Was sind Warrants?

Warrants sind verbriefte Finanzprodukte, die dem Inhaber das Recht, jedoch nicht die Verpflichtungen geben, einen bestimmten Basiswert zu einem im Voraus festgelegten Preis (Strike) entweder:

  • innerhalb eines bestimmten Zeitraums oder
  • zu einem festgelegten Datum

zu kaufen (Call-Warrant) oder zu verkaufen (Put-Warrant).

Wichtige Eigenschaften von Warrants:

Eigenschaft

Eigenschaft

Beschreibung

Beschreibung

Eigenschaft

Hebelwirkung

Beschreibung

Mit geringem Kapitaleinsatz kann überproportional an der Kursentwicklung des Basiswerts partizipiert werden.

Eigenschaft

Freie Richtungswahl

Beschreibung

Je nach erwartetem Markttrend kann auf steigende Kurse (Call-Warrant) oder fallende Kurse (Put-Warrant) gesetzt werden.

Eigenschaft

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Beschreibung

Als Basiswerte kommen zum Beispiel Aktien, Indizes, Währungspaare, Zinsen oder Rohstoffe infrage.

Eigenschaft

Flexibler Handel

Beschreibung

Warrants sind börsentäglich handelbar und bieten hohe Liquidität.

Eigenschaft

Hedging

Beschreibung

Put-Warrants ermöglichen die Absicherung von Portfolios oder einzelnen Positionen gegen Kursverluste.

Eigenschaft

Volatilitätsfaktor

Beschreibung

Änderungen der impliziten Volatilität des Basiswerts wirken sich direkt auf den Wert eines Warrants aus.

Eigenschaft

Erhöhtes Risiko

Beschreibung

Der Hebel kann auch in die Gegenrichtung wirken, was zu einem erhöhten Verlustrisiko führt. Der maximale Verlust ist jedoch auf das investierte Kapital begrenzt.

Warrants im Überblick

Als einer der führenden Anbieter von Warrants bietet UBS KeyInvest Ihnen eine Vielzahl von Produkten auf verschiedene Anlageklassen und Basiswerte.

Ausstattungsmerkmale von Warrants

Merkmal

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Beschreibung

Beschreibung

Merkmal

Basiswert

Beschreibung

Der Basiswert (Underlying) ist der Bezugswert eines Warrants und beeinflusst massgeblich dessen Preisentwicklung. Beispiele für Basiswerte sind Aktien, Indizes, Währungspaare, Zinsen oder Rohstoffe.

Merkmal

Strike

Beschreibung

Der Strike (Ausübungspreis) ist der Preis, zu dem der Warrant-Inhaber den Basiswert kaufen oder verkaufen kann. Liegt der Basiswert über dem Strike, ist ein Call-Warrant im Geld (In-the-money) und ein Put-Warrant aus dem Geld (Out-of-the-money) – und umgekehrt. Entspricht der Basiswert dem Strike, sind Warrants am Geld (At-the-money).

Merkmal

Bezugsverhältnis

Beschreibung

Das Bezugsverhältnis (Conversion Ratio) gibt an, wie viele Warrants nötig sind, um eine Einheit des Basiswerts zu erwerben. Bei einem Verhältnis von 10:1 werden zum Beispiel 10 Warrants benötigt, um einen Basiswert zum Strike zu kaufen.

Merkmal

Verfall

Beschreibung

Warrants haben eine durch den Verfalltag (Expiration Day) begrenzte Laufzeit.

Merkmal

Ausübungsart

Beschreibung

Ein Warrant im European Style kann nur am Laufzeitende ausgeübt werden, während beim American Style die Ausübung jederzeit während der Laufzeit möglich ist.

Merkmal

Rückzahlung

Beschreibung

Bei Verfall erfolgt die Rückzahlung von Warrants per Barausgleich oder durch Lieferung des Basiswerts.

Preiskomponenten von Warrants – einfach erklärt

Der Preis eines Warrants setzt sich aus dem Zeitwert und dem inneren Wert zusammen.

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Call-Warrants für steigende Kurse

Chancen und Risiken eines Call-Warrants

Ausgangslage: Ein Anleger erwartet, dass die Aktie der Bull AG in den nächsten Monaten steigt. Er kauft 100 Call-Warrants zu je 8 CHF.

