Das Wichtigste in Kürze

Sie möchten Ihre Immobilie verschönern oder kleinere Mängel im Rahmen einer Renovation beheben?

  • Schaffen Sie Rückstellungen von 1 bis 1,5 Prozent des Gebäudeversicherungswerts und damit finanzielle Sicherheit.
  • Bei überschaubarem Renovationsbedarf reichen oft gezielte Einzelmassnahmen, umfassende Renovationen werden bei grösseren Mängeln notwendig.
  • Denken Sie an eine Budgetreserve – unerwartete Kosten können immer auftreten.

Wann ist es sinnvoll, das Haus zu renovieren?

Der Werterhalt und die langfristige Nutzung einer Immobilie setzen regelmässige Renovationen voraus. Im Schweizer Kontext umfasst der Begriff «Renovation» sowohl kleinere Verschönerungen als auch umfassende Massnahmen zur Instandhaltung, Modernisierung und Werterhaltung. Gerade bei älteren Liegenschaften wird dies besonders relevant: Mehr als 50 Prozent der Schweizer Wohnhäuser sind über 50 Jahre alt und entsprechen häufig nicht mehr den aktuellen technischen Standards oder Komfortansprüchen. Mit zunehmendem Alter der Immobilie steigt auch der Renovationsbedarf kontinuierlich an.

Um unvorhergesehene Kosten zu vermeiden und die finanzielle Planungssicherheit zu erhöhen, empfiehlt es sich, Renovationen frühzeitig und systematisch einzuplanen. Es hat sich bewährt, jährlich Rückstellungen in Höhe von mindestens 1 bis 1,5 Prozent des Gebäudeversicherungswerts zu bilden. So schaffen Sie eine solide Basis für anstehende Investitionen. Falls zusätzlicher Finanzierungsbedarf entsteht, bieten sich Möglichkeiten wie die Aufstockung der Hypothek oder die Aufnahme eines Baukredits an.

Haus renovieren: Wo fangen Sie an?

Der Lebenszyklus der einzelnen Gebäudeteile bietet Ihnen eine wertvolle Orientierung für die Planung anstehender Renovierungsmassnahmen. Neben der durchschnittlichen Lebensdauer sind bei der Priorisierung auch Ihre individuellen Bedürfnisse, die verfügbaren finanziellen Mittel sowie gesetzliche Vorgaben zu berücksichtigen.

Gerade bei umfassenden Renovationen empfiehlt sich eine strukturierte Vorgehensweise. In der Praxis hat es sich bewährt, zunächst die Gebäudehülle – also Fenster, Fassade und Dach – zu renovieren und zu dämmen. Erst im Anschluss sollten technische Anlagen wie die Heizung erneuert und schliesslich die Innenräume modernisiert werden. So vermeiden Sie beispielsweise, eine neue Küche einzubauen, bevor veraltete Leitungen ersetzt wurden, oder eine effiziente Heizung zu installieren, solange noch Wärme durch undichte Fenster verloren geht.

Wenn Sie ein renovationsbedürftiges Haus erworben haben, bei dem zahlreiche Massnahmen gleichzeitig anstehen, empfiehlt sich eine professionelle Bestandsaufnahme durch Fachleute. Auf dieser Basis kann ein detaillierter Renovationsplan erstellt werden. Grundsätzlich gilt: Zuerst sollten bestehende Schäden behoben werden. Anschliessend erfolgt die Renovation idealerweise von aussen nach innen.

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So berechnen Sie die Renovationskosten

Bevor Sie mit der Kostenkalkulation beginnen, sollten Sie sich klar darüber werden, welches Ziel Sie mit der Renovation verfolgen: Geht es um die Behebung dringender Mängel oder möchten Sie gezielt den Wert und die Qualität Ihrer Immobilie steigern? Je nach Umfang und Anspruch unterscheiden sich die Kosten erheblich – von einzelnen Teilrenovationen bis hin zu einer umfassenden Gesamtrenovation.

Bei geringem Renovationsbedarf können Sie in der Regel mit gezielten Einzelmassnahmen über mehrere Jahre hinweg den Zustand Ihrer Immobilie erhalten. Liegen jedoch gravierende Mängel vor, ist häufig eine umfassende Renovation erforderlich, bei der sämtliche Arbeiten gebündelt und effizient durchgeführt werden. In solchen Fällen lohnt sich ein Kostenvergleich: Prüfen Sie, ob eine Gesamtrenovation oder ein Ersatzneubau langfristig die wirtschaftlichere Lösung darstellt.

