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Hamster, Hund oder Katze? Wenn sich Kinder ein Haustier wünschen, sollten Sie mit ihnen über Kosten und Verantwortung sprechen und die Unterhaltung gleich zur Finanzbildung nutzen.

«Mami, Papi! Ich will einen Hund zum Geburtstag!» Welche Eltern haben diesen Satz noch nicht gehört? Bei vielen Kindern kommt irgendwann der Wunsch nach einem Haustier auf. Hamster, Hund, Katze – von klein bis gross sind alle Wünsche möglich.
Selbstverständlich kauft man in der Regel nicht leichtfertig ein Haustier, und im Vorfeld wird auch oft mit den Kindern über die Pflege und die Verantwortung für das Tier gesprochen. Doch kann und soll man mit dem Nachwuchs auch über die Kosten sprechen?
Wenn das Kind nach einem Haustier fragt, sagen Sie nicht sofort Ja oder Nein. Nehmen Sie den Wunsch ernst und sprechen Sie mit Ihrem Kind auf Augenhöhe darüber. Am besten machen Sie zuerst eine Auslegeordnung und beantworten grundlegende Fragen wie:
Sind diese Fragen geklärt und die Anschaffung des Haustieres eine Option, sollten Sie anschliessend die Details definieren. Beispielsweise welche Aufgaben für das Haustier anfallen und wer diese übernehmen würde. Das reicht von der Erziehung des Tiers über Fütterung, Pflege, die alltägliche Beschäftigung und Spaziergänge bis hin zur Reinigung des Geheges. Schliesslich soll nicht die ganze Arbeit an den Eltern oder Erziehungsberechtigten hängen bleiben, sondern vom Kind mitgetragen werden.
Bedenken Sie aber: Die Hauptverantwortung bleibt immer bei Ihnen als Eltern, und die Bedürfnisse des Tieres sollten im Vordergrund stehen. Überlegen Sie sich den Kauf daher gut.
Oft ist es auch ratsam, erst mal eine Weile abzuwarten und zu schauen, ob der Wunsch des Kindes nach dem Haustier langfristig bestehen bleibt oder schnell wieder abnimmt, wenn ein anderes Interesse auftaucht.
Mit einem Haustier kann ein Kind vieles lernen. So muss es zum Beispiel Verantwortung übernehmen und es lernt, Prioritäten zu setzen: Zeit mit dem Haustier verbringen oder etwas mit den Freundinnen und Freunden unternehmen.
Aber auch schon der Wunsch nach einem Haustier bietet eine spannende Lernmöglichkeit. Kinder können beispielsweise Verzicht lernen, wenn es nicht möglich oder sinnvoll ist, das Wunschhaustier anzuschaffen. Erklären Sie Ihrem Kind in dem Fall offen und transparent, weshalb sein Wunsch nicht erfüllt wird. Etwa, weil der Berner Sennenhund täglich mehrere Stunden Auslauf braucht und in der Stadtwohnung nicht glücklich wird.
Das ist aber nicht alles. Nutzen Sie den Moment, in dem das Thema wichtig für das Kind ist, um auch über die Kosten des Tieres zu sprechen. Denn jetzt haben Sie seine volle Aufmerksamkeit und ein ideales Lernfenster.
Der Wunsch nach einem Haustier ist ein sehr guter Zeitpunkt, um mit dem Kind über laufende Kosten zu sprechen.
Je nach Alter des Kindes können die Kosten unterschiedlich detailliert besprochen werden. Wichtig ist jedoch, dass Ihr Kind versteht, dass ein Haustier nicht gratis ist. Auch nicht, wenn beispielsweise eine Klassenkameradin den Meerschweinchen-Nachwuchs verschenkt. Das Tierchen selbst kostet in diesem Fall nichts, aber es braucht trotzdem ein Gehege, Futter und Stroh, ausserdem muss es zur Tierärztin oder zum Tierarzt. Zeigen Sie auch diese «versteckten» Kosten klar auf.
Schreiben Sie beispielsweise gemeinsam die Kosten auf, die für das Tier anfallen würden, und erstellen Sie ein Budget. Rechnen Sie zusammen aus, wie viel Geld das Kind sparen müsste, bis es sich das Haustier selbst anschaffen könnte.
Eine Aufstellung der jeweiligen Kosten ist ein gutes Lernfeld für Kinder. Unterscheiden Sie am besten zwischen:
Berücksichtigen Sie auch, dass die Tierarztkosten schnell steigen können, wenn das Tier älter wird. Bedenken Sie in der Planung deshalb, wie lange das Tier lebt. So können Sie abschätzen, wie viel es über die Jahre kostet, und abmachen, wer welche Kosten trägt.
Da ein Haustier in der Regel ein Familienprojekt ist, sollten die Eltern oder Erziehungsberechtigten die Kosten tragen. Ist das Tier jedoch vor allem das Hobby eines Kindes, beispielsweise, wenn es ein eigenes Pferd reitet, so können Sie durchaus auch über eine finanzielle Beteiligung aus dem Jugendlohn, durch einen Sackgeldjob oder Ähnliches sprechen. So kann das Kind zum Beispiel Leckerli oder Spielzeug mit seinem Taschengeld kaufen.
Hat man die einmaligen und wiederkehrenden Kosten zusammengetragen, sind diese Zahlen für viele Kinder abstrakt und wenig aussagekräftig. Vergleichen Sie also zusammen mit Ihrem Kind die Kosten mit etwas, das es kennt. Zum Beispiel mit dem monatlichen Taschengeld, einem Eintritt in die Badi oder ins Kino.
Rechnen Sie beispielsweise aus, wie lange Ihr Kind sein Taschengeld sparen müsste, um das Haustier einen Monat zu füttern. So kann es die Beträge in Relation sehen und versteht, dass ein Tier nicht gratis ist.
Wenn es im Budget des Kindes liegt, sollte es – im Rahmen des Möglichen – auch die finanzielle Verantwortung mit übernehmen.
Hat man diese Unterhaltung geführt, stellt sich nun die wohl wichtigste Frage: Kauft man sich nun wirklich ein Haustier oder nicht?
Rein finanziell betrachtet, kann man diese Frage mit «Ja» beantworten, wenn die Kosten ins monatliche Familienbudget passen und man davon ausgehen kann, dass dieser Budgetposten auch für die Lebensdauer des Wunschhaustiers so bleibt.
Es steht Ihnen als Eltern aber auch frei, den Tierwunsch abzulehnen. Dabei zählt insbesondere das Tierwohl. Haustiere sollten nicht als Anschaffung oder Geschenk gesehen werden, sondern als Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen. Schliesslich zählt, dass Sie das Tier während seines ganzen Lebens artgerecht halten können.
Es muss nicht immer sofort ein eigenes Haustier sein. Prüfen Sie auch andere Möglichkeiten, sei es zur Probe oder als langfristige Alternative. Ein Beispiel: Will Ihr Kind einen eigenen Hund, kann es zunächst auch über eine «Dogsharing-App» andere Hunde hüten oder mit ihnen spazieren gehen und so erste Erfahrungen sammeln. Andere Möglichkeiten sind das Aushelfen im Tierheim oder das Hüten eines Hundes von Freundinnen und Freunden während den Ferien.
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