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Ein neues Instrument, eine Sportausrüstung oder Reitstunden. Wie viel dürfen die Hobbys der Kinder kosten?
«Ich will unbedingt Unihockey spielen!», sagt Laura fest entschlossen. Kein Wunder – ihre beste Freundin ist im Klub. Das freut ihre Eltern natürlich, denn gegen Sport spricht ja nichts, im Gegenteil. Doch bald tauchen einige Fragen auf:
Und was ist, wenn Laura in zwei Monaten keine Lust mehr auf Unihockey hat?
Generell entwickeln die meisten Kinder ab dem Kindergartenalter ein erstes Interesse an Hobbys und wollen Verschiedenes ausprobieren. Und das ist auch super so – schliesslich sind Hobbys äusserst wertvoll für Kinder. Sie sind eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag und helfen, Interessen zu entdecken, Talente zu entwickeln und das Selbstbewusstsein zu stärken. Zudem können vor allem Teamsportarten soziale Kompetenzen fördern, und die Kinder finden neue Freundinnen und Freunde.
Wünscht sich ein Kind ein bestimmtes Hobby, sollten Eltern und Erziehungsberechtigte diesen Wunsch ernst nehmen. Ist das Hobby jedoch mit hohen Kosten verbunden, muss der Wunsch nicht sofort erfüllt werden.
Es ist etwas Schönes für Eltern, mitzuerleben, wie ihre Kinder ein Hobby ausüben und dabei neue Fähigkeiten entwickeln. Aber es ist tatsächlich so, dass manche Hobbys ziemlich ins Geld gehen können. Reitstunden, Tennislektionen oder Geigenunterricht summieren sich rasch zu einem grossen Betrag. Vereinssportarten oder die Pfadi sind meist deutlich günstiger.
Die grosse Frage ist also: Wie teuer darf ein Hobby überhaupt sein? Es sollte eine Obergrenze geben, die durch das jeweilige Familienbudget bestimmt wird. Wichtig ist, dass Sie das Thema offen mit Ihrem Kind ansprechen. Nutzen Sie dies als Lernfenster und thematisieren Sie das Kosten-Nutzen-Verhältnis: «Was kostet das – und was bringt es dir?» Dabei geht es darum, abzuwägen, welche Art von Aktivität zu welchem Zeitpunkt für das Kind sinnvoll ist und wie viel Geld dafür aufgewendet werden soll. So können Sie dem Kind früh erklären, dass Geld nicht unbegrenzt verfügbar ist.
Nicht jedes Hobby ist für jede Familie langfristig finanzierbar.
Dabei lernt Ihr Kind, dass Geldentscheidungen wichtig sind und andere Dinge beeinflussen können. Träumt das Kind von einer eigenen Fotoausrüstung? Oder der Teenager davon, Motorsportrennen zu fahren? Dann müssen Sie sich Gedanken machen, ob und wie Sie sich diese kostspielige Aktivität leisten können – ohne beispielsweise auf Familienferien verzichten zu müssen.
Wichtig: Falls die ganze Familie den Gürtel enger schnallen müsste, um einem der Kinder das Traumhobby zu ermöglichen, sollte diese Entscheidung am Familientisch diskutiert und von allen Betroffenen mitgetragen werden.
Ihr Kind will unbedingt Golf spielen? Wieso? Finden Sie zunächst heraus, weshalb Ihr Kind überhaupt genau dieses Hobby ausüben möchte. Ist es das eigene Interesse, ist es vielleicht Gruppendruck oder der Einfluss von Social Media?
Erklären Sie Ihrem Nachwuchs auch, dass ein Hobby in erster Linie zwar Spass macht, aber auch eine Verpflichtung ist. Und dass man regelmässig ins Training oder in die Musikstunde gehen muss, auch wenn man mal lieber auf dem Sofa rumliegen möchte.
Am besten probieren Sie es zuerst mit einem Schnupperkurs und geliehener Ausrüstung aus. Nach einer Weile können Sie gemeinsam herausfinden, ob das Hobby auf Dauer Freude macht.
