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Strategische Vermögensplanung
Wie Sie Ihr Vermögen gezielt und rechtssicher an die nächste Generation weitergeben – mit Planung, Weitsicht und klarer Kommunikation.

Die Vermögensweitergabe gehört zu den wichtigsten und sensibelsten finanziellen Entscheidungen. Sie betrifft nicht nur rechtliche und strukturelle Fragen, sondern auch Beziehungen, Erwartungen und familiäre Werte. Wer Konflikte vermeiden möchte, braucht frühzeitig einen klaren Plan sowie ein gemeinsames Verständnis von Zielen und Rollen. Eine gut vorbereitete Weitergabe verbindet finanzielle Klarheit, rechtliche Sicherheit und offene Kommunikation – die Basis für Stabilität und nachhaltigen Vermögensschutz.
Zum Familienvermögen können unterschiedliche Werte gehören, die jeweils spezifische Auswirkungen auf die Nachlassregelung, die steuerliche Behandlung und die langfristige Planung haben. Besonders häufig sind Immobilien, Wertschriften, Unternehmensanteile, liquide Mittel oder Sammlungen. Jede dieser Kategorien hat eigene Charakteristika, die bei einer Vermögensweitergabe international oder national berücksichtigt werden müssen. Gleichzeitig unterscheiden sie sich stark darin, wie einfach sie aufgebaut und über Generationen weitergegeben werden können.
Immobilien zählen zu den klassischen Bestandteilen des Familienvermögens und spielen in der Vermögensweitergabe eine zentrale Rolle. Sie bieten Stabilität, potenzielle Wertsteigerung und Erträge. Gleichzeitig sind sie oft emotional behaftet. Bei einer Übertragung – sei es durch Schenkung, Erbvorbezug oder im Todesfall – sind daher verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: der aktuelle Verkehrswert, mögliche Steuerfolgen, der Unterhaltsbedarf sowie die Frage, wie die Immobilie in die Nachfolgeplanung eingebettet wird. Ebenso wichtig ist eine transparente Bewertung, damit alle Beteiligten die gleichen Erwartungen haben und die künftigen Eigentümer rechtzeitig einbezogen werden.
Wertschriften wie Aktien, Fonds oder Obligationen lassen sich meist unkomplizierter weitergeben und gehören zu den Vermögensarten, die sich am einfachsten und flexibelsten aufbauen lassen. Durch regelmässiges Sparen oder systematische Anlagepläne können sie über Jahre hinweg effizient wachsen. Gleichzeitig spielt die Frage der Steueroptimierung – insbesondere bei einer später anfallenden Erbschafts- oder Schenkungssteuer – eine zentrale Rolle. Ebenso entscheidend ist die zukünftige Anlagestrategie der Erben: Soll das Vermögen langfristig angelegt, diversifiziert oder teilweise liquidiert werden?
Unternehmensanteile sind besonders komplex. Bei der Unternehmensnachfolge müssen Governance, Stimmrechte, Managementstrukturen, Liquidität und die langfristige Zukunft des Unternehmens kritisch hinterfragt werden. Zudem ist hier die Generationenplanung von grosser Bedeutung: Wer soll das Unternehmen übernehmen? Und wie werden die Rollen der übrigen Familienmitglieder geregelt?
Liquidität schafft Flexibilität. Gerade in mehrstufigen Übergaben zu Lebzeiten oder zur Deckung von Steuern, Ausgleichszahlungen oder Unterhaltskosten kann genügend Liquidität entscheidend sein. Sie ermöglicht, dass Vermögenswerte wie Immobilien oder Beteiligungen nicht übereilt verkauft werden müssen. Zudem zählt liquides Vermögen zu den am schnellsten und einfachsten aufzubauenden Vermögenskategorien – ob durch Sparpläne, Vorsorgeinstrumente oder regelmässige Einkommensreserven.
Sachwerte – etwa Kunst, Schmuck oder Sammlungen – erfordern eine professionelle Bewertung, gerade wenn sie emotionalen und finanziellen Wert vereinen. Sie können die Nachlassregelung erheblich erschweren, wenn die Erwartungen der Erben auseinandergehen oder eine gerechte Aufteilung schwierig ist.
Je vielfältiger das Vermögen, desto wichtiger ist ein systematisches Vorgehen im Legal Planning, in der steuerlichen Strukturierung und der Nachfolgeplanung. Eine sorgfältig abgestimmte Generationenplanung unterstützt Familien dabei, Vermögenswerte so aufzuteilen, dass sie langfristig erhalten bleiben und für mehrere Generationen wirken können. Gleichzeitig bildet eine solide finanzielle Vorsorge das Fundament dafür, dass sowohl die abgebende als auch die empfangende Generation abgesichert ist.
Die Vermögensweitergabe kann auf verschiedenen Wegen erfolgen und jede Option bringt unterschiedliche steuerliche, rechtliche und familiäre Konsequenzen mit sich. Grundlage bildet eine ganzheitliche Vermögensplanung, wie sie der Ansatz UBS Wealth Way vorsieht. Dabei wird das Gesamtvermögen den Strategien Liquidität, Langlebigkeit und Weitergabe zugeordnet. Erst wenn die finanziellen Mittel für den aktuellen Lebensstandard (Liquidität) und für die langfristige Vorsorge und Sicherheit (Langlebigkeit) gewährleistet sind, können überschüssige Vermögenswerte gezielt für die Weitergabe eingesetzt werden.
Abbildung 1: Die Vermögensstrategie «Liquidität. Langlebigkeit. Weitergabe.»

