Das Wichtigste in Kürze

Dividenden sind für viele Anlegerinnen und Anleger eine attraktive Ergänzung zu möglichen Kursgewinnen.

  • Aktiengesellschaften schütten meist einen Teil ihres Gewinns in Form von Dividenden an die Aktionärinnen und Aktionäre aus.
  • Die Höhe der Dividende lässt nur eingeschränkt Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Lage und Zukunft des Unternehmens zu.
  • Wer erhaltene Dividenden erneut investiert, nutzt den Zinseszinseffekt und steigert so die Ertragschancen über die Jahre.
  • Ein grundlegendes Verständnis der Dividendenausschüttung hilft, Renditechancen gezielt und nachhaltig zu nutzen.

Was ist eine Dividende?

Kaufen Sie eine Aktie, werden Sie Miteigentümerin oder Miteigentümer des Unternehmens und haben Anspruch auf einen Teil des Gewinns. Erzielt die Firma am Jahresende einen Überschuss, kann sie diesen entweder reinvestieren oder teilweise als Dividende auszahlen – jährlich, halbjährlich oder quartalsweise.

Dividenden werden pro Aktie ausbezahlt und variieren je nach Unternehmenserfolg. Je mehr Aktien Sie besitzen, desto höher ist Ihr Anteil an der Ausschüttung.

Welche Dividendenarten gibt es?

  • Bardividende: Die meisten börsenkotierten Firmen schütten ihre Dividende in Form von Bargeld aus. In Zahlen ausgedrückt: 2025 betrugen die Barausschüttungen der Unternehmen des Swiss Performance Index (SPI) rund 62 Milliarden Schweizer Franken.
  • Aktiendividenden: Aktiendividenden, auch Stockdividenden genannt, bezeichnen die Ausschüttung in Form von zusätzlichen Aktien.
  • Sachdividenden: Bei einer Sachdividende, auch Naturaldividende genannt, erfolgt die Ausschüttung in Form von Sachwerten, zum Beispiel Autos, oder vom Unternehmen hergestellten Produkten, wie Schokolade.

In welchen Fällen schütten Unternehmen Dividenden aus?

Über 80 Prozent der an der SIX Swiss Exchange gelisteten Unternehmen schütten regelmässig Dividenden aus, statt den gesamten Gewinn zu reinvestieren. In der Regel steigen die Dividenden mit dem Jahresgewinn. Manche Firmen zahlen jedoch auch bei geringen Gewinnen aus – meist aus Rücklagen oder um Stabilität zu signalisieren. Sinkende oder ausbleibende Dividenden gelten oft als Warnsignal und können Kursverluste auslösen.

Ein Blick auf die Dividendenpolitik vergangener Jahre und den freien Cashflow gibt Hinweise auf künftige Ausschüttungen. Keine Dividenden zahlen typischerweise Wachstumsfirmen, die ihre Gewinne reinvestieren, oder Unternehmen in finanziell schwierigen Zeiten.

Wann werden Dividenden ausbezahlt?

Britische und US-Unternehmen zahlen Dividenden je nach Politik vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich, während in Deutschland, Österreich und der Schweiz meist jährlich ausgeschüttet wird. Nach dem Geschäftsjahresabschluss schlägt der Vorstand die Dividende vor, die an der Generalversammlung beschlossen wird. Um sie zu erhalten, muss man am Ex-Datum, kurz nach der Versammlung, die Aktie besitzen.

Generalversammlungen finden in der Regel zwischen Februar und Juli statt, mit dem Höhepunkt der Dividendensaison im April in der Schweiz.

Wie sehen die steuerlichen Aspekte bei Dividenden aus?

Auch Dividenden sind grundsätzlich steuerpflichtig, da sie als Einkommen gelten. Steuerfreie Dividenden entstehen jedoch, wenn eine Aktiengesellschaft Auszahlungen aus ihren Kapitaleinlagereserven (KER) vornimmt. Diese Reserven stammen aus Kapitalerhöhungen, bei denen Aktionärinnen und Aktionäre mehr als den Nennwert bezahlt haben. Da es sich dabei um Rückzahlungen an Eigentümerinnen oder Eigentümer handelt, sind sie in der Schweiz seit der Steuerreform 2008 von der Einkommens- und Verrechnungssteuer befreit.

Was sagt die Dividende über das Unternehmen aus?

Unternehmen mit stabilen Dividenden gelten dank ihres meist risikoarmen Geschäftsmodells als sicherer Hafen – besonders in volatilen Marktphasen. Langfristig erzielen sie oft höhere Renditen bei geringeren Risiken (Volatilität) als der Gesamtmarkt. Wachstumsfirmen ohne Dividende, etwa Alphabet, Meta oder Tesla, können jedoch ebenfalls attraktiv sein: Sie investieren ihre Gewinne in weiteres Wachstum und überzeugen durch Innovationskraft und Zukunftspotenzial.

Dividenden aus Unternehmenserfolg sind passives Einkommen für Anlegerinnen und Anleger.

Welche Rückschlüsse erlaubt die Höhe der Dividende?

Eine attraktive Dividende kann für Aktionärinnen und Aktionäre erfreulich sein – doch sie sollte immer im richtigen Kontext betrachtet werden. Denn eine hohe Dividendenrendite entsteht nicht nur durch gute Geschäftsergebnisse, sondern manchmal auch durch einen gefallenen Aktienkurs oder überhöhte Ausschüttungen.

