Das Wichtigste in Kürze:

  • Energieeffizienz ist kein Luxus, sondern eine Investition in die Zukunft und die Wettbewerbsfähigkeit.
  • KMU können ihre Energieeffizienz steigern – etwa durch alternative Fahrzeuge, optimierte Prozesse oder digitale Abläufe, auch ohne eigenen Fuhrpark.
  • EnergieSchweiz, PEIK oder kantonale Initiativen unterstützen KMU finanziell bei Effizienzmassnahmen.

UBS und EnAW: gemeinsam für mehr Effizienz

Die EnAW (Energie-Agentur der Wirtschaft) begleitet Schweizer Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzmassnahmen. Im Rahmen des sogenannten «Energie-Check-ups» unterstützen die einhundert regionalen Beraterinnen und Berater mit individuellen Lösungen, um die Energie- und Ressourceneffizienz zu steigern, den CO2-Fussabdruck zu verringern und letzten Endes auch die Kosten zu senken.

Die Partnerschaft von UBS und EnAW hilft den KMU langfristig, ihr Energiesparpotenzial auszuschöpfen, die CO2-Emissionen zu reduzieren und dabei kosteneffizienter zu werden.

Um die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel lösen zu können, sind Transparenz, Innovation, das gesellschaftliche Umdenken sowie die gegenseitige Unterstützung bei der Transformation essenziell. Wenn es um Nachhaltigkeit geht, sind wir nur gemeinsam richtig stark.

Nicolas Steiner, C&RE Communication & Engagement

Energie-Check-up: So funktioniert er

Voraussetzung für die Unterstützung durch die Energieagentur der Wirtschaft ist eine EnAW-Mitgliedschaft. Nach der Anmeldung bekommt das Unternehmen einen erfahrenen Ingenieur bzw. eine erfahrene Ingenieurin aus dem EnAW-Expertenpool an die Seite gestellt, die den Energie-Check-up durchführt und die Transformation begleitet.

Als Erstes findet eine Betriebsbegehung statt, um den energetischen Ist-Zustand des Unternehmens zu ermitteln. Hierbei werden alle Energiedaten erfasst, die für die Ermittlung und Beurteilung von Reduktionspotenzialen erforderlich sind. Auf dieser Basis erhält das Unternehmen eine auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Liste möglicher Massnahmen und Empfehlungen, um den CO2-Ausstoss zu reduzieren und die Energieeffizienz zu steigern. 

Dabei wird zwischen wirtschaftlichen und nicht wirtschaftlichen Massnahmen unterschieden. Zu den «wirtschaftlichen» Massnahmen zählen solche, bei denen sich Investitionen im Prozess- und Produktionsbereich innerhalb von maximal vier Jahren und im Gebäudebereich in der Haustechnik und der Infrastruktur innerhalb von maximal acht Jahren amortisieren. Massnahmen, deren Wirtschaftlichkeit sich erst nach längeren Zeiträumen auszahlt und die somit als «nicht wirtschaftlich» gelten, können über Förderprogramme umgesetzt werden. 

Im nächsten Schritt wird eine Zielvereinbarung formuliert, die festlegt, wie die Firma ihre Ziele erreichen möchte. Ein jährliches Monitoring zeigt, ob das Unternehmen durch die Umsetzung der Energiesparmassnahmen im Plan liegt. Hat es die vereinbarten Ziele erreicht, erfolgt die Auszeichnung mit dem EnAW-Label.

Finanzielle Unterstützung durch UBS nutzen

Unternehmen, die mithilfe einer EnAW-Mitgliedschaft und ihres Energie-Check-ups Ressourcen und Kosten sparen möchten, werden von der UBS dabei unterstützt. Sie übernimmt einmalig 50 Prozent des ersten Jahresbeitrags oder umgerechnet bis zu CHF 4000.

Wir haben die Zusammenarbeit mit EnAW vor über zehn Jahren ins Leben gerufen, mit dem Ziel, KMU-Kundinnen und -Kunden bei ihrer Nachhaltigkeitstransformation zu unterstützen. Mithilfe dieser Partnerschaft sollen sie ihr Energiesparpotenzial ausschöpfen, die CO2-Emissionen reduzieren und dabei kosteneffizienter werden können.

Nicolas Steiner, C&RE Communication & Engagement

Darüber hinaus unterstützt UBS Unternehmen jeder Grösse bei energieeffizienten Investitionen, um den CO2-Ausstoss und den Energieverbrauch zu reduzieren. Weiter bietet sie nachhaltige Leasinglösungen an, um Fuhrparks umweltfreundlicher zu gestalten. Ausserdem können Unternehmen das Online-Tool esg2go nutzen. Damit lässt sich in wenigen Schritten ein automatisierter Nachhaltigkeitsbericht erstellen.

Energieeffizienz als Erfolgsstrategie

Für die Umsetzung der Schweizer Energiewende spielen die Unternehmen eine entscheidende Rolle. Das gilt in zunehmendem Masse auch für KMU. Eine effiziente Ressourcennutzung lohnt sich für Unternehmen schon allein deswegen, weil dadurch die stetig steigenden Preise für Strom, Gas und Benzin weniger ins Gewicht fallen. Wenn die Energieausgaben sinken, können die freigewordenen finanziellen Mittel in kurz- und langfristige Nachhaltigkeitsmassnahmen investiert werden. Zum Beispiel in das Abfallmanagement, die betriebliche Mobilität oder in die Digitalisierung.

