3-Säulen-Prinzip

Vorsorge in der Schweiz

Ihre finanzielle Sicherheit im Ruhestand beruht auf drei Säulen: der staatlichen, der beruflichen und Ihrer privaten Vorsorge. Die 3 Säulen ergänzen sich gegenseitig und dienen der bestmöglichen finanziellen Absicherung.

Das 3-Säulen-Modell

1. Säule

Staatliche Vorsorge


AHV
Alters- und Hinterlassenen-versicherung

IV
Invalidenversicherung

EL
Ergänzungsleistungen


Existenzsicherung

2. Säule

Berufliche Vorsorge


BVG
Bundesgesetz über die berufliche Alters- Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge


Fortführung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise

3. Säule

Private Vorsorge


3a
Gebundene Vorsorge

3b
Freie Selbstvorsorge


Zusätzliche Bedürfnisse

Die 1. Säule sichert Ihren Existenzbedarf

Die 1. Säule ist obligatorisch für alle in der Schweiz wohnhaften oder erwerbstätigen Personen. Sie dient der Existenzsicherung im Alter, versichert Sie für den Invaliditätsfall und sorgt für die Absicherung Ihrer Hinterbliebenen im Todesfall. Ergänzungsleistungen werden nur unter bestimmten Umständen gezahlt.

Die 2. Säule sichert einen angemessenen Lebensstandard

Die berufliche Vorsorge ist für alle Arbeitnehmer ab einem jährlichen Einkommen von 21 150 Franken obligatorisch (2018). Die 2. Säule soll den gewohnten Lebensstandard sichern. Gemeinsam mit der 1. Säule soll sie 60 bis 70 Prozent Ihres letzten Salärs umfassen. Was darüber hinaus geht, muss über die private Vorsorge gedeckt werden.

Die 3. Säule schliesst Ihre Vorsorgelücke

1. und 2. Säule reichen meist nicht aus, um im Alter den gewohnten Lebensstandard zu halten. Mit der 3. Säule schliessen Sie diese Lücke. Die Einzahlungen sind freiwillig; im Rahmen der Säule 3a profitieren Sie ausserdem von Steuervorteilen, da Sie den eingezahlten Betrag vom steuerbaren Einkommen abziehen können.

AHV-Rente und Pensionskassenauszahlungen reichen in der Regel nicht aus, um im Alter den gewohnten Lebensstandard zu halten.

Ein Beispiel: Vor der Pensionierung haben Sie ein Bruttoeinkommen von 80 000 Franken im Jahr. Sie haben ausgerechnet, dass Sie nach der Pensionierung jährlich rund 65 000 Franken benötigen, um Ihren Lebensstandard zu halten. Die Renten aus AHV und Pensionskasse decken zusammen aber nur etwa 60 bis 70 Prozent Ihres letzten Salärs ab. In diesem Fall wären das 56 000 Franken. Somit haben Sie eine Einkommenslücke von 9 000 Franken pro Jahr. Um diese zu decken, sollten Sie über ein zusätzliches Kapital von etwa 180 000 Franken verfügen.

Tun Sie Ihrer Zukunft etwas Gutes: Kümmern Sie sich frühzeitig und regelmässig um Ihre Vorsorge. So können Sie alle Möglichkeiten der 3 Säulen optimal nutzen – und sich auf einen finanziell sorgenfreien Ruhestand freuen.

Guter Rat zahlt sich aus

Gerne beantworten wir Ihre Fragen zur Vorsorge und beraten Sie umfassend – beispielsweise zu diesen Themen:

  • Wird mein Geld später im Alter reichen?
  • Wie kann ich mein Geld anlegen, um höhere Erträge zu erzielen?
  • Wie kann ich mit Vorsorgegeldern ein Eigenheim finanzieren?
  • Wie plane ich meine Pensionierung ideal, um Steuern zu sparen?