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Kinder sind von Natur aus neugierig. Nutzen Sie diese Neugier für die Finanzbildung und zeigen Sie Ihrem Kind spielerisch, wie wichtig Sparen ist.
Endlich Wochenende – raus an die frische Luft mit der ganzen Familie! Doch überall, wo man hingeht, lockt die Versuchung: Gelateria, Kiosk, Take-away. Und ja, die Kinder kriegen sich kaum mehr ein und würden am liebsten so viel Glace essen, bis sie platzen.
Die gute Nachricht: Immerhin sind solche Alltagssituationen ein ideales Lernfenster, um Kinder ans Thema Sparen und an den richtigen Umgang mit Geld heranzuführen.
Wenn der Nachwuchs wiederholt fragt, ob man noch dieses oder jenes kaufen könnte, fragen Eltern oft zurück: «Weisst du denn, was das kostet?» Und nein, die Kinder wissen vermutlich nicht, ob 50 Franken nun viel Geld ist oder nicht. Und das ist auch völlig normal. Der Bezug zum Geldwert muss zuerst durch Erlebnisse und Erfahrungen erlernt werden.
Eine Möglichkeit dazu ist das Sparen: Es eignet sich perfekt, um den Wert und die Grundfunktion von Geld als Wertaufbewahrungsmittel zu erklären.
Sparen lernen bedeutet für Kinder weit mehr, als nur die Funktionen von Geld zu verstehen. Sie erfahren Eigenverantwortung, üben Verzicht und lernen, Ausgaben zu priorisieren. Wer spart, schafft Sicherheit für Engpässe oder erfüllt sich grössere Wünsche – wie das rosarote Velo oder die coolen Nagelschuhe für die Leichtathletik – schneller. Durch Sparen lernen Kinder also die Basis für mehr Finanzkompetenz und legen damit eine wichtige Grundlage für ihr Leben.
Geld ist mehr als nur ein Zahlungsmittel. Es dient auch dazu, Wert langfristig zu bewahren. Das heisst: Wenn wir Geld sparen, bewahren wir es für zukünftige Wünsche oder Notfälle auf. Oder auch: Man verzichtet heute auf etwas, um sich in Zukunft mehr zu leisten.
Das Kässeli des Kindes oder das Sparkonto dient als sichtbare «Wertaufbewahrung». Dadurch sehen die Kinder, dass ihr gespartes Geld über die Zeit wächst und dass sie es später einmal für andere Wünsche und Bedürfnisse nutzen können.
Kinder lernen am besten, wenn sie selbst aktiv werden und Dinge ausprobieren können. Dabei sind Rollenspiele wie «Verkäuferlis» hilfreich.
Sobald Ihr Kind eigenes Taschengeld erhält – in der Regel ist das im Alter von 5 bis 6 Jahren –, kann dieses ebenfalls als gutes Werkzeug eingesetzt werden, um den Umgang mit Geld zu lernen. Rechnen Sie beispielsweise gemeinsam aus, wie viel Ihr Kind für einen grossen Wunsch pro Monat sparen muss, und legen Sie das Geld in ein spezielles Kässeli. Ist das Kind älter, können auch einfache Budget-Apps helfen, das Verständnis für Geld und Sparen zu vertiefen.
Genauso wichtig ist auch die Vorbildfunktion der Eltern und Erziehungsberechtigten. Schliesslich lernen Kinder auch viel, indem sie etwas nachmachen. Zu diesem Zweck können Sie ein Sparziel für die ganze Familie setzen, etwa die nächsten Ferien oder einen grösseren Ausflug. Stellen Sie am besten ein separates Familienkässeli auf – ein gemeinsames Kässeli, in welches regelmässig Geld gelegt wird. Dieses Geld kommt in der Regel von den Eltern und dient dazu, den Kindern die Konzepte Sparen und Priorisieren näherzubringen. Die Familie entscheidet gemeinsam, wofür gespart wird, und die Kinder können so nachvollziehen, wie finanzielle Entscheidungen entstehen.
Visuelle Hilfen wie das Stapeln von Geld oder das Erstellen von ‹Sparziele-Bildern› helfen, das Konzept ‹Sparen› zu verstehen.
Die nachfolgenden Tipps sind als gemeinsames Familienprojekt gedacht. Sparen soll zu Beginn am besten gemeinsam geübt werden – nicht nur vom Kind allein.
Visualisieren Sie gemeinsam mit Ihrem Nachwuchs sein Sparziel beziehungsweise seinen Wunsch. Damit das Sparen (ein bisschen) mehr Spass macht, drucken Sie ein Foto des Wunsches aus und kleben Sie es aufs Kässeli. Oder noch besser: Zeichnen Sie gemeinsam ein Bild davon.
Idealerweise setzen Sie zuerst kleine Ziele wie eine Fahrt auf dem Riesenrad. Sprechen Sie dabei mit dem Kind darüber, warum es genau auf dieses Ziel hin sparen möchte und ob es ihm wert ist, dafür auf etwas anderes zu verzichten. Das hilft ihm später dabei, dass es sein Geld nicht sofort ausgibt, sondern für sein Sparziel ins Kässeli legt.
