Zahlungsverhalten im Wandel Bezahlen ohne Bargeld – wie halten Sie es?

Im internationalen Vergleich ist Bargeldnutzung bei uns noch stark verbreitet, doch kontaktloses Bezahlen überzeugt immer mehr.

von UBS Wissen 16. Okt 2020

Illustration: Pia Bublies

Am Mittag schnell beim kleinen italienischen Take-away etwas holen und beim Bezahlen merken, dass sich im Portemonnaie kein Bargeld befindet: Diese Situation kann noch immer zu einer kleinen Exkursion zum nächsten Bancomaten führen. Doch sie wird immer seltener, denn bargeldloses Bezahlen liegt im Trend.

Der Swiss Payment Monitor des vergangenen Jahres zeigt: Bargeld wird in der Schweiz von Personen bis 65 Jahre für fast jede zweite Transaktion eingesetzt. Für bargeldlose Bezahlvorgänge ermittelte die Studie der Universität St. Gallen und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften einen Anteil von 44%, wovon mindestens ein Drittel kontaktlos abgewickelt wurde. Rechnungen, Lastschrift und weitere Möglichkeiten machen weniger als 10% aus. Die Studie zeigt auch, dass die neuen Bezahlformen wie kontaktlos oder mobil bezahlen im Aufwind sind. Eine Mehrzahl der Befragten gibt an, diese Zahlungsmöglichkeiten künftig häufiger nutzen zu wollen.

Mit COVID-19 hat sich das Zahlungsverhalten in der Schweiz nochmals geändert und viele Experten gehen davon aus, dass die Verschiebung nachhaltig sein wird. Tobias Trütsch, Programmleiter Economics an der Universität St. Gallen, hat erste Zahlen publiziert. Sie zeigen, dass die Anzahl Kredit- und Debitkartentransaktionen seit der ausserordentlichen Lage stark angestiegen sind und Mitte Mai um 13% bzw. 23% über dem Niveau von Januar 2020 lagen. Auch das Schweizer Bezahlsystem TWINT verzeichnet in den letzten Monaten bis zu 7000 Neuregistrierungen pro Tag, mehr als doppelt so viel wie im letzten Jahr. Die Bezahllösungen Samsung Pay, Google Pay oder Apple Pay bleiben mit maximal 10% Nutzeranteil noch hinter TWINT mit 38% Nutzeranteil zurück.

Einfach und sicher

Zum Trend in Richtung digitales Bezahlen tragen vor allem folgende Gründe bei:

  • Bargeldlos bezahlen ist bequem: Die Karte oder das Smartphone an das Bezahlterminal halten reicht aus. Geld abzählen und Münzen an der Kasse hervorklauben war gestern.
  • Sicherheitsgefühl: Viele Konsumenten fühlen sich nicht wohl, grössere Beträge in bar auf sich zu tragen. Da die Sicherheitslösungen beim bargeldlosen Zahlungsverkehr immer auf dem neuesten Stand der Technik sind, überzeugt deshalb auch der Sicherheitsaspekt bei den neuen Bezahlformen.
  • Bargeldlos bezahlen ist auch einfach: Zahlungen lassen sich jederzeit begleichen, ob man gerade Bargeld im Portemonnaie hat oder nicht. Die Verbreitung von Zahlterminals für Karten und Smartphones in den Geschäften hat stark zugenommen, viele kleine Läden und sogar Marktstände haben nachgezogen.
  • Budget immer im Blick: Dank monatlicher Abrechnung und dem persönlichen Finanzassistenten im UBS Digital Banking hat man den Kontostand einfach im Griff – die Ausgabenübersicht ist jederzeit einsehbar.
  • Rechnung unkompliziert teilen: Mit digitalen Bezahllösungen, wie beispielsweise UBS TWINT, lassen sich Rechnungen unter Freunden leicht aufteilen und begleichen.
  • Hygienemassnahmen: Mit COVID-19 ist ein weiterer Aspekt sehr relevant geworden: die Hygiene. Dieser Faktor begünstigt vor allem das kontaktlose Bezahlen, ob mit Karte ohne Eingabe eines PIN-Codes für kleinere Beträge oder mit dem Smartphone, bei dem die Sicherheit über das Gerät (PIN, Fingerabdruck oder Gesichtsscan) gewährleistet ist.

Karte als Grundlage

Eine Kredit- oder eine Debitkarte bildet bei der Mehrheit der Bezahllösungen die Grundlage für die bargeldlose Bezahlung. UBS bietet Ihnen eine breite Auswahl an Möglichkeiten: Kreditkarten mit Zusatzleistungen nach Wahl, Prepaidkarten und die UBS Debitkarten.

Alle Karten eignen sich auch für das kontaktlose Bezahlen beim Einkauf. Sie müssen dazu die Karte nur kurz ans Zahlterminal halten. Die aktuelle Limite für Beträge ohne PIN-Eingabe liegt auch weiterhin bei 80 Franken. So zahlen Sie Einkäufe schnell und hygienisch.

Kontaktlos bezahlen auf einen Blick

UBS hat für Sie alle Informationen rund um das kontaktlose Bezahlen mit Debit-, Prepaid- und Kreditkarte übersichtlich zusammengestellt.

Smartphone für höheren Komfort

Keine Gedanken über den PIN-Code für die Karte muss sich machen, wer mit dem Smartphone oder der Smartwatch bezahlt, denn die Bezahllösungen nutzen die Sicherheitsmechanismen der Mobilgeräte. Entweder ist das der PIN des Geräts, Ihr Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder ein anderer Geräteschutz.

UBS bietet Ihnen auch für die digitale Bezahlung mit Ihrem Smartphone oder Ihrer Smartwatch eine breite Auswahl an Lösungen, aus der Sie frei diejenigen auswählen können, die Ihnen am meisten zusagen. Für alle Smartphones verfügbar ist UBS TWINT. TWINT ist die meistgenutzte Bezahl-App in der Schweiz. UBS Mobile Pay eignet sich für alle Android-Smartphones und kann einfach in der UBS Mobile Banking App freigeschaltet werden. Sowohl auf Smartphones wie auch auf Smartwatches sind die Bezahllösungen Google Pay, Samsung Pay und Apple Pay verfügbar.

Prüfen und entscheiden Sie selbst, welche Bezahlmöglichkeit Ihnen am meisten zusagt, denn die Chancen stehen gut, dass Sie bald auch an jedem Marktstand oder beim Italiener um die Ecke frei wählen können, wie Sie Ihren Einkauf bezahlen möchten.

Mobil bezahlen auf einen Blick

Wollen Sie mehr darüber wissen, wie Sie sicher und bequem mit Ihrem Smartphone oder Ihrer Smartwatch bezahlen können? Alle Details zu den verschiedenen Angeboten für Sie im Überblick.