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Erneuerbare Energie: Nachhaltige Chancen
Klimaschutz und Energiesicherheit: Anleger können von Investitionen in erneuerbare Energien profitieren
An der Weltklimakonferenz (COP 21) in Paris hat sich die Staatengemeinschaft 2015 auf ein völkerrechtlich bindendes Ziel geeinigt: Bis zum Ende des Jahrhunderts soll die Erderwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter auf deutlich unter 2 Grad Celsius begrenzt werden. Parallel dazu gilt die Vorgabe, den Temperaturanstieg möglichst unter 1,5 Grad Celsius zu halten. Auf dem Weg dorthin spielt die Reduzierung der Treibhausgasemissionen eine zentrale Rolle.
Die Gewinnung von Wärme und Strom durch fossile Brennstoffe gilt als einer der grössten Verursacher von Treibhausgasen. Um hier eine echte Wende zu schaffen, ist neben einem effizienteren Energieverbrauch vor allem der verstärkte Einsatz von erneuerbaren Energieträgern nötig.
Ende 2024 waren laut Zahlen der International Renewable Energy Agency (IRENA) weltweit erneuerbare Energieträger mit einer Leistungskapazität von 4,4 Terrawatt (TW) installiert. Damit lag der Anteil der „Erneuerbaren“ an der Gesamtkapazität der globalen Elektrizitätserzeugung bei 46,2 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 betrug diese Quote rund ein Fünftel.
Die Internationale Energieagentur (IEA) ordnet dem Bereich «Saubere Energie» die Herstellung von Green-Energy-Technologien, den Aufbau der entsprechenden Stromproduktion, inklusive Batteriespeicher, sowie den Handel mit Elektrofahrzeugen und Wärmepumpen zu. 2023 haben diese drei Segmente rund 320 Milliarden US-Dollar zur weltweiten Wirtschaftsleistung beigesteuert. Ein Zehntel des globalen Wachstums kam aus diesem Themenfeld.
36,2 Millionen Menschen waren 2023 in diesem aufstrebenden Wirtschaftszweig beschäftigt. Zum Vergleich: Im Bereich der fossilen Energieträger gab es 32,1 Millionen Arbeitsplätze.
Renewable Energy ist längst konkurrenzfähig. 91 Prozent der 2024 in Betrieb genommenen Grosskraftwerke für erneuerbare Energie lieferten laut einer Untersuchung von IRENA Strom zu geringeren Gestehungskosten als die billigsten, neu installierten und mit fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerke. Mit Hilfe von Wind-, Sonnen- und Wasserkraftwerken können Länder, die lange Zeit auf die Lieferung fossiler Energieträger angewiesen waren, eine unabhängige Versorgung aufbauen.
Entwicklung der Stromerzeugungskosten nach Energieträger
Nivellierte Kosten der Elektrizitätsgewinnung (in USD je kWh)
Erneuerbare Energietechnologien | Erneuerbare Energietechnologien | 2010 | 2010 | 2024 | 2024 | Veränderung | Veränderung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Erneuerbare Energietechnologien | Wasserkraft | 2010 | 0,044 | 2024 | 0,057 | Veränderung | +30% |
Erneuerbare Energietechnologien | Solarenergie | 2010 | 0,417 | 2024 | 0,043 | Veränderung | -90% |
Erneuerbare Energietechnologien | Onshore-Windkraft | 2010 | 0,113 | 2024 | 0,034 | Veränderung | -70% |
Erneuerbare Energietechnologien | Offshore-Windkraft | 2010 | 0,208 | 2024 | 0,079 | Veränderung | -62% |
Erneuerbare Energietechnologien | Biomasse | 2010 | 0,086 | 2024 | 0,087 | Veränderung | +1% |
Erneuerbare Energietechnologien | Geothermie | 2010 | 0,055 | 2024 | 0,060 | Veränderung | +9% |
Trotz des schnellen Ausbaus erneuerbarer Energien ist ein höheres Tempo nötig, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Laut IRENA müssen die Kapazitäten bis 2030 auf über 11 TW steigen – etwa 2,5-mal so viel wie 2024.
Investoren können in Einzelwerte wie Windturbinenhersteller, Ökostromversorger oder PV-Spezialisten investieren. Alternativ lässt sich Kapital in Green Bonds anlegen, die etwa Windparks finanzieren.
Neben aktiv verwalteten Fonds greifen auch ETFs und Strukturierte Produkte diesen Megatrend auf. Ein Beispiel ist der Solactive Renewable Energy Index, der über 40 internationale Unternehmen aus den Bereichen Windenergie, Solarenergie, Erneuerbare-Energie-Technik und grüne Versorger umfasst.
Die Schweiz nutzt dank ihrer Berge und Flüsse vor allem Wasserkraft, die rund 60 Prozent des Stroms liefert. Neue erneuerbare Energien, besonders PV-Anlagen, gewinnen an Bedeutung. Eine Symbiose zeigt sich in den Walliser Bergen: 2019 ging eine schwimmende PV-Anlage auf 1810 Metern Höhe in Betrieb. Hochalpine Anlagen erzeugen auch im Winter viel Strom.
Um die Schweiz auf den Wandel der Energiemärkte vorzubereiten, hat der Bundesrat die Energiestrategie 2050 entwickelt. Dadurch wurde ein rechtlicher Rahmen für den Ausbau und die Förderung der erneuerbaren Energieträger geschaffen.
Der Bund hat im Rahmen der Energiestrategie 2050 zwei Nationale Forschungsprogramme (NFP) lanciert. Aus einer Vielzahl von Studien resultierten Lösungsansätze und Empfehlungen, wie die Schweiz bei der Transformation der Energieversorgung vorgehen könnte.
Die globale Energiewende treibt Klima- und Umweltschutz voran und stärkt die Energieunabhängigkeit. Für Anleger bietet dieser Megatrend zahlreiche Chancen, von Einzelaktien über Fonds bis zu ETFs und Zertifikaten. Nachhaltiges Investieren lohnt sich – wirtschaftlich und ökologisch!
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