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Start-up
Welche Voraussetzungen müssen bei einer Geschäftsidee erfüllt sein, um eine Finanzierung zu sichern? Lesen Sie zudem, welche rechtlichen Anforderungen bestehen, um Wachstum zu ermöglichen.
Viele angehende Unternehmerinnen und Unternehmer können nur mit ausreichend Kapital aus dem ersten Geistesblitz eine funktionierende Geschäftsidee machen. Dabei gibt es einiges zu beachten.
Steht die Geschäftsidee, aber das Geld fehlt, braucht es das notwendige Startkapital, damit aus dem Wunsch Realität wird. Zunächst sollten Eigenmittel genutzt werden wie beispielsweise:
Viele Gründerinnen und Gründer leihen sich auch Geld von Familie oder Freunden. Darüber hinaus gibt es Business Angels, staatliche Fördergelder, Mittel aus Technologiefonds oder Crowdfunding-Plattformen. Auch eine Gründungsfinanzierung mittels Vorsorgekapital ist denkbar, sollte aber laut Jolanda Schwager Büchel, Marktgebietsleiterin für Firmenkunden von UBS, mit Bedacht eingesetzt werden: «Ich empfehle, das Vorsorgekapital erst dann als Gründungsfinanzierung heranzuziehen, wenn andere Varianten der privaten Finanzierung nicht möglich sind. Dann gilt es, zuerst zu klären, welchen Teilbetrag des aktuellen Vorsorgekapitals man entbehren kann. Ebenso wichtig ist die separate Kompensation der entstandenen Vorsorgelücke.»
Sollte eine solche Vorsorgelücke entstehen, kann diese durch die 3. Säule geschlossen werden. Idealerweise sollte aber sofort wieder in diese investiert werden, sobald Geld in die Firma fliesst. Eine Lücke kann aber auch über eine Erwerbsausfallversicherung und eine Todesfall-Risikoabsicherung geschlossen werden. Ebenso können Unfall- und Krankenversicherung das Vorsorgevermögen wieder aufstocken. Häufig wird diesen Aspekten laut Büchel zu wenig Gewicht eingeräumt. Aber auch diese Kosten sollten in einem guten Businessplan einkalkuliert werden.
Möchten Gründerinnen und Gründer Kredite einer Bank in Anspruch nehmen, braucht es in jedem Fall einen detaillierten Businessplan. UBS bietet allen Start-ups die Möglichkeit, ihren Businessplan online zu erstellen. Das dort abrufbare Muster kann interaktiv gestaltet werden.
Jungunternehmerinnen und -unternehmer erhalten bei UBS Zugang zu vielen attraktiven Vorteilen, wie beispielsweise Entscheidungshilfen bei der Wahl der richtigen Rechtsform. Die Firmenkundenberaterinnen- und berater stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Schwager Büchel führt weiter aus, welche Grundlagen für die Kreditvergabe an Start-ups üblicherweise notwendig sind: «Im Idealfall haben die Gründerinnen und Gründer bereits aktiv laufende Aufträge, doch in der Praxis sieht das anders aus. Ich empfehle, das Marktpotenzial im Voraus abzuklären. Man muss keine Kunden und Verträge haben, sollte aber ausgelotet haben, ob Marktpotenzial vorhanden ist.»
Gründerinnen und Gründer sollten sich immer rechtlich absichern, wenn sie ihre Geschäftsidee erfolgreich finanzieren möchten. Die wichtigste Grundlage dafür ist die Wahl der passenden Gesellschaftsform. Die gängigsten Formen sind dabei:
Gut zu wissen: In der Schweiz sind über 50 Prozent der Firmengründungen Einzelfirmen, die das Risiko der persönlichen Haftung auf sich nehmen. Bei einer AG oder GmbH beschränkt sich die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen. Deshalb verlangt UBS als Bank bei Startfinanzierungen häufig noch eine persönliche Bürgschaft, mit der die Gründerinnen und Gründer in das Risiko eingebunden werden.
Im nächsten Schritt sollten Start-ups prüfen, ob alle steuerlichen und regulatorischen Grundlagen eingehalten werden. Hierzu gehören die Vermeidung von verstecktem Eigenkapital, das durch die Fremdfinanzierung nahestehender Personen oder Gesellschaften entsteht, sowie die Einhaltung der Mindestzinssätze. Wird Kapital von der Öffentlichkeit aufgenommen, müssen regulatorische Vorgaben der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) eingehalten werden.
Ein guter Businessplan ist die Grundlage für die zukunfts- und gewinnorientierte Ausrichtung eines Start-ups. Auch Kreditinstitute und Banken verlangen einen solchen Plan, um das Risiko des Investments einschätzen zu können. Der klassische Businessplan teilt sich in zwei Bereiche auf: den qualitativen Teil und den quantitativen Teil.
Hier wird das Geschäftsmodell festgehalten und in seiner Machbarkeit begründet. Dies erfolgt durch die Marktanalyse, die Erarbeitung des USPs (Unique Selling Proposition) sowie die Vertriebs- und Marketingstrategie.