Rechenbeispiel: Komplette Renovation eines Einfamilienhauses

Gebäudeteile

Gebäudeteile

Kosten in % des

Gebäudeversicherungswerts

Kosten in % des

Gebäudeversicherungswerts

Kosten in CHF

Kosten in CHF

Gebäudeteile

Innenausbau

Kosten in % des

Gebäudeversicherungswerts

16

Kosten in CHF

128 000

Gebäudeteile

Fenster und Aussentüren

Kosten in % des

Gebäudeversicherungswerts

13

Kosten in CHF

104 000

Gebäudeteile

Steildach

Kosten in % des

Gebäudeversicherungswerts

9

Kosten in CHF

72 000

Gebäudeteile

Flachdach

Kosten in % des

Gebäudeversicherungswerts

9

Kosten in CHF

72 000

Gebäudeteile

Fassade

Kosten in % des

Gebäudeversicherungswerts

8

Kosten in CHF

64 000

Gebäudeteile

Bad

Kosten in % des

Gebäudeversicherungswerts

7

Kosten in CHF

56 000

Gebäudeteile

Küche

Kosten in % des

Gebäudeversicherungswerts

5

Kosten in CHF

40 000

Gebäudeteile

Heizung

Kosten in % des

Gebäudeversicherungswerts

4

Kosten in CHF

32 000

Gebäudeteile

Elektro

Kosten in % des

Gebäudeversicherungswerts

3

Kosten in CHF

24 000

Gebäudeteile

Radiatoren / Bodenheizung

Kosten in % des

Gebäudeversicherungswerts

3

Kosten in CHF

24 000

Gebäudeteile

Gesamtkosten Renovation

Kosten in % des

Gebäudeversicherungswerts

 

Kosten in CHF

616 000

Angenommener Gebäudeversicherungswert (Neuwert): CHF 800 000

Hinweis:

  • Die Werte sind Richtwerte und können je nach Zustand, Ausstattungswunsch und regionalen Preisunterschieden variieren.
  • Nicht alle Gebäudeteile müssen zwingend gleichzeitig erneuert werden.

Dieses Beispiel zeigt, dass eine umfassende Renovation einen erheblichen Anteil des Gebäudeversicherungswerts ausmachen kann. Eine sorgfältige Planung und Priorisierung der Massnahmen ist daher besonders wichtig.

Welche Kosten fallen für die Renovation Ihrer Immobilie an?

Die Kosten einer Renovation setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen: Neben den gewählten Massnahmen beeinflussen Materialpreise, Handwerkerleistungen und individuelle Eigenleistungen das Budget. Wer handwerklich versiert ist, kann durch Eigenleistung Kosten sparen und muss lediglich in Materialien investieren. Andernfalls fallen zusätzliche Ausgaben für professionelle Handwerksarbeiten an.

Auch die Marktsituation spielt eine Rolle: In Zeiten günstiger Materialpreise oder bei geschicktem Timing lassen sich Einsparungen erzielen. Bei grösseren Renovationen sollten Sie zudem mögliche Zusatzkosten für eine temporäre Unterkunft oder spezielle Auflagen bei historischer Bausubstanz berücksichtigen. Wird eine Finanzierung benötigt, kommen Zinskosten für Kredite oder Renovationshypotheken hinzu.

Wie viel sollten Sie für Umbau und Renovation kalkulieren?

Gebäudeteile

Gebäudeteile

Empfohlener Erneuerungszyklus (Jahre)

Empfohlener Erneuerungszyklus (Jahre)

Kosten in % des Gebäudeversicherungswerts (Neuwert)

Kosten in % des Gebäudeversicherungswerts (Neuwert)

Gebäudeteile

Rohbau

Empfohlener Erneuerungszyklus (Jahre)

Selten erneuerungsbedürftig

Kosten in % des Gebäudeversicherungswerts (Neuwert)

32

Gebäudeteile

Innenausbau

Empfohlener Erneuerungszyklus (Jahre)

15–50

Kosten in % des Gebäudeversicherungswerts (Neuwert)

16

Gebäudeteile

Fenster und Aussentüren

Empfohlener Erneuerungszyklus (Jahre)

30–40

Kosten in % des Gebäudeversicherungswerts (Neuwert)

13

Gebäudeteile

Steildach

Empfohlener Erneuerungszyklus (Jahre)

