Pensionskasse Was beim Stellenwechsel zu beachten ist

Wer eine andere Stelle antritt, wechselt auch die Pensionskasse. Nehmen Sie die neue Vorsorgeeinrichtung genau unter die Lupe.

von UBS Wissen 26. Feb 2018

Ein Stellenwechsel ist aufregend: Die berufliche Herausforderung, unbekannte Arbeitskollegen und ein neues Umfeld. Vergessen Sie dabei die Pensionskasse (PK) nicht. Denn ein Stellenwechsel verpflichtet zur Überweisung des Freizügigkeitsguthabens von der alten PK an die neue.

Umwandlungssatz und Deckungsgrad beachten

Ist die Austrittsleistung der ehemaligen PK kleiner als für die Leistungsabdeckung bei der neuen Kasse nötig, können Sie sich bei der neuen PK einkaufen. Das kann bei einem Einkommensanstieg oder wegen einer beruflichen Auszeit der Fall sein. Beachten Sie aber den Umwandlungssatz der überobligatorischen Vorsorge. Jede PK legt diesen selber fest. Neben dem Umwandlungssatz sollten Sie den Deckungsgrad prüfen: Die PK sollte «gesund» sein. Davon ist bei einem Deckungsgrad von 100 Prozent oder mehr die Rede. Werte von 115 Prozent kennzeichnen eine solide Vorsorgeeinrichtung.

Prüfen Sie das PK-Reglement

Sind Sie beim Stellenwechsel über 50, sollten Sie vor dem Unterschreiben des neuen Arbeitsvertrages das PK-Reglement und einen provisorischen Vorsorgeausweis verlangen. Schauen Sie sich die Leistungen für die Pensionierung genau an. Denn trotz eventuell höherem Lohn können die PK-Leistungen schlecht ausfallen. Auch auf die Leistungen bei Invalidität und Tod sollten Sie einen Blick werfen.

Ausserdem: Konkubinat und Frühpensionierung

Im Konkubinat lebende Personen sollten zudem prüfen, ob die neue PK im Todesfall Renten an den Partner oder die Partnerin zahlt und welche Bedingungen dafür gelten. Informieren Sie sich auch über eine Frühpensionierung und fangen Sie Leistungskürzungen mit PK-Einkäufen ab. Viele Einrichtungen erlauben einen Einkauf bis kurz vor Rentenantritt. Streben Sie einen Kapitalbezug aus der Pensionskasse an, müssen Sie den Prozess des Einkaufs jedoch mindestens drei Jahre vor der Pensionierung abgeschlossen haben.

Vorsorgeausweis

Alle Pensionskassenversicherten erhalten jährlich einen Vorsorgeausweis. Er enthält wichtige Informationen über die persönliche Vorsorgesituation.

Gemeldeter AHV-Jahreslohn: Damit ist der Bruttolohn gemeint, der auf dem jährlichen Lohnausweis des Arbeitgebers ersichtlich ist.

Versicherter Jahreslohn: Vom AHV-Jahreslohn wird der Koordinationsabzug abgezogen. Damit ist der Anteil am Lohn gemeint, der bereits im Rahmen der 1. Säule (AHV/IV) versichert ist und nicht noch ein zweites Mal versichert werden soll. