Wechselkurse Richtig bezahlen im Ausland

Der Sommer ist da – ab in die Ferien! Doch, wie soll man im Ausland bezahlen? Wer auf die richtige Karte setzt, spart viel Geld.

von Stephan Lehmann-Maldonado 10. Aug 2017

Ganz lokal: Es lohnt sich, mit der Lokalwährung zu bezahlen, wenn man seine Kreditkarte im Ausland einsetzt. Das gilt auch fürs Online-Shopping bei ausländischen Anbietern. Bild: Thinkstock

Der Urlaub ist perfekt: Jeden Abend in einem romantischen Restaurant dinieren, durch die Märkte schlendern und von Schnäppchen profitieren – und zwischendurch die leckeren Eissorten am Strand probieren. Nie sitzt das Portemonnaie lockerer als in den Ferien.

Die Überraschung kommt meist erst später: nämlich dann, wenn die ersten Abrechnungen ins Haus flattern und man einen Kassensturz macht. Wie lassen sich die Ausgaben in den Ferien begleichen, ohne dass danach das böse Erwachen kommt?

Zuerst einmal gilt es, ein realistisches Ferienbudget zu erstellen. Wer nur Geld für die Reise und die Unterkunft auf die Seite legt, hat sich schnell verspekuliert. Denn zum Ferienbudget gehören ebenso Beträge für Verpflegung, Freizeitausgaben, Einkäufe und ein allfälliges Taschengeld für die Familienmitglieder.

1. Nicht zu viel Bargeld

Die Gefahr eines Diebstahls ist in den Ferien besonders gross. Massen an Touristen ziehen Diebe an und die vielen neuen Eindrücke sorgen für Ablenkung. Darum lautet eine einfache Faustregel: Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie unterwegs nötig ist – etwa für unvermeidbare Ausgaben wie etwa eine Taxifahrt.
Die bekanntesten Alternativen zu Bargeld sind Kreditkarten (z.B. Mastercard, Visa) und Debitkarten (z.B. Maestro, V Pay). Wer mit Kreditkarte bezahlt, ist flexibler: Der Betrag wird erst Ende Monat in Rechnung gestellt – dafür fallen Zinsen an. Dagegen wird der Betrag beim Debitkarten-Einsatz direkt dem Konto belastet.

Die Kreditkarte punktet mit ihrer Vielseitigkeit. Sie ist ein sicheres und bequemes Zahlungsmittel, das weltweit akzeptiert ist. Für manche Hotel- und Autoreservationen ist sie gar unerlässlich. So verzichten einige Autovermieter wie Europcar auf die übliche Kaution und bieten zusätzliche Rabatte, wenn man mit Kreditkarte bezahlt. Ausserdem ist in den Kreditkartenprodukten oftmals ein Versicherungsschutz enthalten, der sich optional sogar aufbessern lässt.

Doch was, wenn die Karte abhandenkommt?

Bewahren Sie in einem solchen Fall ruhig Blut und lassen Sie die Karte sofort sperren. Bei UBS ist das sogar per Mobile Banking App möglich. Umgehend wird Ihnen dann eine neue Karte zugestellt. Am besten, Sie speichern die UBS Notfallnummer auf Ihrem Smartphone (+41 44 828 31 35).

2. Debitkarte für Bargeldbezug

Wer in ein Euroland reist, tut gut daran, das nötige Bargeld gleich schon bei seiner Hausbank in der Schweiz zu beschaffen. Dabei fallen meist keine Extrakosten an. Für den Bargeldbezug im Ausland bieten sich Debitkarten an. Die anfallenden Gebühren sind tiefer als jene von Kreditkarten. Weltweit stehen unzählige Geldautomaten zur Verfügung. Ähnlich wie Kreditkarten werden Debitkarten bei Verlust ersetzt.

3. Bezahlen mit Kreditkarte – Lokalwährung wählen

Und wie steht's mit dem Wechselkursrisiko?

Wenn Sie Ihre Kreditkarte im Ausland zücken, bieten Ihnen einige Hotels und Geschäfte an, den Betrag gleich in Schweizer Franken zu belasten. Das Problem: Oft ist hier nicht transparent, welcher Kurs zur Anwendung kommt und in welcher Höhe zusätzliche Gebühren anfallen. Darum lohnt es sich, stets die Lokalwährung zu wählen.

Durch die Umrechnung auf Ihrer Kreditkartenabrechnung haben Sie die Transparenz: Sie sehen den Originalbetrag sowie den Umrechnungsbetrag mit dem verwendeten Wechselkurs inklusive des Bearbeitungszuschlags, welcher in Prozenten ausgewiesen wird. Und das Bezahlen in der Lokalwährung ist oftmals kostengünstiger.

Bezahlen beim Online-Shopping

Wer hat nicht schon einmal etwas per Internet von einem ausländischen Anbieter bestellt? Was vielen nicht bewusst ist: auch hier können Gebühren anfallen. So stellen beispielweise gewisse Online-Versandhändler und einige Fluggesellschaften ihre Kunden vor die Wahl, ob sie in der lokalen Währung (zum Beispiel Euro) oder in Franken bezahlen wollen. Der Rat ist klar: Begleichen Sie den offenen Betrag immer in Lokalwährung – und nicht in Schweizer Franken. Nur so erhalten Sie eine transparente Kreditkartenabrechnung. Und oft erhalten Sie erst noch bessere Konditionen.