Die Geschichte der Schweizer Banknoten

1911 erreichte Roald Amundsen als erster Forscher überhaupt den Südpol. Im selben Jahr erhielt Marie Curie den Nobelpreis für Chemie und wurde damit die erste Frau mit einem zweiten Nobelpreis.

Auch «Mutter Helvetia» schrieb 1911 ein Erfolgskapitel: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) brachte nach den sogenannten Interimsnoten die erste «richtige» Banknotenserie heraus. Ferdinand Hodler gehörte zu den Banknoten gestaltenden Künstlern. Inzwischen sind rund 90 Prozent der weltweiten Banknoten «schweizerisch». Denn Schweizer Unternehmen sind teilweise stark in die Banknotenproduktion involviert – sei es in der Farbherstellung, dem Druck oder der Produktion des Papiers.

Am 30. April 2021 wurde die achte Schweizer Banknotenserie von der SNB zurückgerufen. Seit 2016 ist die neunte Serie im Umlauf, während die zehnte voraussichtlich in den frühen 2030er-Jahren folgen wird. Serie 10 «Die Schweiz und ihre Höhenlagen» soll das hierzulande vielfältige Leben spiegeln, das sich auf den unterschiedlichen Höhenlagen abspielt. Doch alles der Reihe nach.

Wissenswertes

Mehr als 300 Gestalterinnen und Gestalter nahmen 2024 an der Ausschreibung teil, davon schafften es zwölf Teams respektive Personen in den finalen Gestaltungswettbewerb. Wer von ihnen die Banknotenserie 10 designt, wird sich ab Juli 2025 zeigen. Mittels Onlineumfrage haben auch Sie dann die Möglichkeit, die Gestaltungsvorschläge zu beurteilen.

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Die Nennwerte und Motive der Schweizer Banknoten

Aktuell bezahlen wir, vorausgesetzt es handelt sich um Bargeld, mit Scheinen der Serie 9. Diese wurde zwischen 2016 sowie 2019 gestaffelt herausgegeben. Der Grund für die neue Banknotenserie war oder besser gesagt ist: die Aufrechterhaltung höchster Sicherheitsstandards und damit verbunden bestmögliche Fälschungssicherheit.

Neu war nicht nur die Serie als solche, sondern auch das Gestaltungskonzept der 10er-, 20er-, 50er-, 100er-, 200er- und 1000er-Note. Weg von Persönlichkeiten und hin zur Vielseitigkeit der Schweiz, so repräsentiert jeder Schein das Land auf eine andere Art und Weise.

Die Serien 6 und 8 gelten zwar nicht mehr als offizielles Zahlungsmittel, doch können Sie die Scheine der SNB jederzeit zurückgeben und zum jeweiligen Nennwert umtauschen. Für den Fall, dass Sie noch Scheine aus älteren Serien besitzen, haben Sie vielleicht die Möglichkeit, einen Sammler oder eine Sammlerin dafür zu gewinnen. 

Welchen Wert die verschiedenen älteren Scheine haben, kann man nicht pauschal sagen. Was wir aber sagen können: Der Blick zurück in die Geschichte der Schweizer Banknoten lohnt sich. Während die Banknotenserien 1 bis 8 für die einen Nostalgie versprechen, bedeuten sie für andere grosse Aha-Effekte.

Eighth series, 10-franc note
Quelle: SNB

Die Zukunft von Bargeld in der Schweiz

Wie oft bezahlen Sie mit Bargeld und wie häufig nutzen Sie Ihre Debit-, Kredit- oder Prepaidkarte? Wer behauptet, dass heute nur noch mit Karte bezahlt wird, übersieht, dass Bargeld trotz rückläufiger Nutzung nach wie vor eine zentrale Rolle spielt. In den letzten 40 Jahren war die Bargeldmenge im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt so hoch wie nie.

Warum bleibt Bargeld so beliebt? Es bietet einzigartige Vorteile: Anonymität, Unabhängigkeit von Infrastruktur und Sicherheit. Zudem sind die Zahlungsmethoden tief in unserer Kultur verankert. Kurzum: Bargeld ist und bleibt ein wichtiges Element einer funktionierenden Volkswirtschaft.

Dennoch gewinnen elektronische Zahlungsmittel und digitale Währungen zunehmend an Bedeutung und werden voraussichtlich bald einen noch grösseren Anteil im Zahlungsverkehr ausmachen. Bei digitalen Währungen stellt sich nicht mehr die Frage, ob, sondern wann sie flächendeckend genutzt werden

Mobile Bezahlmöglichkeiten

Nutzen Sie TWINT, Apple Pay, Google Pay oder Samsung Pay und bezahlen Sie kontaktlos mit Ihrem Smartphone oder Ihrer Smartwatch.

Fazit: Bargeld bleibt unverzichtbar

Die Geschichte der Schweizer Banknoten ist spannend – und ein anhaltender Erfolg. Auch wenn elektronische Zahlungsmittel sowie digitale Währungen immer stärker eingesetzt werden, ist und bleibt Bargeld ein wichtiger Schlüssel zur funktionierenden Volkswirtschaft. Aktuell bezahlen Sie und ich, wenn mit Bargeld, mit Banknoten der Serie 9. Die nächste Banknotenserie ist in Entwicklung und kommt in den 2030er-Jahren in Umlauf. Banknoten aus früheren Serien können Sie bei der Schweizerischen Nationalbank zum jeweiligen Nennwert umtauschen.  

Wissenswertes für Sie

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