Neue Chancen durch bewussten Materialeinsatz

Ein geringerer und bewusster Materialeinsatz schont die Betriebsmittel und macht Unternehmen weniger anfällig für die Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten. Der Einsatz innovativer Technologien und Prozessoptimierungen rationalisiert die Arbeitsabläufe und erhöht die Produktivität. Doch nicht nur das: Das Bemühen um mehr Nachhaltigkeit wird immer mehr zu einem Wettbewerbsvorteil, denn sowohl Verbraucherinnen als auch Geschäftskunden oder Lieferanten erwarten von Unternehmen ein umweltbewusstes und sozial verträgliches Handeln. Wer dieses Potenzial erkennt und passende Produkte oder Dienstleistungen anbieten kann, dem eröffnen sich neue Marktchancen und Zielgruppen.

Vertrauen durch Umweltbewusstsein

Ein positives Umweltimage hat viele Vorteile: Kundinnen und Kunden vertrauen dem Unternehmen eher und bleiben ihm länger treu. Für die derzeitigen und zukünftigen Mitarbeitenden erhöht es die Attraktivität als Arbeitgeber. Eine nachhaltige Unternehmensführung ermöglicht es einem Betrieb nicht nur, seinenökologischen Fussabdruck zu reduzieren, sondern sich auch langfristig als erfolgreicher und verantwortungsvoller Akteur in der Gesellschaft zu etablieren.

Beratungs- und Energieförderprogramme für Schweizer KMU

KMU haben zwar einen massgeblichen Anteil an der Schweizer Wirtschaft, ähnlich gross ist allerdings auch ihr Nachholbedarf beim Thema Nachhaltigkeit.

Damit KMU die passenden Massnahmen für sich identifizieren und dann auch umsetzen können, gibt es zahlreiche Beratungs- und Förderprogramme des Bundes, der Gemeinden und der Kantone sowie einzelner Branchenverbände. Neben den bereits erwähnten Angeboten der EnAw oder dem Online-Tool esg2go gibt es einen Nachhaltigkeitsleitfaden für KMU des Schweizerischen Instituts für KMU und Unternehmertum der Universität St. Gallen oder die Toolbox Agenda 2030 des Bundes. Mithilfe des CO2-Rechners der Mobiliar können KMU ihre Emissionen berechnen und erfahren, wie sich diese senken lassen.   

KMU, die gezielt in erneuerbare Energien investieren möchten, können staatliche Förderprogramme in Anspruch nehmen. Informationen zu Subventionen und steuerlichen Vergünstigungen gibt es unter anderem bei Energie Schweiz, dem Programm des Bundesrates, mit dem Massnahmen für mehr Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energien unterstützt werden. Auf der Energiefranken-Seite sind Förderprogramme nach Kantonen geordnet, etwa wenn es um die Unterstützung für energieeffizientere Gebäude oder Fahrzeuge geht. Informationen zur Unterstützung nachhaltiger Entwicklung durch den Bund finden sich auf der Website Agenda 2030.

Ihre Ziele im Fokus

Gemeinsam setzen wir Ihre Ziele in konkrete Erfolge um. Mit unserem Netzwerk und unserem Fachwissen eröffnen wir neue Impulse für Ihr Wachstum.

Lassen Sie uns Ihre Ideen in die Tat umsetzen.

Praktische Tipps für den Alltag im Unternehmen

Es gibt viele Massnahmen, als kleines und mittleres Unternehmen ökologisch nachhaltiger zu werden. Entscheidend ist, dass diese Praktiken Teil der betrieblichen Abläufe werden. In der Regel verbessert sich dadurch auch die Effizienz der bisherigen Arbeitsprozesse.

Langfristige Nachhaltigkeit im Blick

Nachhaltiges Wirtschaften darf nicht als einmaliges Projekt betrachtet werden. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, der in feste Abläufe, Monitoring-Strukturen und Verbesserungszyklen eingebettet werden muss. Ein solches Vorgehen beginnt mit einer Analyse des Ist-Zustands – etwa über eine Energieberatung wie das Programm PEIK der Schweiz, mit dem Betriebe 10 bis 15 Prozent der Energiekosten sparen können. Laut EnergieSchweiz liegt das Einsparpotenzial in Unternehmen je nach Branche gar bei 20 bis 40 Prozent. Danach folgt die Umsetzung geeigneter Massnahmen und anschliessend ein wiederkehrender Prüf- und Optimierungszyklus, um Effizienzpotenziale dauerhaft auszuschöpfen.

Um langfristig erfolgreich zu sein, muss Nachhaltigkeit ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie sein: Ein geringerer Energie- und Ressourcenverbrauch ermöglicht eine bessere Kostenkontrolle, der Einsatz neuer Technologien und Prozesse fördert Innovation, und das Thema CSR (Corporate Social Responsibility) wird durch nachhaltig orientiertes Handeln verankert.

Darüber hinaus stärkt eine nachhaltige Ausrichtung die Finanzierungsmöglichkeiten. Immer mehr Investoren und Finanzinstitute verlangen Nachweise über Umwelt- und Sozialleistungen. KMU mit klaren Nachhaltigkeits- und Energieeffizienzzielen verbessern somit ihre Wettbewerbsfähigkeit und Bonität. Durch diese strategische Tiefe wird Energieeffizienz nicht nur zur Kosten- und Emissionsreduktion, sondern zu einem Erfolgsfaktor, der langfristig die Resilienz, die Innovationskraft und die Attraktivität für Kapitalgeber sichert.

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