UBS Wealth Way ist mehr als nur eine Momentaufnahme. Vielmehr ermöglicht dieser Ansatz die langfristige Entwicklung und Planung Ihres Vermögens. So können Sie gelassen in die Zukunft blicken und auf Veränderungen flexibel reagieren.
Im Kern stehen zwei grundlegende Entscheidungen:
Eine Übertragung zu Lebzeiten – etwa durch Schenkungen, Erbvorbezüge oder gestaffelte Übergaben – bietet zahlreiche Vorteile. Sie schafft Transparenz, ermöglicht klare Absprachen und erlaubt es, steuerliche Optimierungspotenziale frühzeitig zu nutzen. Zudem lassen sich bei komplexen Vermögenswerten wie Immobilien, Unternehmensanteilen oder umfangreichen Depots organisatorische Fragen rechtzeitig regeln.
Ein Vorteil der Übergabe zu Lebzeiten liegt in der Flexibilität: Vermögenswerte können in Etappen übertragen werden, sodass sowohl steuerliche Aspekte als auch die finanzielle Situation der nächsten Generation berücksichtigt werden können. Besonders bei Immobilien oder Beteiligungen hilft diese Staffelung, Liquidität zu sichern und abrupte Belastungen zu vermeiden.
Erfolgt die Vermögensübertragung erst im Todesfall, greifen zunächst die gesetzlichen Regelungen. Mit einem Testament oder einem Erbvertrag lässt sich der Nachlass jedoch gezielt gestalten. Ein Testament bietet individuelle Flexibilität und kann jederzeit angepasst werden, während ein Erbvertrag einvernehmliche und rechtlich verbindliche Vereinbarungen schafft. In der UBS-Beratung dauert ein vollständiger Nachlassplan meist zwischen 6 und 18 Monaten. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die sowohl den gesetzlichen Rahmenbedingungen entspricht als auch familiäre Bedürfnisse und langfristige Vermögensziele berücksichtigt.
Für grössere Vermögen oder internationale Familienstrukturen können Stiftungen und Trusts zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Sie ermöglichen:
Trust-Strukturen spielen insbesondere in der internationalen Vermögensübertragung eine wichtige Rolle, da sie helfen, Vermögen über mehrere Generationen hinweg einheitlich zu steuern und zu schützen.
Unabhängig vom gewählten Weg ist eine professionelle Vorbereitung entscheidend. Dazu gehören:
So wird sichergestellt, dass die Übergabe rechtssicher, steuerlich effizient und im Einklang mit den gewünschten Vermögenszielen erfolgt und die Basis für die anschliessende Nachfolgeplanung geschaffen wird.
Abbildung 2: Weitergabearten auf einen Blick

Eine frühzeitige und vorausschauende Nachfolgeplanung ist entscheidend für eine reibungslose Vermögensweitergabe. Sie umfasst weit mehr als juristische Dokumente: Rollen, Erwartungen und familiäre Ziele müssen offen besprochen werden, damit später keine Konflikte entstehen. Besonders hilfreich ist es, die nächste Generation früh einzubeziehen – sei es bei ersten Anlageentscheiden, Immobilienfragen oder unternehmerischen Aufgaben. So entstehen ein gemeinsamer Werterahmen und ein Verständnis für Verantwortung, das die langfristige Stabilität des Familienvermögens stärkt.
Abbildung 3: Überlegungen der Eltern für die Weitergabe

Die steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen bestimmen, wie effizient Vermögen übertragen werden kann – und sie unterscheiden sich je nach Kanton und bei internationalen Bezügen teils erheblich. Wichtig ist deshalb eine sorgfältige Planung, die sowohl Steuern als auch Pflichtteile, Güterrecht und die formelle Gestaltung von Testament oder Erbvertrag berücksichtigt. Gerade bei Immobilien, Wertschriften oder Unternehmensanteilen können falsche Entscheidungen langfristige finanzielle Folgen haben. Professionelle Beratung hilft, Risiken zu minimieren und sicherzustellen, dass das Vermögen rechtssicher und im Sinne der Familie weitergegeben wird.

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Eine gut vorbereitete Vermögensweitergabe ist ein strategischer Prozess, der finanzielle, rechtliche und familiäre Aspekte verbindet. Wer frühzeitig beginnt, schafft die Grundlage für Klarheit, vermeidet Konflikte und legt die Basis für langfristigen Vermögensschutz. Dazu gehört auch, die nächste Generation schrittweise einzubeziehen. Welche Form der Übertragung geeignet ist – ob Erbschaft, Schenkung, Übergabe zu Lebzeiten oder die Nutzung von Stiftungen und Trusts –, ergibt sich aus der individuellen Situation. Wer diesen Prozess bewusst angeht und sich professionell begleiten lässt, sorgt dafür, dass das Vermögen nicht nur übertragen, sondern auch erhalten und sinnvoll weitergeführt wird – heute, für die nächste Generation und darüber hinaus.
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