Die Checkliste für Bauherren 7 Fakten für Hausbau und Renovation

Tipps und Fakten der Eigenheimexperten von UBS zu Hausbau, Sanierung und Renovation.

von UBS Wissen 03. Aug 2018

Wer konkrete Vorstellungen hat, baut selber.

1. Welcher Planer soll es sein?

Wer für den Hausbau einen Architekten engagiert, hat vollen Gestaltungsfreiraum. Der Architekt ist Ausführender und Berater, der bei der Verwirklichung der eigenen Wohnträume hilft. Dafür muss der Bauherr als Auftraggeber jedoch Interesse aufbringen und über die nötige Zeit verfügen. Ist diese begrenzt, kann mit einem Generalunternehmer gebaut werden. Dieser übernimmt einen Teil des Risikos und der Aufgaben eines Bauherrn. Risikolos ist es dennoch nicht, da bei einem Konkurs des Generalunternehmens die Bauherrschaft für nicht bezahlte Rechnungen der Handwerker haftet. Hier liegt es am Bauherrn, sich vertraglich möglichst gut abzusichern.

2. Sind Sie belastbar?

Bauen bedeutet immer auch Überraschungen. Wenn der Baumeister versehentlich die Stütze am falschen Ort betoniert hat oder die Küche nicht lieferbar ist, braucht es Nerven. Die grösste Stolperfalle beim Bauen ist jedoch die Bauherrschaft selbst. Denn viele erkennen erst, wenn der Rohbau schon steht oder der Maler schon wieder weg ist, dass eine Wand an einem anderen Ort hätte stehen oder eine andere Farbe hätte haben sollen. Deshalb ist es ratsam, genügend Zeit für die laufende Kontrolle des Baufortschritts und finanzielle Reserven für Unvorhergesehenes einzuplanen.

3. Wie fertig sind Fertighäuser?

In der Schweiz bieten über 80 Unternehmen Fertighäuser an. Entsprechend unterschiedlich fällt die Antwort aus. Bei schlüsselfertigen Häusern sollte alles im Preis enthalten sein. Bei Bausatzhäusern dagegen liefert der Hersteller lediglich die Bauelemente. Beim Kauf eines Hauses im Bausatz ist demnach genau zu prüfen, was enthalten ist und was nicht. Selbst bei als schlüsselfertig angepriesenen Häuser kann es sein, dass zum Beispiel Bodenbeläge, Malerarbeiten oder Hausanschlüsse noch nicht im Preis inbegriffen sind.

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4. Wie lassen sich böse Überraschungen vermeiden?

Nicht nur beim Bauen, auch beim Kaufen kann es böse Überraschungen geben. Abgesehen davon, dass Nachteile bei der Besichtigung häufig übersehen werden, können auch Baumängel Ärger bereiten. Insbesondere beim Kauf eines älteren Hauses ist darum der Beizug einer Fachperson nicht nur ratsam sondern fast schon Pflicht. Aber auch bei einer neuen Eigentumswohnung läuft nicht immer alles wie geplant. Deshalb sollte man auch hier Verkäufer und Vertragsbedingungen immer unter die Lupe nehmen und bei der Besichtigung ganz genau hinsehen.

5. Wie nachhaltig muss es sein?

Nachhaltigkeit ist beim Bauen ein wichtiges Thema. Denn Gebäude und Infrastruktursysteme machen 40% des globalen Ressourcenverbrauchs aus. Doch wie nachhaltig soll es für Sie sein? Einen Teil der Antwort liefert der Gesetzgeber: Alle Kantone haben Energievorschriften erlassen. So sind heute zum Beispiel in einem Neubau Elektroboiler verboten. Das Feld möglicher Energiesparmassnahmen ist gross. Finanziell gilt, dass Energiesparmassnahmen zwar meist im Bau mehr kosten, im Betrieb jedoch günstiger sind.

6. Ist Minergie Pflicht?

Nein. Minergie ist ein freiwilliger Baustandard. Dieser setzt auf eine gut isolierte Gebäudehülle, auf erneuerbare Energie und automatische Belüftung. Damit lässt sich der Energiebedarf eines Gebäudes im Vergleich zu einem Standardbau um über die Hälfte reduzieren.

7. Lassen sich mit Renovationen Steuern sparen?

Käufer von älteren Liegenschaften müssen einerseits mehr Geld für Renovationen und den Unterhalt auf die Seite legen. Andererseits können Renovationen die Steuerlast senken. Das gleiche gilt für die Kosten der Instandstellung von neu erworbenen Liegenschaften und für Aufwendungen, die dem Energiesparen oder dem Umweltschutz dienen.