40–50

Kosten in % des Gebäudeversicherungswerts (Neuwert)

9

Gebäudeteile

Flachdach

Empfohlener Erneuerungszyklus (Jahre)

25–30

Kosten in % des Gebäudeversicherungswerts (Neuwert)

9

Gebäudeteile

Fassade

Empfohlener Erneuerungszyklus (Jahre)

40–55

Kosten in % des Gebäudeversicherungswerts (Neuwert)

8

Gebäudeteile

Bad

Empfohlener Erneuerungszyklus (Jahre)

35–50

Kosten in % des Gebäudeversicherungswerts (Neuwert)

7

Gebäudeteile

Küche

Empfohlener Erneuerungszyklus (Jahre)

25–35

Kosten in % des Gebäudeversicherungswerts (Neuwert)

5

Gebäudeteile

Heizung

Empfohlener Erneuerungszyklus (Jahre)

20–30

Kosten in % des Gebäudeversicherungswerts (Neuwert)

4

Gebäudeteile

Elektro

Empfohlener Erneuerungszyklus (Jahre)

45–55

Kosten in % des Gebäudeversicherungswerts (Neuwert)

3

Gebäudeteile

Radiatoren / Bodenheizung

Empfohlener Erneuerungszyklus (Jahre)

50–70

Kosten in % des Gebäudeversicherungswerts (Neuwert)

3

Die Planung von Renovationen sollte sich nicht nur am aktuellen Zustand und an der Funktionstüchtigkeit der einzelnen Gebäudeteile orientieren, sondern auch an deren durchschnittlicher Lebensdauer. Diese variiert je nach Bauteil erheblich: Während Fassaden oder Steildächer oft erst nach 40 bis 50 Jahren erneuert werden müssen, ist bei Heizungen oder Küchen bereits nach deutlich kürzerer Zeit mit einer Erneuerung zu rechnen.

Mit welchen Renovationskosten muss ich rechnen?

Die Kosten für einzelne Renovationsarbeiten variieren je nach Umfang und Ausführungsqualität. Nachfolgend erhalten Sie Richtwerte für typische Massnahmen:

Versteckte Renovationskosten und unerwartete Ausgaben

Die Höhe der Renovationskosten hängt von zahlreichen Faktoren ab: Art und Umfang der geplanten Massnahmen, Zustand der Immobilie, regionale Preisunterschiede sowie individuelle Ansprüche an Qualität und Ausstattung. Eine sorgfältige Planung und realistische Einschätzung der Kosten sind entscheidend, um finanzielle Überraschungen zu vermeiden.

Neben den offensichtlichen Ausgaben für Material und Handwerkerleistungen sollten Sie auch versteckte und unerwartete Kosten berücksichtigen. Es empfiehlt sich, im Budget eine Reserve für unvorhergesehene Ausgaben einzuplanen und bei Unsicherheiten auf die Expertise von Fachleuten zurückzugreifen.

Kosten für die Renovationen realistisch planen

Eine langfristige Strategie für Renovationen und Unterhaltsarbeiten bildet die Grundlage für eine solide Finanzplanung. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur den Zustand der Bausubstanz, sondern auch die aktuelle Marktsituation und den Wert Ihrer Immobilie. In einer guten Marktlage können umfassende Renovationen sinnvoll sein, während sich in weniger günstigen Zeiten oft nur die notwendigsten Reparaturen lohnen.

Vor dem Kauf einer Immobilie ist es ratsam, die zu erwartenden Renovationskosten möglichst realistisch einzuschätzen – das verschafft Ihnen eine bessere Verhandlungsbasis und schützt vor unerwarteten Belastungen. Ziehen Sie bei Bedarf erfahrene Fachleute hinzu, um eine fundierte Kostenprognose zu erhalten und böse Überraschungen zu vermeiden.

Renovationsrechner 

Mit dem Renovationsrechner finden Sie heraus, welche energetischen Sanierungsmassnahmen nötig sind, um Ihr Zuhause fit für die Zukunft zu machen.

Diese Steuervorteile der Hausrenovation können geltend gemacht werden

Renovationsarbeiten an Ihrer Immobilie bieten nicht nur die Möglichkeit, den Wohnkomfort zu erhöhen und den Wert zu erhalten, sondern können sich auch steuerlich positiv auswirken. Grundsätzlich wird zwischen werterhaltenden und wertvermehrenden (wertsteigernden) Massnahmen unterschieden.

