Matthias Holzhey
CIO Real Estate Analyst

Entwicklung der Immobilienpreise in der Schweiz

Die Preise für Wohneigentum lagen im 2. Quartal 2026 um 3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Damit hat sich die Dynamik am Eigenheimmarkt leicht beschleunigt.

Auch auf dem Mietmarkt setzte sich der Aufwärtstrend fort: Die Angebotsmieten lagen im 2. Quartal 2026 2,4 Prozent über dem Vorjahreswert, während die Bestandsmieten im gleichen Zeitraum um 1,1 Prozent zunahmen.

 

UBS Swiss Real Estate Bubble Index im 2. Quartal 2026: moderat

Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index stieg im 2. Quartal 2026 von 0,62 auf 0,72 Indexpunkte. Seit Ende 2024 ist der Index damit ununterbrochen gestiegen. Das Risiko einer Immobilienblase wird jedoch unverändert als moderat eingestuft. Eine Preiskorrektur in den kommenden Quartalen ist derzeit wenig wahrscheinlich.


 

Was ist der UBS Real Estate Bubble Index und wie wird er berechnet?

Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index zeigt das Risiko einer allfälligen Immobilienblase – einer deutlichen Überbewertung von Immobilien sowie der Gefahr eines bevorstehenden Preisabfalls – auf dem Schweizer Immobilienmarkt. Bei der Berechnung des Bubble Index verwenden die UBS-Ökonominnen und -Ökonomen ein Modell mit verschiedenen Faktoren:

  • Preis-Miet- und Preis-Einkommens-Verhältnis (Fundament)
  • Reale Preisveränderungsrate über 3 und 10 Jahre (Dynamik)
  • Kostenvergleich Kauf-Miete (Kosten)
  • Hypothekarvolumen-zu-Einkommen und Reinzugang am Bestand (Umfeld).

In Abhängigkeit vom aktuellen Wert wird das Immobilienblasenrisiko in folgende vier Kategorien eingeteilt:

  • Akut (oberhalb 2)
  • Erhöht (zwischen 1 und 2)
  • Moderat (zwischen 0 und 1)
  • Gering (unterhalb 0)

Die Grafik zeigt das Risiko einer Immobilienblase in den letzten 40 Jahren. Im Jahr 2026 zeigt der Swiss Real Estate Bubble Index Werte zwischen 0 und 1 an, was der Einschätzung von "moderat" entspricht.

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Die Risikokarte zeigt, in welchen Gemeinden eine Überhitzung des Immobilienmarkts droht

Die Karte zeigt die Preisentwicklung der letzten fünf Jahre für alle 106 Wirtschaftsregionen der Schweiz sowie eine Indikation des regionalen Risikos anhand der Entwicklung des Preis-Einkommens- und Preis-Miet-Verhältnisses (Perspektive Fundament).

  • In den Tourismusregionen Graubündens bestehen mittlerweile fast flächendeckend hohe Ungleichgewichte. Dies ist auf den Zweitwohnungsboom bei gleichzeitig knappem Angebot zurückzuführen.
  • Im Vergleich der Grossstädte weist nur Zürich ein hohes und Lausanne ein erhöhtes Ungleichgewicht auf. In Basel, Bern und Genf hat die unterdurchschnittliche Preisentwicklung der letzten Jahre zu einer Entspannung beigetragen.
  • In der Westschweiz bestehen erhöhte Ungleichgewichte insbesondere entlang des Genfersees im Kanton Waadt.

 

Datenstand per 1. Quartal 2026

Regionale Ungleichgewichte

Die Immobilienpreise in unterschiedlichen Regionen in der Schweiz werden den Mietpreisen gegenübergestellt. So entsteht eine Karte, die aufzeigt, in welchen Regionen ein Risiko für eine Immobilienblase besteht.
Quelle: UBS. Ungleichgewichte: Sehr hoch: Veränderung des Preis-Einkommens- und Preis-Miet-Verhältnis grösser als bei 90 Prozent der Regionen. Hoch: Veränderung des Preis-Einkommens- und Preis-Miet-Verhältnis grösser als bei 75 Prozent der Regionen.

Wie ist die Prognose für die Entwicklung des Immobilienmarktes in der Schweiz?

Ausblick: Wir erwarten für die kommenden Quartale trotz eines kaum wachsenden Pro-Kopf-Einkommens eine robuste Nachfrage nach Wohneigentum. Für das Gesamtjahr 2026 rechnen wir mit einem nominalen Preiswachstum von 3,5 bis 4,0 Prozent. Die Eigenheimpreise dürften damit sowohl die Einkommens- als auch die Mietentwicklung übertreffen. Nicht in allen Regionen dürften Eigentümer aber gleich stark von Wertgewinnen profitieren.

 

Regionaler Preisausblick

Die besten Voraussetzungen für überdurchschnittliche Preisanstiege − gemessen am lokalen Nachfrageüberhang, dem Momentum und dem relativen Preisniveau auf dem Eigenheimmarkt − verzeichnen das Oberwallis, das Berner Oberland, Chur, Luzern und Schaffhausen. Unsere Analysen sprechen für eine unterdurchschnittliche Preisentwicklung am Genfersee, entlang des Jurabogens und in der Nordwestschweiz.

Karte der Regionen mit den höchsten und niedrigsten erwarteten zukünftigen Preisen.
Quelle: UBS. Regionen mit der höchsten bzw. tiefsten erwarteten künftigen Preisentwicklung.

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