Gilles Rouvinez
Segment Manager Personal Banking

Das Wichtigste in Kürze

Anlegerinnen und Anleger haben immer mehr Möglichkeiten, ihre Investments zwischen unterschiedlichen Anlageformen aufzuteilen.

  • Traditionelle Anlageformen – wie zum Beispiel Aktien, ETFs und Obligationen — bilden die Grundlage vieler Portfolios.
  • Alternative Investments, etwa Hedgefonds, Rohstoffe und Immobilien, bieten unter anderem Diversifikationsvorteile.
  • Eine Anlagestrategie vereint meist mehrere Formen und richtet sich nach Ihren Bedürfnissen.

Sparkonto: niedriges Risiko, niedrige Rendite

Das Sparkonto ist wohl die gängigste Art des Sparens. In Ergänzung zu einem Privatkonto ist es dazu da, einen gewissen Betrag auf die Seite zu legen – beispielsweise für den Notgroschen, eine Reise oder mittelfristige Sparziele. Personen ab 20 Jahren können ein Sparkonto für Erwachsene eröffnen. Jugendliche ab 12 Jahren haben die Möglichkeit, ein Jugendsparkonto zu eröffnen. Grundsätzlich sind Kontoeröffnung und Kontoführung kostenlos. In speziellen Fällen können Kontosaldierungen Kosten für Kunden verursachen. Das UBS Sparkonto lässt sich sowohl in Schweizer Franken als auch in Euro besparen.

Das Sparkonto eignet sich für Personen, die risikoarm und unkompliziert sparen möchten. Dabei sind die Zinsen des Sparkontos überwiegend variabel und vergleichsweise niedrig. Zudem ist Ihr Vermögen auf dem Sparkonto nicht gegen den Wertverlust durch die Inflation geschützt und nicht ad hoc abrufbar. Möchten Sie Geld davon beziehen, sollten Sie dieses immer auf das Privatkonto übertragen.

Anleihen zur Portfoliostabilisierung

Anleihen, auch Obligationen oder Bonds genannt, können zur Stabilisierung eines Portfolios dienen, da sie geringeren Kursschwankungen als Aktien ausgesetzt sind. Die Anleihe ermöglicht es Staaten, Kantonen oder Unternehmen, sich Geld am Kapitalmarkt zu borgen. Die Bedingungen, wie die Höhe der Rückzahlung und oftmals auch die Höhe des Zinssatzes, werden zu Laufzeitbeginn festgelegt. Da es sich bei den Obligationen um eine Schuldverschreibung und nicht um Firmenanteile handelt, haben Sie kein Stimmrecht an der Generalversammlung.

Anleihen sind als Beimischung Ihres Aktienportfolios für Anlegerinnen und Anleger geeignet, die zu einem geringen Risiko bereit sind. Historisch betrachtet, konnten Obligationen in den letzten 20 Jahren beinahe immer dazu beitragen, die Anlagen zu stabilisieren, wenn die im Portfolio enthaltenen Aktien um 15 Prozent oder mehr an Wert verloren. Zu den Vorteilen gehören regelmässige Zinszahlungen. Dabei sind die Renditen vergleichsweise niedrig.

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Diversifiziert anlegen mit ETFs

Ein ETF – kurz für Exchange-Traded Fund – ist ein Anlagefonds, der an der Börse gehandelt wird und einen Börsenindex, wie beispielsweise den SMI oder den DAX, abbildet. Wie bei allen Fonds kaufen Anlegerinnen und Anleger Anteile an verschiedenen Wertpapieren. Bei ETFs partizipieren sie automatisch an der Kursentwicklung aller Aktien, die in dem jeweiligen Index enthalten sind. Jeder ETF oder Fonds enthält Wertschriften aus unterschiedlichen Branchen oder Themenbereichen. Diese breite Diversifikation sorgt für eine grössere Risikostreuung als bei Investitionen in einzelne Titel.

Die klassischen Investmentfonds werden im Gegensatz zu ETFs in der Regel aktiv gemanagt und versuchen, durch den Kauf und den Verkauf einzelner Titel eine höhere Rendite als ihr Vergleichsindex zu erzielen. Da ETFs meist passiv verwaltet werden, sind die Kosten niedriger, weil weniger Verwaltung nötig ist. Dafür können Sie nicht vom Fachwissen professioneller Fondsmanager profitieren.

ETFs eignen sich für Anlegerinnen und Anleger, die langfristig anlegen möchten und mit kurzfristigen Wertschwankungen umgehen können. Ausserdem können sie bereits eine kleine Sparrate (50 bis 100 Franken monatlich) in ETFs investieren.

Aktien: hohe Schwankungen, hohe Rendite

Aktien sind Wertpapiere, mit denen Sie Anteile an einem Unternehmen erwerben. Kaufen Sie solche Titel, haben Sie als Aktionärin oder Aktionär sowohl das Stimmrecht an der Generalversammlung des jeweiligen Unternehmens (falls es sich um eine Stammaktie handelt) als auch ein Recht auf eine Gewinnbeteiligung. In diesem Fall profitieren Sie von den Dividenden, die sich nach der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und dessen Ausschüttungspolitik richten.

Aktien werden in der Regel an der Börse gehandelt. Steigt die Nachfrage, steigt auch der Preis der Aktie. Dadurch unterliegt diese Anlageform Kursschwankungen. Ausschlaggebend für den Kursverlauf sind zusätzlich äussere Einflüsse, wie beispielsweise die geopolitische Lage, die sich nicht von den Anlegerinnen und Anlegern beeinflussen lassen.