Wenn Sie sich unsicher sind, welche Renovationskosten steuerlich absetzbar sind oder wie Sie Ihre Massnahmen optimal planen, empfiehlt sich eine individuelle Beratung durch Fachleute oder Ihre Steuerberatung.

Wissenswert: Abschaffung des Eigenmietwerts

Am 28. September 2025 hat die Schweizer Bevölkerung entschieden, den Eigenmietwert abzuschaffen. Die Änderung tritt jedoch nicht sofort in Kraft: Aufgrund einer Übergangsfrist bleibt das bisherige System mindestens bis 2028 bestehen. In dieser Zeit müssen die Kantone neue Modelle für die Besteuerung von Zweitwohnungen entwickeln, was voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Nach der Umstellung können Unterhaltskosten und Ausgaben für energetische Sanierungen bei den Bundessteuern grundsätzlich nicht mehr geltend gemacht werden. Für Personen, die erstmals Wohneigentum erwerben, könnten allerdings Ausnahmen vorgesehen werden. Bis zur endgültigen Umsetzung gelten weiterhin die aktuellen steuerlichen Abzugsmöglichkeiten.

Gibt es in der Schweiz Subventionen oder Fördermittel für Renovationen?

In der Schweiz werden Renovationsmassnahmen in der Regel dann gefördert, wenn sie zur Senkung des CO₂-Ausstosses, zur Verbesserung der Energieeffizienz oder zur Nutzung erneuerbarer Energien beitragen. Bund, Kantone und teilweise auch Gemeinden unterstützen insbesondere energetische Sanierungen – etwa die Wärmedämmung von Dächern, Fassaden und Fenstern, den Ersatz alter Heizsysteme durch Wärmepumpen oder Holzfeuerungen sowie die Installation von Solarkollektoren und Photovoltaikanlagen. Auch Beratungsdienstleistungen wie Energie-Coaching oder Massnahmen zur Qualitätssicherung können gefördert werden.

Die meisten Fördermittel zielen darauf ab, das grosse Energiesparpotenzial in älteren Gebäuden zu nutzen. Ob und in welchem Umfang Sie in Ihrem Kanton von Subventionen profitieren können, erfahren Sie beispielsweise beim Gebäudeprogramm oder bei Ihrer kantonalen Energieberatungsstelle. Beachten Sie, dass an die Fördermittel jeweils bestimmte Auflagen geknüpft sind und die Bedingungen je nach Kanton variieren.

Gefördert werden typischerweise:

  • Wärmedämmung von Dächern, Fassaden und Fenstern
  • Ersatz von Heizsystemen (z. B. Wärmepumpen, Holzfeuerungen)
  • Solarkollektoren und Photovoltaikanlagen
  • Wohnungslüftungen mit Wärmerückgewinnung
  • Beratungs- und Analyseleistungen (z. B. GEAK, Energie-Coaching)
  • Gesamtsanierungen nach GEAK- oder Minergie-Standard
  • Neubau/Ersatzneubau nach Minergie-P oder GEAK A/A
  • Erweiterung von Wärmenetzen oder Wärmeerzeugungsanlagen 

Nicht gefördert werden:

  • Allgemeine Renovationen ohne energetischen Mehrwert (z. B. Malerarbeiten, neue Küche oder Bad ohne energetische Verbesserung) 

Häufige Fragen zur Hausrenovation und zu Renovationskosten

Fazit: Eine sorgfältige Planung, realistische Kostenschätzung und die Nutzung steuerlicher Vorteile sind entscheidend für eine erfolgreiche Hausrenovation.

Ein Haus zu renovieren, ist eine Investition in Werterhalt, Wohnkomfort und Zukunftssicherheit. Die Kosten hängen stark von dem Zustand der Immobilie, dem Umfang der Massnahmen und den gewählten Materialien ab.

  • Eine sorgfältige Planung, realistische Kostenschätzung und das Einplanen von Reserven helfen, finanzielle Überraschungen zu vermeiden.
  • Werterhaltende Renovationen sind steuerlich absetzbar, während wertsteigernde Investitionen beim Verkauf steuermindernd wirken können.
  • Fördermittel und Subventionen bieten zusätzliche finanzielle Entlastung, insbesondere bei energetischen Sanierungen. Für grössere Projekte stehen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Ziehen Sie bei Unsicherheiten Fachleute hinzu, um fundierte Entscheidungen zu treffen. So schaffen Sie die Basis für eine erfolgreiche und nachhaltige Renovation Ihrer Immobilie.