Vermitteln Sie Ihrem Kind klar: Wenn du ein teures Hobby startest, musst du regelmässig hingehen. Auch das gehört dazu.
Auch eine Wunschliste kann hilfreich sein. So zeigen Sie als Eltern oder Erziehungsberechtigte, dass Sie den Wunsch Ihres Kindes ernst nehmen, aber nicht sofort umsetzen wollen oder können. Bleibt das Wunschhobby über längere Zeit auf der Liste, spricht das für echtes, langfristiges Interesse und rechtfertigt grössere Ausgaben eher.
Hat ein Kind bereits ein teures Hobby und möchte mit einem weiteren beginnen, heisst es: Prioritäten setzen. Wer beispielsweise schon ein kostspieliges Instrument spielt und Unterricht nimmt, muss nicht gleichzeitig eine kostenintensive Sportart ausüben. Und generell gilt auch bei Hobbys: Weniger ist oft mehr. Kinder profitieren, wenn sie nur ein oder zwei Hobbys haben und diese mit genug Zeit und Hingabe ausüben können.
Heute haben Kinder teilweise einen so vollen Terminplan, dass ihnen wenig Zeit für eigene Ideen und Kreativität bleibt.
Das Geld in der Familie reicht nicht aus, um das Hobby langfristig zu finanzieren? Das muss nicht immer heissen, dass das Kind komplett darauf verzichten muss. Oft lässt sich ein Kompromiss finden, mit dem alle zufrieden sind. Beispielsweise, indem die Familie eine ähnliche, aber günstigere Aktivität für das Kind findet. Oder Ihr Nachwuchs übernimmt selbst einen Teil der Kosten. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:
Dies kann einen positiven Nebeneffekt haben: Kinder, die zur Finanzierung ihres Hobbys beitragen, lernen nicht nur, was es heisst, finanzielle Verantwortung zu übernehmen. Oft nehmen sie ihr Hobby auch ernster als ohne Kostenbeteiligung.
Ist das Hobby trotz allem zu teuer, ist es wichtig, dass Sie als Eltern oder Erziehungsberechtigte Ihrem Kind die Tatsache auf Augenhöhe mitteilen. Sagen Sie also nicht einfach Nein, sondern hören Sie Ihrem Kind zu und erklären Sie die Situation.
Bei Familien mit mehr als einem Kind können die Kosten für Hobbys auch zu Reibereien führen. Etwa, wenn die Reitstunden des Sohnes jährlich 2300 Franken kosten, das Fussballtraining der Tochter aber nur 300 Franken.
Gewisse Rivalitäten zwischen Geschwistern sind dabei völlig normal. Schliesslich geht es um den Wunsch nach Zuneigung und Anerkennung durch die Eltern. Wenn ein Kind merkt, dass Sie für ein Geschwister sehr viel mehr Geld ausgeben, wird es möglicherweise wütend und fordert Gerechtigkeit.
Doch bedeutet Gerechtigkeit, dass alle Hobbys den gleichen Preis haben müssen? Oder ist es eher gerecht, wenn jedes Kind seinen Vorlieben nachgehen kann? Die Entscheidung für ein Hobby hängt denn meistens einfach davon ab, ob es dem Wunsch des Kindes entspricht und ob es in der Nähe angeboten wird.
Diese Vorstellungen von Gerechtigkeit kann man gut am Familientisch besprechen. Wichtig ist, dass Sie einen offenen Dialog führen und Ungleichheiten ansprechen, damit kein Neid entsteht. Legen Sie den Fokus dabei nicht auf die Kosten, sondern auf die Freude an den Hobbys.
Denn dass Geschwister finanziell ungleich behandelt werden, lässt sich nicht ganz vermeiden. Vielleicht wird ein Kind das Gymnasium besuchen und auf mehr finanzielle Unterstützung angewiesen sein, während das andere eine Berufslehre macht und sich an den Wohnkosten beteiligen muss.
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