Gesamteinsatz: 800 CHF (ohne Gebühren)

Aktueller Kurs der Bull-Aktie: 100 CHF

Merkmale des Call-Warrants:

  • Basiswert: Aktie der Bull AG
  • Basispreis (Strike): 95 CHF
  • Verfall: in 6 Monaten
  • Bezugsverhältnis: 1:1
  • Preis Call-Warrant: 8 CHF (= 5 CHF innerer Wert + 3 CHF Zeitwert)

Gesamteinsatz: 800 CHF (100 Call-Warrants zu je 8 CHF; ohne Gebühren)

Beispielhafte Szenarien bei Verfall

Beispielhafte Szenarien bei Verfall

Szenario 1
Basiswert steigt

Szenario 1
Basiswert steigt

Szenario 2
Basiswert unverändert

Szenario 2
Basiswert unverändert

Szenario 3
Basiswert fällt

Szenario 3
Basiswert fällt

Beispielhafte Szenarien bei Verfall

Kurs der Bull-Aktie

Szenario 1
Basiswert steigt

110 CHF

Szenario 2
Basiswert unverändert

100 CHF

Szenario 3
Basiswert fällt

90 CHF

Beispielhafte Szenarien bei Verfall

Wert des Call-Warrants

Szenario 1
Basiswert steigt

15 CHF
(110 CHF - 95 CHF)

Szenario 2
Basiswert unverändert

5CHF
(100 CHF - 95 CHF)

Szenario 3
Basiswert fällt

0 CHF
(kein innerer Wert)

Beispielhafte Szenarien bei Verfall

+/- Call-Warrant

Szenario 1
Basiswert steigt

+87,50%

Szenario 2
Basiswert unverändert

-37,50%

Szenario 3
Basiswert fällt

-100%

Beispielhafte Szenarien bei Verfall

+/- Bull-Aktie

Szenario 1
Basiswert steigt

+10%

Szenario 2
Basiswert unverändert

+/- 0%

Szenario 3
Basiswert fällt

-10%

Ohne Berücksichtigung von Kosten und Gebühren

Folie 1-3

Das zeigt: Bei fallenden Kursen verlieren Call-Warrants überproportional. Im Worst Case (der Warrant ist bei Verfall aus dem Geld) tritt ein Totalverlust ein.

Put-Warrants für fallende Kurse

Chancen und Risiken eines Put-Warrants

Ausgangslage: Ein Anleger erwartet, dass die Aktie der Bear AG in den nächsten Monaten fällt. Er kauft 200 Put-Warrants zu je 6 CHF.

Aktueller Kurs der Bear-Aktie: 80 CHF

Merkmale des Put-Warrants:

  • Basiswert: Aktie der Bear AG
  • Basispreis (Strike): 84 CHF
  • Verfall: in 6 Monaten
  • Bezugsverhältnis: 1:1
  • Preis Call-Warrant: 6 CHF (= 4 CHF innerer Wert + 2 CHF Zeitwert)

Gesamteinsatz: 1200 CHF (200 Put-Warrants zu je 6 CHF; ohne Gebühren)

Beispielhafte Szenarien bei Verfall

Beispielhafte Szenarien bei Verfall

Scenario 1
Basiswert fällt

Scenario 1
Basiswert fällt

Szenario 2
Basiswert unverändert

Szenario 2
Basiswert unverändert

Szenario 3
Basiswert steigt

Szenario 3
Basiswert steigt

Beispielhafte Szenarien bei Verfall

Kurs der Bear-Aktie

Scenario 1
Basiswert fällt

72 CHF

Szenario 2
Basiswert unverändert

80 CHF

Szenario 3
Basiswert steigt

88 CHF

Beispielhafte Szenarien bei Verfall

Wert des Put-Warrants

Scenario 1
Basiswert fällt

12 CHF
(84 CHF - 72 CHF)

Szenario 2
Basiswert unverändert

4 CHF
(84 CHF - 80 CHF)

Szenario 3
Basiswert steigt

0 CHF
(kein innerer Wert)

Beispielhafte Szenarien bei Verfall

+/- Put-Warrant

Scenario 1
Basiswert fällt

+100%

Szenario 2
Basiswert unverändert

-33,3%

Szenario 3
Basiswert steigt

-100%

Beispielhafte Szenarien bei Verfall

+/- Bear-Aktie

Scenario 1
Basiswert fällt

+10%

Szenario 2
Basiswert unverändert

+/- 0%

Szenario 3
Basiswert steigt

-10%

Ohne Berücksichtigung von Kosten und Gebühren

Folie 1-3

Das zeigt: Bei Warrants – egal ob Call oder Put – gehen die überproportionalen Gewinnchancen immer mit entsprechend erhöhten Verlustrisiken einher.

