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Wenn Kinder Handyspiele für sich entdecken, geht es bald auch um das Thema In-App-Käufe. So erklären Sie Ihrem Kind alles rund um versteckte Kosten.
Ein ruhiger Moment tut immer gut im hektischen Familienalltag. Deshalb ist es oft auch entspannend, wenn sich die Kinder zwischendurch selbst beschäftigen. Doch wenn Eltern einen Ruhemoment geniessen können, ist bei den Kleinen nicht selten ein Smartphone oder Tablet im Spiel. Solange es Regeln zur Bildschirmzeit gibt und Ihre Kinder genug Ausgleich haben, beispielsweise draussen spielen, Sport machen oder Freundinnen und Freunde treffen, ist am Handyspass nichts auszusetzen.
Was allerdings ärgerlich ist, ist, wenn in den vermeintlichen Gratisspielen plötzlich In-App-Käufe auftauchen und schnell unerwartete Kosten verursachen.
Viele Gaming-Apps sind beim Download kostenlos. Später können in der App jedoch zusätzliche Inhalte, Dienste oder virtuelle Währungen gekauft werden. Meistens handelt es sich dabei um Extras, mit denen Kinder im Spiel leichter weiterkommen können – zum Beispiel einen Zauberkamm, der dem Glitzer-Pony mehr Kraft verleiht, oder ein Laserschwert, mit dem das nächste Level erreicht werden kann. Diese Upgrades werden als In-App-Käufe bezeichnet.
Gerade weil In-App-Käufe so verlockend sind, eignen sie sich gut als Lernfeld für Finanzbildung und Medienkompetenz. Denn jetzt haben Sie die volle Aufmerksamkeit des Nachwuchses. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass solche Käufe echtes Geld kosten und nicht einfach gratis dazukommen. Dabei geht es auch um Konsumbewusstsein, insbesondere um einen gesunden Medienkonsum. Schauen Sie gemeinsam hin: Wie oft tauchen Angebote auf? Wie versuchen Spiele, mit bunten Bildern, Belohnungen oder Zeitdruck zu einem Kauf zu verleiten? Ihr Kind lernt so, typische Mechanismen von Werbung und Marketing zu erkennen und Konsumfallen besser einzuschätzen.
Nutzen Sie die Situation zudem, um das eigene Verhalten zu reflektieren: Wie gehen Sie selbst mit Onlineshopping, Abos oder Käufen in Apps um? Kinder orientieren sich nämlich stark an dem, was sie bei Erwachsenen beobachten. Ein offenes Gespräch auf Augenhöhe hilft Ihrem Kind, finanzielle Risiken besser zu verstehen – zum Beispiel, dass gewisse Apps bewusst darauf ausgelegt sind, immer wieder neue Käufe auszulösen, und so einen gewissen Anreiz für wiederholte Käufe schaffen.
Der wichtigste Punkt zu Beginn: Lassen Sie Ihr Kind erklären: Warum möchte es in einem bestimmten Game unbedingt etwas kaufen? Vielleicht geht es um mehr als nur darum, ein Level weiterzukommen. Oft spielt das Interesse am Game, das Zugehörigkeitsgefühl in einer Gruppe oder der Vergleich mit anderen Kindern eine Rolle. Nehmen Sie sich Zeit, setzen Sie sich dazu und hören Sie zu. Sie können Ihr Kind auch einmal mitten im Spielen kurz unterbrechen und nachfragen: «Warum spielst du genau das? Was findest du daran spannend?» Und: «Warum möchtest du das kaufen? Was versprichst du dir davon?» So kann Ihr Kind einen Schritt zurücktreten und die eigenen Wünsche und Motive besser einordnen.