Wer die Dividendenchancen eines Unternehmens realistisch einschätzen möchte, sollte wichtige Kennzahlen wie Eigenkapitalrendite, freien Cashflow, Bilanzqualität, Managementstabilität und Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells prüfen.

Da dies für private Anlegerinnen und Anleger oft komplex ist, lohnt sich professionelle Unterstützung – etwa durch die Expertinnen und Experten von UBS.

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Wie wird die Dividendenrendite berechnet?

Die Dividendenrendite zeigt, wie viel Prozent des Aktienkurses als Dividende ausgeschüttet werden. Sie berechnet sich aus der Dividende pro Aktie geteilt durch den Aktienkurs.

Beispiel: Notiert eine Aktie bei 100 Franken und zahlt 3 Franken Dividende, beträgt die Dividendenrendite 3 Prozent.

Eine höhere Rendite bedeutet in der Regel eine attraktivere Ausschüttung für Anlegerinnen und Anleger.

Was gefährdet Dividendenzahlungen?

Abgesehen von einer Krisensituation in einem einzelnen Unternehmen kann ein globaler Konjunktureinbruch zu Gewinnrückgängen – und in der Folge zu Dividendeneinbussen – führen. Bei grösseren wirtschaftlichen Verwerfungen kommt es auch vor, dass die staatlichen Finanzbehörden manchen Unternehmen zur Aussetzung von Dividendenzahlungen raten oder sie gar dazu verpflichten.

Was sind die Vor- und Nachteile von Dividendentiteln?

Dividendentitel bieten den Vorteil eines regelmässigen Einkommens, das unabhängig vom Kursverlauf anfällt. Sie wirken in Baisse-Phasen stabilisierend und stammen meist von finanziell soliden Unternehmen.

Nachteilig ist jedoch, dass Kürzungen oder Aussetzungen der Dividende oft als schlechtes Signal gewertet werden und Kursverluste sowie Einkommenseinbussen nach sich ziehen können.

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Wie funktioniert der Kauf von Dividendentiteln?

Wer in Aktien oder andere Wertschriften investieren will, entscheidet zuerst, ob er oder sie das selbständig tut oder an eine Bank übertragen möchte. Wer es eigenständig macht, eröffnet ein Wertschriftendepot.

Dividendentitel gibt es als Einzelaktien oder als Fonds (z.B. ETFs), die auf dividendenstarke Unternehmen ausgerichtet sind und so Risiken breiter streuen.

Beim Kauf von Dividendentiteln sollten Sie besonders auf folgende Punkte achten:

  • Nachhaltige Dividendenausschüttungen in den Vorjahren
  • Überdurchschnittliches Dividendenwachstum
  • Attraktives Renditeniveau
  • Hohe Unternehmensqualität

Aktien, die diese Kriterien erfüllen, sind als hochwertige Dividendentitel oder «Dividendenperlen» bekannt: In der Schweiz gehören dazu Nestlé, Novartis, Roche und viele weitere im Swiss Market Index (SMI) enthaltene Titel.

Wie sollen Dividenden am besten verwendet werden?

Bei einer auf Rendite fokussierten Anlagestrategie werden Dividenden in der Regel wieder investiert in Aktien, die ebenfalls Dividenden abwerfen. Reinvestieren Anlegerinnen und Anleger ihre Dividendentitel konsequent, können sie ihre Rendite über eine längere Dauer vervielfachen. Denn bei dieser Art von Reinvestition steigt die Rendite exponentiell – Grund dafür ist der Zinseszinseffekt.

Die nachstehende Grafik veranschaulicht, wie sich die Reinvestition von Ausschüttungen auf den S&P 500 Index des US-Aktienmarktes ausgewirkt hätte. Die Rendite wird dabei mit und ohne Wiederanlage von Ausschüttungen verglichen. Schlussfolgerung: Durch den Zinseszins lässt sich eine bessere Wertentwicklung erzielen.

Bessere Wertentwicklung durch Zinseszinseffekt

Nach Abschluss der «Dividendensaison» ist ein sogenanntes «Rebalancing» sinnvoll. Dabei prüfen Sie, wie Sie die ausbezahlten Dividenden am besten investieren, sodass die Anteile der verschiedenen Anlageklassen wieder der Strategie entsprechen. So sind die Chancen am grössten, dass Ihr Vermögen diversifiziert angelegt ist und sich langfristig risikooptimiert vermehrt.

Fazit: Dividenden als stabile Ertragsquelle

Unternehmen beteiligen ihre Aktionärinnen und Aktionäre am Erfolg und bieten mit der Dividende interessante Perspektiven für regelmässige Erträge.

  • Die Gewinnausschüttung erfolgt in der Regel einmal jährlich – abhängig vom Unternehmensgewinn und vom Beschluss der Generalversammlung.
  • Besonders interessant sind sogenannte Dividendentitel, meist von etablierten und finanziell soliden Unternehmen.
  • Sie bieten nicht nur potenzielle Wertsteigerung, sondern auch eine laufende Einkommensquelle.

Eine fundierte Anlageberatung hilft Ihnen dabei, Ihre Anlagestrategie gezielt auf Ihre persönlichen finanziellen Ziele abzustimmen. Die Expertinnen und Experten von UBS stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Wissenswertes für Sie

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