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Wie Grosseltern, Eltern, Gotte und Götti Geldgeschenke für Kinder sinnvoll anlegen – für heute und die Zukunft.
Am Kindergeburtstag legt der Götti grossen Wert darauf zu betonen, dass die geschenkte 200er-Note brandneu ist und noch nie im Umlauf war. Doch Ihrer fünfjährigen Tochter ist das wahrscheinlich egal – ginge es nach ihr, würde sie die Note als Malunterlage nutzen.
Damit Kinder von Geldgeschenken wirklich profitieren und etwas lernen, sollten Eltern aktiv mit ihnen über das geschenkte Nötli sprechen und gemeinsam Entscheidungen treffen. Auch beim Sparen fürs Kind ist es wichtig, Ihren Nachwuchs früh einzubeziehen und es ganz simpel zu erklären. Studien zeigen, dass über 60 Prozent der Eltern bereits im ersten Lebensjahr des Kindes mit dem Sparen mit beginnen.
Selbst in den ersten Lebensjahren sind Kinder nicht zu jung, um den Umgang mit Geld zu lernen, die Wissensvermittlung braucht einfach eine altersgerechte Form.
Genau wie bei anderen Geschenken gibt es auch für Geldgeschenke keine Faustregel zur Höhe – sie liegt im Ermessen der schenkenden Person. Und egal ob Oma, Opa oder Tante: Überlegen Sie vorab, ob das Kind mit dem Geld bereits etwas anfangen kann und den Wert von Geld versteht – oder hätte es mehr Freude an einem physischen Geschenk oder an gemeinsam verbrachter Zeit? Folgendes kann zur Orientierung dienen:
Vorschulalter bis Unterstufe (1–8 Jahre): Oft passt in diesem Alter ein physisches Geschenk oder ein gemeinsames Erlebnis besser – etwa mit dem Götti oder der Gotte etwas unternehmen oder zusammen mit den Grosseltern das Spielzeug im Laden aussuchen. Zusätzliche Einzahlungen, beispielsweise direkt auf ein Geschenksparkonto, sind ebenfalls möglich.
Einem Kleinkind 500 Franken ins Couvert zu legen, bringt nichts. Sinnvoller ist, das Geld im Hintergrund anzulegen und später für ein konkretes Ziel verfügbar zu machen.
Ab der Mittelstufe (9–11 Jahre): Schenken Sie Kindern im Primarschulalter Geld am besten mit einem klaren Verwendungszweck – so bauen Kinder ein Verständnis für Sparziele auf. Das klappt am besten, wenn ein konkreter Wunsch dahintersteht, zum Beispiel neue Sneakers oder ein Skateboard.
Ab der Oberstufe (ab 12 Jahren): In diesem Alter sind auch grössere Beträge zur freien Verfügung denkbar. Idealerweise treffen Sie trotzdem klare Abmachungen, damit die Jugendlichen Verantwortung übernehmen und lernen, Prioritäten zu setzen.
Geld, welches Kinder geschenkt bekommen, ist Teil des Kindesvermögens. Rechtlich gehört es also dem Kind – verwaltet wird es jedoch bis zum 18. Lebensjahr von den Eltern oder Erziehungsberechtigten. Aber wie genau soll man damit umgehen? Und wo ist das Geld am besten aufgehoben – im Kässeli, auf dem Konto oder investiert?
Das Kässeli ist der einfachste Einstieg ins Sparen und somit besonders für jüngere Kinder ein wertvolles Lerninstrument. Es macht Sparen sichtbar und greifbar. Kinder erleben direkt, wie sich der Betrag verändert: Legen sie etwas hinein, wird es mehr – nehmen sie etwas heraus, wird es weniger. Dadurch entsteht ein sehr früher und spielerischer Zugang zum Thema Geld.
Manche Familien nutzen sogar mehrere Kässeli – eines zum Ausgeben, eines zum Sparen und eines fürs langfristige Investieren.
Ein Geschenksparkonto erweitert den ersten Schritt mit dem Kässeli. Es kann ab der Geburt eröffnet werden und läuft in der Regel auf den Namen des Kindes. Verwaltet wird das Geschenksparkonto bis zum Übertrag aber von den Eltern oder der eröffnenden Person.
Ab der Einschulung kann das Kind beim Einzahlen dabei sein und so lernen, was mit dem Geld passiert. Wichtig ist, dass Sie dem Kind erklären, dass das Geld nicht «weg» ist, sondern sicher bei der Bank aufbewahrt wird. Gut kombinierbar ist das Konto auch mit dem Einstieg in digitale Finanzen: Hat das Kind ein Smartphone, können Sie in der App zeigen, wie das Geld auf dem Sparkonto wächst.
Je nach Bank gibt es das Geschenksparkonto mit Vorzugszins, oft ohne Kontoführungsgebühr und mit kleinen Extras. Allenfalls ist auch ein Fondssparkonto im Namen des Kindes möglich – statt Zins erhalten Sie je nach Kurs mehr oder weniger Fondsanteile. Das eröffnet Renditechancen, ist aber mit Kursschwankungen verbunden.
Mit Sparplänen können Sie regelmässig und automatisch Geld für Ihr Kind anlegen – schon ab kleinen Beträgen, wie 50 Franken pro Monat. Sie haben die Wahl zwischen aktiv gemanagten Fonds, die von Experten verwaltet werden und breit gestreut sind, und ETFs (börsengehandelte Indexfonds), die kostengünstig, transparent und ebenfalls breit gestreut sind. Beide Optionen helfen dabei, langfristig Vermögen aufzubauen.
