Vom Mond zur Marktwirtschaft: Wie sich Raumfahrt verändert hat

Von 1962 bis 1972 erkundete die NASA den Mond mit 17 Flügen. Im Juli 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond und prägte den Satz: «Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein grosser Sprung für die Menschheit.» Die Raumfahrt war damals von Pioniergeist und politischen Ambitionen geprägt. Heute drängen neben der NASA auch Privatunternehmen wie SpaceX ins All. Besonders die Satellitentechnologie bietet grosses Potenzial für Kommunikation, Erdbeobachtung und Sicherheit.

Wo wirtschaftliches Potenzial liegt: Anwendungen und Wachstumstreiber

Das World Economic Forum (WEF) unterteilt die Weltraumwirtschaft in zwei Segmente:

  1. Backbone: Dazu gehören Satellitendienstleister, Raketenunternehmen, TV-Übertragungen und GPS. 2023 betrug das Marktvolumen dieses Segments 330 Milliarden US-Dollar.
  2. Reach: Dieses Segment umfasst Anwendungen, die durch Raumfahrtechnologie ermöglicht werden, wie Uber. Das Marktvolumen lag bei 300 Milliarden US-Dollar.

Laut einer Prognose des WEF und McKinsey & Company könnte die globale Weltraumwirtschaft bis 2035 auf 1800 Milliarden US-Dollar anwachsen, was einem jährlichen Wachstum von 9 Prozent entspricht.

Weltraumwirtschaft (Volumen in Mrd. USD)

Quelle: World Economic Forum, McKinsey & Company, Space: The USD 1.8 Trillion Opportunity for Global Economic Growth INSIGHT REPORT, APRIL 2024

Treiber dieses Wachstums sind:

  • Bedarf an satellitenbasiertem Internet für E-Commerce und Online-Banking
  • Zunehmende Mobilität und Bedarf an Navigation und Tracking
  • Megatrends wie Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen, die zum Beispiel die Analyse von Naturkatastrophen verbessern

Die Weltraumwirtschaft profitiert von einer vernetzten und mobilen Welt, die auf fortschrittliche Technologien angewiesen ist.

So funktioniert investieren in den Orbit

Die dynamische Marktentwicklung und das erwartete Wachstum machen die Weltraumwirtschaft zu einem spannenden Investmentfeld. An der Börse gibt es jedoch nur wenige „«Pure Plays» – Unternehmen, die überwiegend oder ausschliesslich in der Space Economy tätig sind. Viele dieser Firmen, wie das 2002 von Elon Musk gegründete SpaceX, sind in Privatbesitz.

Einige börsennotierte Unternehmen haben jedoch eigene Sparten oder Produkte, die vom Space-Boom profitieren. Zu den grössten und bekanntesten zählen Airbus und Boeing, die stark in die Raumfahrtprogramme der ESA und NASA eingebunden sind.

Im Folgenden stellen wir drei börsennotierte «Pure Plays» vor.

Name

Name

Land

Land

Umsatz 2024 (in Mio. USD)

Umsatz 2024 (in Mio. USD)

Kurzporträt

Kurzporträt

Name

Rocket Lab

Land

USA

Umsatz 2024 (in Mio. USD)

436.2

Kurzporträt

Rocket Lab bietet Transporte (Launch Service) ins All an, entwickelt und baut Raketen und Raumfahrzeuge sowie die dazu gehörigen Komponenten. Das kalifornische Unternehmen betreibt einen Weltraumbahnhof in Neuseeland, von wo aus jährlich bis zu 120 Raketenstarts möglich sind.

Name

Virgin Galactic

Land

USA

Umsatz 2024 (in Mio. USD)

7.0

Kurzporträt

Virgin Galactic bietet Flüge ins All an. Zur Zielgruppe zählen neben Wissenschaftlern und öffentlichen Einrichtungen auch Weltraumtouristen. Seit Mitte 2024 ruht der Flugbetrieb, das Unternehmen fokussiert sich auf die Entwicklung und den Bau eines neuen Raumschiffes. Im Sommer 2026 soll das «SpaceShip» erstmals Nutzlast ins All transportieren, für den darauffolgenden Herbst ist ein bemannter Flug geplant.

Name

OHB System

Land

DE

Umsatz 2024 (in Mio. USD)

1'066.2

Kurzporträt

OHB entwickelt seit mehr als 40 Jahren High-Tech-Lösungen für die Raumfahrt. Eine Kernkompetenz der Norddeutschen sind Satellitensysteme für Erdbeobachtung, Navigation, Telekommunikation, Wissenschaft und Aufklärung. Beispielsweise werden und wurden die Satelliten für das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus von OHB entwickelt und gebaut.

Diversifizierte Fondslösungen

Statt über Einzelinvestments können Anleger in die Weltraumwirtschaft auch über diversifizierte Fonds investieren. Der Ark Space Exploration & Innovation ETF ist seit über vier Jahren am Markt und umfasst Unternehmen aus der orbitalen und suborbitalen Raumfahrt, Grundlagentechnologien sowie Nutzniesser der Raumfahrttechnologie wie Landwirtschaft, Internet, globale Navigationssysteme und Bildgebung.

Tracker-Zertifikat mit Schubkraft

Der Euronext Helios Space Index, der von der Expertise der ESA profitiert, umfasst europäische und ausgewählte nicht-europäische Unternehmen der Weltraumwirtschaft. Ein UBS Tracker-Zertifikat bildet diesen Index ohne Laufzeitbegrenzung ab und hat seit seiner Emission im April 2023 einen Zugewinn von knapp zwei Dritteln verzeichnet (Stand: 17.07.2025). Obwohl die historische Entwicklung kein Indikator für die Zukunft ist, bietet dieses Produkt eine Möglichkeit, diversifiziert in die Weltraumwirtschaft zu investieren.

Investieren in die Raumfahrtindustrie

Entdecken Sie eine Möglichkeit, die Space Economy diversifiziert, flexibel und mit viel Expertise in das Portfolio zu holen!

Vision trifft Volatilität: Chancen und Risiken für Anleger

Folie 1-2

Häufige Fragen zum Thema

Fazit

Gut fünf Jahrzehnte nach der ersten Mondlandung zieht es die Menschen mehr denn je zum Mond.

 Zukünftige Missionen:

  • April 2026: Geplante Umrundung des Mondes.
  • 2027: Geplante Mondlandung von Astronauten im Rahmen der «Artemis»-Mission, die eine Reise zum Mars vorbereitet.

Bedeutung im täglichen Leben:

  • Satellitenstarts: Im vergangenen Jahr wurden 224 Satelliten in den Orbit gebracht.
  • Anwendungsspektrum: Diese Satelliten werden für Breitband-Internet, Navigation und Erdbeobachtung genutzt.

Wirtschaftliche Entwicklung:

  • Öffentliche und private Akteure: Neben öffentlichen Raumfahrtagenturen sind immer mehr private Unternehmen in der Space Economy aktiv.
  • Wachstumsmarkt: Die Space Economy ist ein rasant wachsender Wirtschaftssektor, der auch für Investoren sehr spannend und vielversprechend ist.

Weitere Inhalte entdecken

Disclaimer

Disclaimer