Absicherung durch Warrants

Put-Warrants dienen nicht nur dem Trading, sondern auch zur Absicherung (Hedging) von Portfolios oder Einzelpositionen gegen Kursverluste.

  • Vergleich mit Versicherung: Der Kaufpreis der Put-Warrants entspricht einer Prämie, die bei Kursverlusten Schutz bietet. Bleiben Verluste aus, verfallen die Warrants zwar wertlos, aber der Anleger profitiert von steigenden Kursen.
  • Absicherungsumfang:
    • At-the-money: Strike entspricht dem aktuellen Kurs, teurer, aber umfassender Schutz.
    • Out-of-the-money: Strike liegt unter dem aktuellen Kurs, günstiger, greift erst bei grösseren Verlusten.

Der Preis eines Warrants ist immer in Bewegung

Der Preis eines Warrants ist keine konstante Grösse, sondern verändert sich während der Laufzeit. Während der innere Wert durch Kursbewegungen des Basiswerts beeinflusst wird, wirken auf den Zeitwert insbesondere zwei Einflussfaktoren ein:

Preiseinflussfaktoren im Überblick

Neben Restlaufzeit und impliziter Volatilität beeinflussen auch Zinsniveau und Dividendenerwartungen den Zeitwert von Warrants:

  • Zinsniveau: Steigende Zinsen erhöhen den Zeitwert von Call-Warrants und senken den von Put-Warrants – und umgekehrt.
  • Dividendenerwartungen: Steigende Dividendenerwartungen senken den Wert von Call-Warrants und erhöhen den von Put-Warrants. Bei sinkenden Dividendenerwartungen ist es umgekehrt.

Kursverluste können sich mit einem Put Warrant doppelt auszahlen

Ein starker Kursrückgang des Basiswerts erhöht meist die implizite Volatilität. Ein Put-Warrant profitiert doppelt: Sein innerer Wert steigt, und auch der Zeitwert nimmt zu.

Umgekehrt verliert ein Put-Warrant bei sinkender Volatilität, etwa bei stagnierenden oder leicht steigenden Kursen, sowohl an innerem Wert als auch an Zeitwert.

Warrants: Das sollten Sie noch wissen

Warrant ist nicht gleich Warrant. So kann die Rückzahlung entweder durch einen Barausgleich oder durch eine Lieferung des Basiswerts erfolgen. Bei der Ausübungsart ist wiederum zwischen einem amerikanischen und europäischen Optionstyp zu unterscheiden.

Vorteile und Nachteile von Warrants

Vorteile

  • Hohes Ertragspotenzial zum Kapitaleinsatz (Hebeleffekt)
  • Hohe Flexibilität
  • Gut zur Absicherung geeignet
  • Börsentäglich unter normalen Marktbedingungen handelbar

Nachteile

  • Hohe Verluste bei gegenläufiger Entwicklung des Basiswerts
  • Totalverlust bei Verfall möglich
  • Täglicher Zeitwertverlust
  • Regelmässige Überwachung notwendig
  • Emittentenrisiko

Häufige Fragen rund um Warrants

Fazit: Kleiner Einsatz, grosse Wirkung

Warrants sind klassische Hebelprodukte. Sie ermöglichen es Anlegern, schon mit wenig Geld auf steigende oder fallende Kurse zu setzen. Dadurch kann man mit einem kleinen Einsatz eine grosse Wirkung erzielen.

Warrants sind klassische Hebelprodukte. Sie ermöglichen es Anlegern, schon mit wenig Geld auf steigende oder fallende Kurse zu setzen. Dadurch kann man mit einem kleinen Einsatz eine grosse Wirkung erzielen.

Allerdings sind Warrants nicht für jeden geeignet. Man braucht ein gutes Verständnis der Märkte und sollte die Risiken genau kennen. Wer sich mit diesen Produkten gut auskennt, kann sie gezielt als taktisches Investment einsetzen.

Wissenswertes für Sie

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