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Chancen in den unendlichen Weiten
Der technologische Fortschritt macht die Raumfahrt zusammen mit dem Expeditionsdrang der Menschen zu einem echten Zukunftsmarkt.
Von 1962 bis 1972 erkundete die NASA den Mond mit 17 Flügen. Im Juli 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond und prägte den Satz: «Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein grosser Sprung für die Menschheit.» Die Raumfahrt war damals von Pioniergeist und politischen Ambitionen geprägt. Heute drängen neben der NASA auch Privatunternehmen wie SpaceX ins All. Besonders die Satellitentechnologie bietet grosses Potenzial für Kommunikation, Erdbeobachtung und Sicherheit.
Das World Economic Forum (WEF) unterteilt die Weltraumwirtschaft in zwei Segmente:
Laut einer Prognose des WEF und McKinsey & Company könnte die globale Weltraumwirtschaft bis 2035 auf 1800 Milliarden US-Dollar anwachsen, was einem jährlichen Wachstum von 9 Prozent entspricht.
Treiber dieses Wachstums sind:
Die Weltraumwirtschaft profitiert von einer vernetzten und mobilen Welt, die auf fortschrittliche Technologien angewiesen ist.
Die dynamische Marktentwicklung und das erwartete Wachstum machen die Weltraumwirtschaft zu einem spannenden Investmentfeld. An der Börse gibt es jedoch nur wenige „«Pure Plays» – Unternehmen, die überwiegend oder ausschliesslich in der Space Economy tätig sind. Viele dieser Firmen, wie das 2002 von Elon Musk gegründete SpaceX, sind in Privatbesitz.
Einige börsennotierte Unternehmen haben jedoch eigene Sparten oder Produkte, die vom Space-Boom profitieren. Zu den grössten und bekanntesten zählen Airbus und Boeing, die stark in die Raumfahrtprogramme der ESA und NASA eingebunden sind.
Im Folgenden stellen wir drei börsennotierte «Pure Plays» vor.
Name | Name | Land | Land | Umsatz 2024 (in Mio. USD) | Umsatz 2024 (in Mio. USD) | Kurzporträt | Kurzporträt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Name | Rocket Lab | Land | USA | Umsatz 2024 (in Mio. USD) | 436.2 | Kurzporträt | Rocket Lab bietet Transporte (Launch Service) ins All an, entwickelt und baut Raketen und Raumfahrzeuge sowie die dazu gehörigen Komponenten. Das kalifornische Unternehmen betreibt einen Weltraumbahnhof in Neuseeland, von wo aus jährlich bis zu 120 Raketenstarts möglich sind. |
Name | Virgin Galactic | Land | USA | Umsatz 2024 (in Mio. USD) | 7.0 | Kurzporträt | Virgin Galactic bietet Flüge ins All an. Zur Zielgruppe zählen neben Wissenschaftlern und öffentlichen Einrichtungen auch Weltraumtouristen. Seit Mitte 2024 ruht der Flugbetrieb, das Unternehmen fokussiert sich auf die Entwicklung und den Bau eines neuen Raumschiffes. Im Sommer 2026 soll das «SpaceShip» erstmals Nutzlast ins All transportieren, für den darauffolgenden Herbst ist ein bemannter Flug geplant. |
Name | OHB System | Land | DE | Umsatz 2024 (in Mio. USD) | 1'066.2 | Kurzporträt | OHB entwickelt seit mehr als 40 Jahren High-Tech-Lösungen für die Raumfahrt. Eine Kernkompetenz der Norddeutschen sind Satellitensysteme für Erdbeobachtung, Navigation, Telekommunikation, Wissenschaft und Aufklärung. Beispielsweise werden und wurden die Satelliten für das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus von OHB entwickelt und gebaut. |
Statt über Einzelinvestments können Anleger in die Weltraumwirtschaft auch über diversifizierte Fonds investieren. Der Ark Space Exploration & Innovation ETF ist seit über vier Jahren am Markt und umfasst Unternehmen aus der orbitalen und suborbitalen Raumfahrt, Grundlagentechnologien sowie Nutzniesser der Raumfahrttechnologie wie Landwirtschaft, Internet, globale Navigationssysteme und Bildgebung.
Der Euronext Helios Space Index, der von der Expertise der ESA profitiert, umfasst europäische und ausgewählte nicht-europäische Unternehmen der Weltraumwirtschaft. Ein UBS Tracker-Zertifikat bildet diesen Index ohne Laufzeitbegrenzung ab und hat seit seiner Emission im April 2023 einen Zugewinn von knapp zwei Dritteln verzeichnet (Stand: 17.07.2025). Obwohl die historische Entwicklung kein Indikator für die Zukunft ist, bietet dieses Produkt eine Möglichkeit, diversifiziert in die Weltraumwirtschaft zu investieren.
Gut fünf Jahrzehnte nach der ersten Mondlandung zieht es die Menschen mehr denn je zum Mond.
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