Um neue Spielfunktionen leichter freizuschalten, muss oft Geld investiert werden. Da das Thema Geld für Kinder häufig weit weg ist, lohnt es sich, diesen Mechanismus an konkreten Beispielen zu erklären. Rechnen Sie zum Beispiel gemeinsam aus, was mehrere Käufe zusammen kosten und ob sich diese Ausgaben wirklich lohnen. Im Digital Banking von UBS können Sie mit UBS key4 insights die Ausgaben verfolgen und Gewohnheiten verstehen. Wenn Kinder sehen, wie sich viele kleine Beträge zu einem grossen Gesamtbetrag addieren, verstehen sie den Umfang ihrer Ausgaben viel besser.
Vereinbaren Sie klare Regeln, wer wofür bezahlt. Was muss Ihr Kind selbst übernehmen und was bezahlen Sie? Auch wenn zum Beispiel das Handy Ihnen gehört, müssen nicht alle Kosten automatisch bei Ihnen landen. Bekommt Ihr Kind Taschengeld oder einen Jugendlohn, kann es sinnvoll sein, wenn es In-App-Käufe ganz oder teilweise selbst bezahlt. Oft überlegt es sich dann genauer, ob sich die Spielerweiterung wirklich lohnt oder ob es das Geld nicht lieber für einen anderen Wunsch ausgeben möchte.
Wenn das Kind Sackgeld bekommt, kann es einen Teil der Ausgaben selbst übernehmen. So lernt es, dass das Geld durch In-App-Käufe weg ist.
Vereinbaren Sie gemeinsam ein Budget: Wie viel darf pro Woche oder Monat für In-App-Käufe ausgegeben werden? Sprechen Sie auch darüber, auf welche anderen Dinge Ihr Kind dann verzichten muss, wenn das Sackgeld teils in Games investiert wird. So wird klar: Jeder Kauf ist eine bewusste Entscheidung, und das Geld kann nur einmal ausgegeben werden.
Vergleichen Sie die Beträge der In-App-Käufe mit Einkäufen aus dem Alltag. Was könnte man mit dem gleichen Betrag im Laden kaufen? Wenn Ihr Kind zum Beispiel fünf In-App-Käufe zu je zwei Franken tätigt, hat es bereits zehn Franken von seinem Taschengeld ausgegeben. Vielleicht hätte es damit schon einen Teil des gewünschten Fussballs bezahlen können. Sprechen Sie gemeinsam darüber, welche Käufe wirklich wichtig waren und welche eher nur für den Plausch. So lernt Ihr Kind Schritt für Schritt, bewusster zu entscheiden, wofür es sein Geld ausgeben möchte.
Stellen Sie sicher, dass die Funktion für automatische In-App-Käufe bei den Games Ihrer Kinder deaktiviert ist. Erlauben Sie Käufe nur nach Rücksprache, schliesslich würden Sie Ihrem Kind auch nicht einfach Ihr Portemonnaie überlassen. Besonders jüngere Kinder bis und mit Unterstufe (etwa acht Jahre) sollten Sie möglichst vor unkontrollierten In-App-Käufen schützen.
Als Eltern oder Erziehungsberechtigte hat man die Verantwortung, das Kind zu schützen.
Laden Sie neue Apps am besten zuerst gemeinsam herunter und prüfen Sie die Einstellungen. Wählen Sie bewusst Anwendungen, die nur begrenzte Kaufmöglichkeiten bieten oder bei denen Sie Limiten setzen können. Wenn Käufe ohne Ihr Okay getätigt wurden, schauen Sie gemeinsam die Handyrechnung oder die App-Abrechnung an und rechnen Sie aus, was das Spiel effektiv gekostet hat.
Wichtig ist: Ihr Kind soll den Umgang mit Apps und In-App-Käufen kennenlernen – das gehört zur Finanzbildung dazu; aber in einem geschützten Rahmen und seiner Reife entsprechend. Und vielleicht gibt es ja Apps, deren Zusatzfunktionen Sie bewusst befürworten möchten: zum Beispiel eine App zum Englischlernen oder zum Üben des kleinen Einmaleins.
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