Er umfasst einen Liquiditätsplan, der Eigen- sowie Fremdkapital miteinbezieht. Ein detaillierter Finanzplan beschreibt Umsatzprognosen und zeigt auf, wann mit einer Rentabilität des Unternehmens zu rechnen ist. Auch eine Risikoanalyse mit verschiedenen Szenarien ist Teil des Plans.
Jolanda Schwager Büchel erklärt, welche Fehler besonders häufig bei der Aufstellung des Finanzplans gemacht werden: «Viele Gründerinnen und Gründer sind am Anfang zu optimistisch, wenn sie ihren Liquiditätsplan aufsetzen. Dabei ist hier die möglichst realitätsnahe Einschätzung für Banken und Kreditunternehmen entscheidend – vor allem, wenn Unternehmen in Vorleistung gehen müssen oder von Grosszahlungen abhängig sind.»
Schritt für Schritt zur erfolgreichen Finanzierung der Geschäftsidee

Neben dem Einsatz von Eigen- oder Fremdkapital können Start-ups bereits bei der Nutzung von Technologien und Tools die Grundlage für den Unternehmenserfolg schaffen. Denn besonders Programme, die wichtig für digitale Prozesse sind, können einen grossen Teil des Einkommens verschlingen. Daher ist es umso wichtiger, alle Ausgaben zu prüfen, die zu Beginn, aber auch bei einem angepeilten Unternehmenswachstum zum Einsatz kommen. Dazu gehören unter anderem:
Auch die Wahl des Büros kann ein entscheidender Kostenfaktor sein. So sollten Gründerinnen und Gründer hinterfragen, ob sie überhaupt ein Büro benötigen und in welchem Umfang dieses notwendig ist.
Nach der Gründung sollten alle Ressourcen ständig hinterfragt werden, da sich die Anforderungen stetig verändern. Gründerinnen und Gründer sollten sich nicht an alte Prozesse klammern, sondern ihre Abläufe immer wieder auf Effizienz prüfen, um ihre Geschäftsidee auch weiterhin finanzieren zu können.
Auch Marketing und Vertrieb sind wichtige Hebel, um die eigene Geschäftsidee in die Welt zu tragen. Beide sind Teil des Businessplans und vereinen sich zu einer ersten Go-to-Market-Strategie. Bei der Frage nach der Finanzierung – beispielsweise durch einen Kredit – prüfen die Verantwortlichen auch anhand der Marketing- und Vertriebsstrategie, ob ein Unternehmen Erfolg versprechend ist. So prüfen sie beispielsweise die Analyse der Zielgruppe, die Positionierung des Produktes im Markt und die Online-Strategie des Start-ups.
Gründerinnen und Gründer können sich hier – wie in jedem anderen Bereich der Gründung – fachliche Unterstützung suchen. Diese kann in Form einer externen Beratung erfolgen, die nur bei Bedarf beigezogen wird. Schulungen und Weiterbildungen sorgen dafür, dass die Gründerinnen und Gründer selbst das notwendige Know-how aufbauen.
Mit der Zeit können dann Fachleute an Bord geholt werden, wie Marketing- oder Vertriebsspezialisten, die als Angestellte diese Bereiche verantworten. Hier kommt es jedoch immer auf den richtigen Zeitpunkt an – so braucht es zwar oft Expertenwissen, die finanziellen Ressourcen erlauben jedoch noch keine Festanstellung. Hier kann der Austausch in einem Gründungsnetzwerk helfen, um wichtige Erfahrungen und Unterstützung zu sammeln.
Mit der Entstehung der Geschäftsidee sollten Gründerinnen und Gründer auch bedenken, welches Wachstum sie in den nächsten Jahren anstreben. Dabei werden im Businessplan klar definierte Meilensteine aufgelistet, die dann in der Realität mit Massnahmen zum Erreichen der Ziele versehen werden. Besonders zu Beginn eines Start-ups sollten alle Wachstumsfaktoren regelmässig überwacht werden, um Ressourcen und Kapazitäten rechtzeitig einzuplanen.
Neben einem Bankkredit oder einem Leasing stellt UBS ihre Netzwerke zur Verfügung. Über die mit dem Swiss Economic Forum (SEF) gegründete Wachstumsinitiative SEF4KMU wurden bislang 56 Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Franken Wachstumskapital finanziert. Darüber hinaus führt der UBS Private Investor Circle Unternehmen und Investoren zusammen. Das hat bereits zu Investitionen von über 120 Millionen Franken geführt.
Der regelmässige persönliche Austausch schafft dabei Vertrauen zwischen Investoren und Gründerinnen und Gründern. Darüber hinaus braucht es die Jahresrechnung. Jungen Unternehmern empfehle ich, auch eine Quartals- oder sogar Monatsrechnung zu erstellen – nicht zuletzt auch als regelmässige Standortbestimmung.
Viele Geschäftsideen lassen sich nur mit ausreichend Kapital finanzieren. Damit das gelingt, gibt es zahlreiche Möglichkeiten.
Ausserdem sollten junge oder bestehende Unternehmen, die eine neue Geschäftsidee finanzieren möchten, auch stets die eigenen Ressourcen schonend einsetzen und das Marketing sowie den Vertrieb gezielt aufbauen. So lässt sich das Wachstum des Unternehmens lang- und kurzfristig finanzieren.
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