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Eine Million Bauklötze und unzählige Buntstifte – das Chaos im Kinderzimmer wächst. Kinder haben selten Lust, Spielsachen auszumisten. Unsere Tipps erleichtern den Start und fördern nebenbei die Finanzkompetenz.

Stapeln sich in Ihrem Schlafzimmer Pullis in jeder erdenklichen Farbe und in der Küche wächst ein wilder Tupperware-Turm? Nicht ideal, um genau jetzt von Ihrem Kind zu verlangen, dass es sein Kinderzimmer ausmisten soll. Gehen Sie also mit gutem Beispiel voran oder – noch besser – machen Sie das Entrümpeln zum gemeinsamen Anlass, bei dem jedes Familienmitglied für sein Zimmer verantwortlich ist. So schaffen Sie selbst mehr Ordnung und Struktur, und Ihr Kind hat nicht das Gefühl, zum Ausmisten verdonnert zu sein. Stattdessen erlebt es sich als Teil einer sinnvollen Familienaktivität.
Kleine Kinder benötigen dabei noch mehr Hilfe: Sortieren Sie als erstes Übungsfeld gemeinsam Spielzeug aus. Ältere Kinder können schon mal allein vorsortieren und bei ihnen lohnt sich auch ein Blick in den Kleiderschrank.
Das Ausmisten des Kinderzimmers kann auch ein guter Aufhänger sein, um Konsumthemen anzusprechen und den Wert von Dingen sichtbar zu machen. Reflektieren Sie: «Wie kam dieses Spielzeug in deinen Besitz? Brauchst du es noch und wenn ja, wie oft? Würde sich jemand anderes darüber freuen?» So öffnen Sie auch das Gespräch dafür, was nun mit dem Gegenstand geschehen soll.
Am besten klappt das Aussortieren, wenn es zur Routine wird. Und wie bei allen Routinen sind regelmässige kleine Schritte hilfreicher als eine Grossaktion. Anstatt einmal im Jahr ein ganzes Wochenende lang alles auszumisten, nehmen Sie sich also lieber alle paar Wochen oder Monate je eine Kategorie vor: zum Beispiel jeweils zum Jahreszeitenwechsel.
Eine solche Regelmässigkeit trägt zum Verständnis Ihres Kindes für das Entrümpeln bei. Und so wird es nicht mit stundenlangem Ausmisten überfordert, sondern darf in kleineren Etappen seine Spielzeuge und seine Kleidung aussortieren.
Wenn es geschafft ist, können Sie den «Ausmist-Tag» gemeinsam abrunden, zum Beispiel mit einem Spieleabend oder dem Lieblingsessen Ihres Kindes. So bleibt die Routine in positiver Erinnerung.
Die 3-Kisten-Methode kann bei der Ausmist-Entscheidung helfen. Räumen Sie zunächst alles aus, was Sie aufräumen möchten. Dann gehen Sie die einzelnen Dinge mit Ihrem Kind durch:
Es ist alles geprüft und sortiert? Nun gilt es zu überlegen, was mit den Sachen aus der «Weitergeben»-Kiste geschehen soll. Besprechen Sie die unterschiedlichen Optionen mit Ihrem Kind:
Dinge zu tauschen oder zu verkaufen, ist ein tolles Lernfeld und stärkt die Finanzbildung Ihres Kindes.
Egal ob verschenken oder verkaufen: Beides hilft Kindern, zu verstehen, dass Dinge weiterhin einen Wert haben.
Falls es Gegenstände gibt, die Sie verkaufen möchten, rechnen Sie zusammen aus, was sie ungefähr gekostet haben und heute noch wert sind. Für Kinder ist das eine wertvolle Erfahrung: Sie lernen, warum es wichtig ist, Dingen Sorge zu tragen. Zudem ist dies ein direkter Einblick in die Funktion von Geld als Tauschmittel.
Besprechen Sie auch, was im Erfolgsfall mit dem Geld passieren soll: Kommt es in eine Familienkasse oder ins Kässeli des Kindes? Werden die Beträge bei gemeinsamen Spielsachen zwischen den Geschwistern aufgeteilt?
Wichtig: Nehmen Sie das Konzept von Eigentum ernst. Gehört ein Spielzeug dem Kind, sollte der Verkaufserlös auch an das Kind gehen. Können oder möchten Sie das Geld nicht eins zu eins ans Kind weitergeben, kommunizieren Sie klar, wie es dem Nachwuchs zugutekommt: beispielsweise durch neue Kleidung für das Kind.
Wenn Kinder etwas verkaufen, sollten sie den Erlös oder einen klaren Gegenwert erhalten – sonst geht der pädagogische Lerneffekt verloren.
Das gemeinsame Ausmisten ist eine gute Gelegenheit, das Konsumverhalten zu reflektieren. Besprechen Sie, wie viele Bauklötze, Puzzles und Finken man wirklich braucht und ob alles immer brandneu sein muss. Bieten Sie dann aber auch gute Alternativen an: Vieles lässt sich zeitweise ausleihen, beispielsweise aus dem Familien- oder Bekanntenkreis oder aus der Bibliothek respektive Ludothek. Schauen Sie auch, welche Dinge gut gebraucht gekauft werden können.
Das Entrümpeln bringt zudem mehr Leichtigkeit ins Kinderzimmer, denn: Kinder sind häufig überfordert, wenn sie zu viele Spielsachen zur Auswahl haben. Um die Fülle etwas zu reduzieren, können Sie eine «Eins rein, eins raus»-Regel einführen: Möchte Ihr Kind etwas Neues, muss es dafür etwas anderes aussortieren. Oder Sie räumen gewisse Spielsachen zeitweise weg, beispielsweise die Holzeisenbahn über den Sommer. So weiss Ihr Kind das Spielzeug umso mehr zu schätzen, wenn es wieder zurückkommt.
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