Der Aktienhandel verlangt ein grundlegendes Verständnis politischer und wirtschaftlicher Zusammenhänge und einen wachen Blick auf den Markt. Weniger aufwendig zu verwalten, sind die Anteile, die sie gebündelt in Form von Fonds oder ETFs erwerben. Denn so können Kursverluste einzelner Aktien durch die Gewinne anderer ausgeglichen und das Verlustrisiko gesenkt werden.

Die Entwicklung von Aktien ist nicht vorhersehbar.

Aktien sind für Menschen geeignet, die mittel- und langfristig von höheren Gewinnen profitieren möchten und dafür auch ein gewisses Risiko eingehen.

Alternative Investments zur Ergänzung des Portfolios

Neben den klassischen Anlageformen gibt es zahlreiche alternative Möglichkeiten, die ein Portfolio diversifizieren und höhere Renditen abwerfen können. Viele von ihnen sind unabhängig vom Börsenhandel und bedürfen eines tiefgreifenden Anlagewissens.

Hedgefonds: Strategien für jede Marktlage

Hedgefonds sind Investmentfonds, die mit verschiedenen Anlagestrategien versuchen, unabhängig von der Marktentwicklung eine möglichst hohe Rendite zu erzielen. Sie investieren oft in unterschiedliche Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Währungen oder Rohstoffe und nutzen dabei auch komplexe Techniken wie Leerverkäufe oder den Einsatz von Fremdkapital. Hedgefonds sind meist weniger reguliert als klassische Fonds und richten sich in der Regel an erfahrene, vermögende Anlegerinnen und Anleger, die bereit sind, höhere Risiken einzugehen.

Private Equity: Investitionen in nicht börsennotierte Unternehmen

Nachdem Private Equity (privates Beteiligungskapital) lange Zeit institutionellen Anlegerinnen und Anlegern vorbehalten war, können nun auch Privatpersonen im begrenzten Rahmen in aufstrebende Unternehmen investieren. Mit Private Equity haben Sie die Chance, sich an Unternehmen zu beteiligen, die noch nicht an der Börse gelistet sind, jedoch eine positive Entwicklung erwarten lassen. Mit Ihrem Investment geben Sie diesen Firmen die Möglichkeit, weiterzuwachsen, und können später – etwa bei einem Verkauf, einem Börsengang (IPO) oder einer Fusion, von einer Rendite profitieren.

Um Gewinne zu realisieren, müssen Sie Ihr Vermögen meist über einen langen Zeitraum von mehreren Jahren investieren. Fehlen Ihnen die Mittel zu einer solchen Beteiligung, können Sie Ihr Geld auch in einem Private Equity Fund anlegen, der in mehrere aufstrebende Unternehmen investiert.

Immobilien: Sachwerte mit hoher Stabilität

Anlagen in Immobilien gelten als Wertanlage und bieten ein hohes Mass an Inflationsschutz sowie Renditechancen durch Mieteinnahmen und Wertsteigerungen. Verfügen Sie über genügend Kapital, können Sie durch eine Direktinvestition Immobilien als Renditeobjekte erwerben und diese vermieten. Hierfür ist ein hoher Kapitaleinsatz erforderlich und das Risiko erhöht sich, wenn Sie diesen auf ein Investment konzentrieren.

Alternativ können Sie in Immobilienfonds oder ETFs einzahlen. Eine besondere Form der Investition in Immobilien sind REITs. Ein Real Estate Investment Trust ist ein Unternehmen, das renditebringende Immobilien oder damit verbundene Vermögenswerte besitzt und in der Regel betreibt.

Rohstoffe

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Fazit: Der Mix aus verschiedenen Anlageformen ist entscheidend

Der Finanzmarkt bietet zahlreiche klassische Anlageformen, und auch die alternativen Investment-Möglichkeiten werden immer vielfältiger.

  • Der Mix aus verschiedenen Anlageformen ist entscheidend.
  • Möchten Sie Kapital anlegen, sollten Sie eine Strategie mit einem Zeithorizont, Ihren Zielen und Ihrer Risikobereitschaft festlegen.
  • Basierend darauf lässt sich durch einen guten Mix eine angemessene Diversifikation erreichen.

Achten Sie auch darauf, dass Ihr Portfolio Anlageformen beinhaltet, die nicht von denselben Faktoren abhängig sind, um Ihre Chancen auf Rendite zu erhöhen.

Wissenswertes für Sie

Disclaimer

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Strukturierte Derivate stellen keine Beteiligungen an kollektiven Kapitalanlagen dar und bedürfen daher keiner Bewilligung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA). Der spezifische Anlegerschutz nach dem Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) steht den Anlegern daher nicht zu. Strukturierte Produkte sind komplex und mit einem hohen Risiko behaftet. Die Werthaltigkeit der Anlageinstrumente hängt nicht nur von der Entwicklung des Wertes des Basiswertes ab, sondern auch von der Bonität des Emittenten (Kreditrisiko), die sich über die Laufzeit des Produkts verändern kann. In Bezug auf Wertpapiere, Währungen, Finanzinstrumente oder andere Vermögenswerte, die einer Transaktion zugrunde liegen, und auf die sich dieses Material bezieht, können die Werte sowohl fallen als auch steigen und die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Hinweis auf die zukünftige Wertentwicklung. Vor Abschluss einer Transaktion sollten Sie sich mit Ihren eigenen Rechts-, Aufsichts-, Steuer-, Finanz- und Rechnungslegungsberatern beraten, soweit Sie es für notwendig halten, und Ihre eigenen Anlage-, Absicherungs- und Handelsentscheidungen (einschliesslich Entscheidungen über die Eignung dieser Transaktion) nach Ihrem eigenen Ermessen und der Beratung durch die Berater treffen, die Sie für notwendig halten. Sofern nicht ausdrücklich schriftlich anders vereinbart, tritt UBS nicht als Finanzberater oder Treuhänder bei einer Transaktion auf.

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