Hat Ihr Kind ein grosses Sparziel? Dann lohnt es sich oft, dieses in kleinere Lernschritte zu unterteilen. Legen Sie Etappen fest und visualisieren Sie diese. Hat das Kind beispielsweise die Hälfte des Geldes gespart, können Sie den Erfolg gemeinsam feiern. So werden auch Zwischenerfolge sichtbar, was die Motivation des Kindes hochhält. Denn: Das Sparziel muss innerhalb eines Zeithorizonts bleiben, der für das Kind verständlich ist – und dieser Horizont wächst mit dem Alter.
Packen Sie bei Ihrem nächsten Familienausflug Snacks und Getränke von zu Hause ein und zeigen Sie Ihrem Kind, wie viel Geld Sie dadurch sparen – zum Beispiel, wenn Sie am Kiosk nun keinen Apfelsaft für 7 Franken kaufen müssen. Oder noch besser: Bereiten Sie gemeinsam Leckereien vor, die auswärts teurer sind. Den Fünfliber, den Sie dadurch sparen, können Sie nun ins Familienkässeli legen. Alternativ können Sie den gesparten Betrag auch aufteilen, indem Sie zum Beispiel einen Franken ins Kässeli des Kindes werfen und den Rest ins Familienkässeli. So hat auch Ihr Kind etwas davon, was die Motivation für das Sparen steigern kann.
Binden Sie Ihr Kind auch im Alltag ein, wenn es ums Sparen geht: Vergleichen Sie beim Einkaufen zusammen die Preise oder planen Sie gemeinsam das Familienbudget.
Legen Sie vor dem nächsten Familienausflug ein Budget fest und teilen Sie dieses Budget Ihrem Kind mit, indem Sie ihm beispielsweise ein 20-Franken-Nötli zeigen. Kaufen Sie gemeinsam ein und zeigen Sie Ihrem Kind das Rückgeld.
Dieses können Sie dann nach Wunsch ebenfalls ins Familienkässeli legen. Schliesslich hat man Geld gespart, indem man die Ausgaben im Vorfeld zusammen gut geplant hat. Schaffen Sie dabei Handlungsspielraum für Ihr Kind und lassen Sie es auch selbst ausprobieren. So lernt es, zu verstehen, wie man mit einem fixen Betrag auskommt und was man dafür bekommt.
Egal wie gut man im Vorfeld budgetiert, manchmal trifft man trotzdem spontane Kaufentscheidungen und hat plötzlich fünf Aktionspackungen Pommes Chips im Schrank. Damit Sie dennoch den Verlockungen so oft wie möglich widerstehen können, ist das Sparziel stets zu thematisieren: Machen Sie ein Foto von der Zeichnung oder vom Bild auf dem Familienkässeli. Wenn Sie dann mit den Kindern am Kiosk stehen und debattieren, ob es zusätzlich zur Glace noch für ein Getränk reicht, klärt sich die Frage beim Blick auf das Bild vom gemeinsamen Sparziel vielleicht schneller.
Dadurch kann das Kind auch lernen, in Zukunft selbst unnötige Spontankäufe mit dem eigenen Taschengeld zu vermeiden.
Sobald das Kind genug Verständnis für Geld hat, können Sie auch digitales Sparen auf dem Bankkonto einführen – idealerweise in Kombination mit dem physischen Sparen von Münzen und Nötli im Kässeli des Kindes. Gehen Sie dazu mit dem Kind gemeinsam auf die Bank und zahlen Sie das Geld aus dem Kässeli ein. Danach können Sie den Bankauszug oder Kontostand zusammen anschauen und darüber sprechen. So sieht das Kind das Wachstum der Ersparnisse visuell.
Mit zunehmendem Alter des Kindes können Sie den Fokus vom reinen Sparen auf das Investieren wechseln. Das ist heute auch eine zentrale Kompetenz. Oft ist es sinnvoll, Kinder an das Konzept des Investierens heranzuführen, wenn sie langfristige Wünsche verfolgen, auf die sie mehrere Monate oder gar Jahre sparen müssten, beispielsweise die ersten eigenen Ferien für Jugendliche. Mit dem 3-Kässeli-System können Sie das Kind schon früh an das Thema heranführen.
Teilen Sie Geldgeschenke oder andere Einnahmen Ihres Kindes – zum Beispiel aus einem Ferienjob –, die nicht für den Alltag gedacht sind, in drei Kässeli:
1. Kässeli: Geld zum freien Ausgeben
Das Geld in diesem Kässeli kann das Kind frei ausgeben. Kinder lernen so: Wenn ich etwas aus dem Kässeli nehme, ist weniger vorhanden.
2. Kässeli: Geld zum Sparen auf kurzfristige Ziele
Das Geld, das in diesem Kässeli landet, wird für kurzfristige Ziele angespart. Sei es ein neues Buch, ein teureres Spielzeug oder ein Ausflug mit Freundinnen und Freunden. Kinder lernen so, erste Sparziele zu setzen, und erkennen, dass ihr Erspartes wächst, wenn sie etwas ins Kässeli legen.
3. Kässeli: Geld zum Anlegen für langfristige Ziele
Dieses Kässeli steht fürs Investieren. Hier kommt Geld für langfristige Ziele hinein – zum Beispiel für ein neues Velo oder Ferien ohne Eltern. Eltern können bei diesem Kässeli allenfalls auch eine kleine Rendite auszahlen, etwa 1 Franken pro angesparte 10 Franken des Kindes. Oder bringen Sie das Geld gemeinsam zur Bank und legen Sie es in einen Fonds an. So lernt Ihr Kind, wie Investitionen über Zeit wachsen.
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