Tipps zum Hausbau Haus bauen mit dem richtigen Partner

Sie suchen einen Architekten oder Generalunternehmer, der Sie beim Hausbau unterstützt? Wir helfen Ihnen bei der Auswahl.

von Felix Hauser 07. Okt 2016

Wer sich den Traum vom Eigenheim erfüllen und ein Haus selber bauen will, steht vor vielen Entscheidungen. Eine sehr wichtige ist gleich zu Beginn des Bauprojekts zu treffen: Soll der Hausbau mit einem Architekten oder einem Generalunternehmer realisiert werden? Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

Bauen mit Generalunternehmer

Ein Generalunternehmer kümmert sich um alles: er plant, organisiert, beauftragt Handwerker und baut Ihr Haus von A bis Z. Wenn Sie selbst wenig Zeit haben und Ihr Eigenheim schlüsselfertig bauen lassen wollen, ist der Generalunternehmer die perfekte Wahl für Sie. Doch bedenken Sie, dass Ihnen dann nur wenig Spielraum zur individuellen Mitgestaltung bleibt.

Bauen mit Architekt

Sie wünschen sich mehr Gestaltungsfreiheit beim Hausbau? Dann sollten Sie mit einem Architekten zusammenarbeiten. Allerdings müssen Sie sich dann auch um mehr Kleinigkeiten und Details kümmern. Dazu gehört beispielsweise die direkte Bezahlung von Handwerksrechnungen.

Wählen Sie Ihren Partner mit Bedacht aus

Ob Architekt oder Generalunternehmer – die Auswahl des Partners muss gut durchdacht und mit grosser Sorgfalt getroffen werden. Werfen Sie am besten einen Blick ins Handelsregister und informieren Sie sich über Ihren zukünftigen Partner beim Betreibungsamt. Sie können sich auch Referenzen bei Bauherren einholen, die bereits mit dem entsprechenden Architekten oder Generalunternehmer zusammengearbeitet haben. Nur eine genaue Überprüfung der möglichen Partner kann verhindern, dass Sie beim Hausbau böse Überraschungen erleben.

Beachten Sie das Bauhandwerkerpfandrecht

Wenn Sie sich für die Zusammenarbeit mit einer Generalunternehmung entscheiden, sollte ein weiterer wichtiger Aspekt nicht ausser Acht gelassen werden: Kann oder will der Generalunternehmer die Rechnungen der beauftragten Handwerker wie Elektriker, Schreiner und Küchenbauer nicht zahlen, können diese innerhalb einer bestimmten Frist ein so genanntes Bauhandwerkpfandrecht geltend machen. Dieses wird im Grundbuch des Hauses vermerkt. Sind zum Ende des Hausbaus noch Rechnungen offen, die der Generalunternehmer aufgrund einer Zahlungsunfähigkeit nicht begleichen kann, müssen Sie als Bauherr im schlimmsten Fall doppelt zahlen: die Rechnung des Generalunternehmers sowie die Rechnungen der Handwerker.