Pension planning Vorsorge beim Wegzug ins Ausland

Um auch bei einem Auslandaufenthalt oder definitiven Wegzug vom hiesigen Vorsorgesystem zu profitieren, sollten Sie frühzeitig die richtigen Vorkehrungen treffen.

von UBS Wissen

1. Säule: Lücken vermeiden…

Verlassen Sie die Schweiz für absehbare Zeit und behalten Ihren Schweizer Wohnsitz, bleiben Sie weiterhin in der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) versichert. Die Beitragspflicht in der 1. Säule bleibt bestehen. Allfällige vergessene Beiträge können innert fünf Jahre nachbezahlt werden. Damit können Sie eine Kürzung der Altersrente vermeiden.

Bei einem dauerhaften Auslandaufenthalt mit Verlegung des Wohnsitzes sind Sie nicht mehr obligatorisch bei der AHV versichert. Dennoch erhalten Sie ab dem Zeitpunkt der ordentlichen Pensionierung, bei Invalidität oder im Todesfall eine Teilrente entsprechend bezahlter Beiträge und Ihren Beitragsjahren.

…und freiwillig versichert bleiben

Um auch bei einem definitiven Wegzug in vollem Umfang Leistungen aus der 1. Säule des Schweizer Vorsorgesystems zu beziehen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen freiwillig bei der AHV versichert bleiben.

Die Voraussetzungen hierfür:

  • Besitz des Schweizer Bürgerrechts oder jenes eines EU/EFTA-Staates;
  • zukünftig Wohnsitz ausserhalb der EU/EFTA-Zone;
  • vor dem Wegzug wenigstens fünf Jahre ohne Unterbruch bei der AHV versichert.

2. Säule: Das Aufenthaltsland ist entscheidend

Die Beitragspflicht in der 2. Säule erlischt mit der Auflösung des Arbeitsverhältnisses bei Ihrem Arbeitgeber. Lässt es das Reglement der bisherigen Pensionskasse zu, können Sie bei einem temporären Auslandaufenthalt weiterhin dort versichert bleiben. Sie müssen dann aber sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmerbeiträge entrichten.

Ohne Weiterführung der Versicherung sind grundsätzlich zwei Szenarien denkbar: 

  • Wegzug in Nicht-EU/EFTA-Land: Das gesamte Pensionskassenguthaben ist auszahlbar.
  • Wegzug in EU/EFTA-Land: Bei dortiger obligatorischer Versicherung für Alter, Invalidität und Tod bleibt Ihr obligatorisches Guthaben in der Pensionskasse vorläufig auf einem Freizügigkeitskonto in der Schweiz.

Wichtig: Beim Bezug des Pensionskassenguthabens nach dem Wegzug wird die sogenannte Quellensteuer fällig, deren Höhe vom Sitz der Freizügigkeitsstiftung abhängt.

 

To-do-Liste für den Wegzug aus der Schweiz

  • Rechnen Sie genug Vorbereitungszeit für Ihren Auslandaufenthalt oder die Auswanderung ein.
  • Erkundigen Sie sich rechtzeitig über die nötigen Einreise- und Aufenthaltsbewilligungen und kontaktieren Sie die entsprechenden Behörden.
  • Erneuern Sie allenfalls den Pass und die Identitätskarte.
  • Sammeln Sie alle relevanten Dokumente, wie Visum, Arbeitsbewilligung oder Zeugnisse, und lassen Sie sie, wenn nötig, übersetzen und beglaubigen.
  • Informieren Sie sich über das Vorsorgesystem im Zielland und besprechen Sie mit Ihrer Ausgleichskasse eine mögliche Weiterführung der schweizerischen Vorsorgelösung.
  • Sprechen Sie auch mit Ihrer Pensionskasse über die Möglichkeit einer Weiterführung der Versicherung oder eine Auszahlung Ihrer Guthaben.
  • Kündigen Sie rechtzeitig alle Versicherungen und Abonnemente.