Wichtig: Renditen sind marktabhängig. ETFs und Fonds schwanken im Wert und darum ist ein langfristiger Anlagehorizont wichtig.
Beziehen Sie Kinder frühzeitig ein, um ihnen praxisnah das Thema Investieren näherzubringen und Begriffe wie Renditechancen, Risiko, Schwankungen und den Zinseszinseffekt zu erklären. Ein guter Zeitpunkt ist, wenn Kinder beginnen, digitale Geräte zu nutzen. Dann können Sie direkt erklären, wie digitales Geld funktioniert und sie durch ausreichend Aufklärung vor unrealistischen Versprechen, etwa aus den sozialen Medien, schützen.
Anlageform | Anlageform | Horizont | Horizont | Risiko | Risiko | Renditechance | Renditechance | Flexibilität | Flexibilität | Kosten | Kosten | Eignung | Eignung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Anlageform | Kässeli | Horizont | Sehr kurzfristig (0–2 Jahre) | Risiko | Sehr gering | Renditechance | Keine Rendite | Flexibilität | Sehr hoch (Bargeld) | Kosten | Keine | Eignung | Kleinkinder, Konsumwünsche, erste Erfahrungen mit Geld |
Anlageform | Sparkonto | Horizont | Kurz- bis mittelfristig (2–4 Jahre) | Risiko | Sehr gering | Renditechance | Vorzugszins bei Geschenksparkonto | Flexibilität | Hoch (Auszahlungen jederzeit) | Kosten | Keine bei Geschenksparkonto | Eignung | Kleinere Sparziele, Wunsch nach Sicherheit |
Anlageform | Sparplan (ETF oder Fonds) | Horizont | Mittel- bis langfristig (>4 Jahre) | Risiko | Mittel bis hoch | Renditechance | Mittel bis hohe Renditechancen | Flexibilität | Mittel (vorzeitige Rückgabe möglich, aber nicht ideal) | Kosten | Tief bis mittel (TER, evtl. Ausgabeaufschlag), gering bei Fondskonto bei regelmässigen Einzahlungen | Eignung | Ausbildung, grössere Anschaffungen |
Wer über Jahre regelmässig investiert und Erträge wieder anlegt, profitiert vom Zinseszinseffekt. Das heisst: Zu den Erträgen kommen weitere Erträge dazu – so wächst das Vermögen immer weiter. Je höher der Zinssatz, desto stärker wächst das Guthaben durch Zinseszins. Bei einem langen Anlagehorizont, z.B. bis zur Volljährigkeit des Kindes, kann sich das durchaus lohnen.
Mit regelmässigen Einzahlungen kaufen Sie zudem mal zu höheren, mal zu tieferen Kursen. Über die Zeit entsteht ein durchschnittlicher Einstiegspreis, der Einzelkäufe «zum falschen Zeitpunkt» abfedern kann. Das reduziert Ihr Risiko und unterstützt den langfristigen Vermögensaufbau – auch mit kleinen Beträgen.
Welche Form von Geldgeschenk oder Geldanlage fürs Kind die passende ist, hängt mitunter vom Sparhorizont und dem Zweck des Geldes ab: Soll das Geld für später eingesetzt werden – etwa für die Ausbildung, einen Sprachaufenthalt oder den ersten grossen Wunsch? Dann ist ein Konto oder eine Anlageform wie ein Sparplan fürs Kind geeignet. Geht es um einen Wunsch in naher Zukunft, zum Beispiel ein Spielzeug oder ein Velo, kann das Geld im Kässeli bleiben.
Halten Sie den Zweck des Geldes fest – zum Beispiel als «Ausbildungstöpfli». So bleibt der Gedanke hinter dem Geschenk erhalten. Im UBS E-Banking und Mobile Banking können Sie das Sparziel sogar benennen (zum Beispiel «Studium 2043»).
Danach bestimmen Sie, ob Sie einen einmaligen Betrag einzahlen oder regelmässig sparen möchten.
Beachten Sie beim Sparen fürs Kind auch die Gesamtkosten einer möglichen Anlage. Ebenso wichtig ist die Frage nach dem Risiko. Beim Kässeli und beim Sparkonto sind die Risiken tief; hier wirkt vor allem die Inflation, die den Wert des Guthabens über die Zeit schmälert. Bei einem Sparplan ist das anders: Zu den zentralen Risiken gehören mögliche Kursschwankungen, bei globalen Anlagen zusätzlich das Währungsrisiko.
In der Schweiz werden Konto oder Depot üblicherweise auf den Namen des Kindes eröffnet, auch wenn die Einzahlungen von den Erziehungsberechtigten, Grosseltern, Gotte oder Götti stammen.
Wenn Sie einen Fonds- oder ETF-Sparplan nutzen und die Märkte kurzfristig schwanken, hilft Gelassenheit: nicht im Tief verkaufen, den Plan weiterführen und nur anpassen, wenn sich Ziele oder Lebensumstände ändern. So bleibt die Strategie stabil und die Chancen auf langfristigen Erfolg steigen.
Denken Sie ausserdem rechtzeitig an die Übergabe. Mit 18 geht die Verfügung auf das Kind über. Besprechen Sie früh genug, welche Ziele, Kosten und Risiken damit verbunden sind und ob der Plan weitergeführt oder angepasst werden soll. So wird aus dem Geschenk ein echter Schritt in die finanzielle Eigenständigkeit.
Erziehungsberechtigte sollten nicht erst eine Woche vor dem 18. Geburtstag anfangen, mit dem Kind über Geld zu sprechen. Finanzbildung ist ein Entwicklungsprozess, der Jahre vorher beginnt.
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