oder rufen Sie uns bei Fragen direkt an.

![]()
header.search.error
Oft hat man im Alltag kein Bargeld zur Hand, um dem Kind das Taschengeld passend zu geben. Warum also nicht einfach digital aufs Konto überweisen?
Heutzutage tragen immer weniger Menschen Bargeld auf sich. Viele Portemonnaies haben nicht mal mehr ein Münzfach. Wenn Sie jedoch Kinder haben, lohnt es sich, physisches Geld griffbereit zu haben.
Denn für Kinder sind Zahlen abstrakt – erst Münzen und Scheine machen Geld greifbar. Man kann es anfassen, anschauen und auch miterleben, dass es nach dem Bezahlen nicht mehr da ist. Dadurch hilft Bargeld Kindern, die Grundfunktionen von Geld als Zahlungsmittel, zur Wertaufbewahrung und als Recheneinheit zu verstehen.
Es empfiehlt sich, mit Bargeld ein Grundverständnis für Zahlen und Geld aufzubauen, bevor Sie das Taschengeld digital an Ihr Kind auszahlen. Ein Kässeli ist dabei die ideale Lernhilfe. Helfen Sie Ihrem Kind zum Beispiel beim Zählen seines Kässeli-Guthabens und tauschen Sie bei Bedarf Münzen in Noten um.
Gerade für junge Kinder ist Bargeld ein wichtiges Lerninstrument. Durch das Anfassen und Zählen verstehen sie, was Geld bedeutet.
Eltern und Erziehungsberechtigte können mit dem Kind den Umgang mit Geld auch üben, indem sie Bargeld im Alltag nutzen. Versuchen Sie, hin und wieder mit Münzen und Noten zu zahlen, und zeigen Sie Ihrem Kind, welcher Schein für einen vollen Einkaufswagen oder einen Zoobesuch zu zücken ist.
Doch wann ist der richtige Zeitpunkt für den Wechsel von Bargeld auf digitales Geld? Entscheidend ist hier vor allem die Reife des Kindes. Meist ist es im Alter von 12 bis 13 Jahren sinnvoll, digitales Geld schrittweise einzuführen. In dieser Phase können Sie dem Kind mehr Verantwortung für das eigene Budget geben und das Geld auf ein eigenes Konto überweisen. Versteht es den Umgang mit Bargeld bereits in jungen Jahren gut, lässt sich digitales Geld auch schon im Primarschulalter (6–11 Jahre) einführen – zum Beispiel, wenn das Kind erstmals mit der digitalen Welt in Berührung kommt. Wichtig ist, Ihr Kind dabei über die Risiken von digitalem Geld aufzuklären.
Es bietet sich auch an, den Wechsel zu digitalem Geld mit dem Wechsel zum Jugendlohn zu kombinieren. Mit dem Jugendlohn steigen in der Regel auch die monatlichen Beträge und es lohnt sich, ein Konto mit Debitkarte zu eröffnen. In diesem Moment können Sie als Eltern einen Dauerauftrag mit dem entsprechenden Betrag einrichten.
Denken Sie daran: Auch bei digitalem Taschengeld ist es wichtig, dass Ihr Kind mit dem Geld rechnen und planen kann. Bezahlen Sie den Betrag daher regelmässig zum vereinbarten Zeitpunkt aus und vermeiden Sie spontane Kürzungen oder einen Zustupf.
Auch wenn Sie das Taschengeld nicht mehr bar auszahlen, bleibt eine enge Begleitung wichtig. Der Wechsel zu digitalem Geld ist eine grosse Umstellung. Gehen Sie die ersten Schritte mit Ihrem Kind gemeinsam und nehmen Sie sich Zeit für Fragen.
So können Sie Ihr Kind beim Umstieg unterstützen:
Der Umstieg gelingt besser, wenn Kinder sehen: Das Geld aus dem Kässeli verschwindet und taucht als Zahl auf dem Konto wieder auf.
Gut möglich, dass im ersten Monat etwas schiefgeht. Das Kind wird Fehler machen, beispielsweise, wenn es sein Geld zu schnell ausgibt. Das ist auch völlig in Ordnung. Wichtig ist, dass Sie als Eltern oder Erziehungsberechtigte diese Fehler zulassen und sie als Lernfenster für das Kind nutzen.
Suchen Sie das Gespräch und fragen Sie nach, wieso es nicht funktioniert hat. Berichten Sie dabei auch von Ihren eigenen Erfahrungen und Fehlern – das kann die Beziehung zum Kind stärken. Vermeiden Sie aber Nachzahlungen, auch wenn es Ihrem Kind und vielleicht auch Ihnen im Moment wehtut. Langfristig lernt Ihr Kind mehr, wenn es die Konsequenzen spürt.
Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Kind den Überblick über seine Ausgaben verloren hat? Dann gehen Sie gemeinsam einen Schritt zurück – beispielsweise indem Sie das Taschengeld oder den Jugendlohn teilweise auf das Konto überweisen und teilweise bar auszahlen. So erhält das Kind vielleicht den Anteil, der für Klamotten und Schuhe gedacht ist, weiterhin auf sein Konto, während es den Anteil für Heftli, Freizeit oder persönliche Pflegeprodukte wieder in bar erhält.
Ihr Kind kann die Bankkarte auch zu Hause lassen und regelmässig einen festen Betrag abheben, um damit geplante Einkäufe zu erledigen. Funktioniert es auf diese Weise einige Monate gut, kann die Bankkarte auch wieder für Bezahlungen verwendet werden.
Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind nicht Tag und Nacht kontrollieren, sondern es auf seinem Weg begleiten. Fragen Sie Ihr Kind auch nach eigenen Lösungsvorschlägen. Vielleicht finden Sie gemeinsam eine passendere Option.
Vereinbaren Sie einen Termin für ein unverbindliches Beratungsgespräch oder rufen Sie uns bei Fragen direkt an.
Disclaimer