Immobilienmarkt

Aktuelle Informationen zum Schweizer Immobilienmarkt

Sie möchten eine Immobilie kaufen, verkaufen oder bauen? Wir haben die wichtigsten Marktinformationen für Sie zusammengefasst.

Entwicklung der Immobilienpreise in der Schweiz

Die Eigenheimpreise legten im 1. Quartal 2024 um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu, ähnlich wie in den Quartalen zuvor. Im Vorjahresvergleich resultierte daraus eine Verteuerung um 3,2 Prozent, die deutlich über der Entwicklung der Konsumentenpreise von 1,1 Prozent lag. 

Die Dynamik bei den Mietpreisen war ungleich stärker. Die Angebotsmieten stiegen im 1. Quartal 2024 um 1,5 Prozent und stehen damit um 6 Prozent höher als vor einem Jahr. Auch die Bestandsmieten verzeichneten einen überdurchschnittlichen Anstieg von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ausblick: Bei den Eigenheimpreisen zeichnet sich bis zum Jahresende eine weitere Reduktion der jährlichen Preissteigerungsrate auf 1 bis 1,5 Prozent ab. Die gedämpfte konjunkturelle Entwicklung, weiterhin erhöhte Finanzierungskosten und das absolut hohe Preisniveau drücken auf die Nachfrage. Damit dürfte sich das Immobilienblasenrisiko weiter reduzieren.

UBS Swiss Real Estate Bubble Index im 1. Quartal 2024

Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index setzte seinen Rückgang im 1. Quartal 2024 fort und steht neu bei 0,95 Indexpunkten. Das Risiko einer Immobilienblase ist damit von «erhöht» auf «moderat» gesunken. Somit steht der Index signifikant tiefer als während der Immobilienblase anfangs der 1990er-Jahre.

Die Auswertung zeigt, dass das Risiko einer Immobilienblase aus Sicht der fundamentalen Faktoren Mieten und Einkommen allerdings weiterhin hoch ist. Das Überhitzungsrisiko hat als Folge der schwächeren Preisdynamik jedoch abgenommen. Sinkende Zinsen und die nur moderate Höhe der relativen Nutzungskosten sprechen gegen eine Preiskorrektur. Eine gesamthaft tiefe und weiter abnehmende Belehnungs- und Neubautätigkeit sprechen zudem klar gegen eine Preisblase.

Risiko einer Immobilienblase: Real Estate Bubble Index

Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index zeigt das Risiko einer allfälligen Immobilienblase – einer deutlichen Überbewertung von Immobilien sowie der Gefahr eines bevorstehenden Preisabfalls – auf dem Schweizer Immobilienmarkt. Bei der Berechnung des Bubble Index verwenden die UBS-Ökonominnen und -Ökonomen ein Modell mit verschiedenen Faktoren: Preis-Miet- und Preis-Einkommens-Verhältnis (Fundament), Reale Preisveränderungsrate über 3 und 10 Jahre (Dynamik), Kostenvergleich Kauf-Miete (Kosten) und Hypothekarvolumen-zu-Einkommen und Reinzugang am Bestand (Umfeld).

In Abhängigkeit vom aktuellen Wert wird das Immobilienblasenrisiko in folgende vier Kategorien eingeteilt: Akut (oberhalb 2), Erhöht (zwischen 1 und 2), Moderat (zwischen 0 und 1) und Gering (unterhalb 0).

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Regionale Risikokarte

Die Karte zeigt die Preisentwicklung der letzten fünf Jahre für alle 106 Wirtschaftsregionen der Schweiz sowie eine Indikation des regionalen Risikos anhand der Entwicklung des Preis-Einkommens- und Preis-Miet-Verhältnisses (Perspektive Fundament).

  • Das Preis-Einkommens-Verhältnis hat sich primär in den Städten Zürich und Lausanne sowie in Genf seit Anfang 2019 markant verschlechtert. In den Regionen am Genfersee gilt dies auch für das Preis-Miet-Verhältnis.
  • Abgesehen von der Region Limmattal gab es in den Erstwohnungsmärkten der Deutschschweiz keine sehr hohe Zunahme der Ungleichgewichte. Denn das Verhältnis der Kaufpreise zu den Mieten ist dort praktisch flächendeckend nur unterdurchschnittlich gestiegen. Zug ist hier die Ausnahme, weist aber auch die stärkste Preissteigerungsrate auf.
  • Eine starke Zunahme der Ungleichgewichte zeigt sich als Folge des Zweitwohnungsbooms in den Tourismusregionen Graubündens.
Die Immobilienpreise in unterschiedlichen Regionen in der Schweiz werden den Mietpreisen gegenübergestellt. So entsteht eine Karte, die aufzeigt, in welchen Regionen ein Risiko für eine Immobilienblase besteht.
Quelle: UBS. Ungleichgewichte: Sehr hoch: Veränderung des Preis-Einkommens- und Preis-Miet-Verhältnis grösser als bei 90 Prozent der Regionen. Hoch: Veränderung des Preis-Einkommens- und Preis-Miet-Verhältnis grösser als bei 75 Prozent der Regionen.

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FAQ Immobilienpreise und Immobilienblase

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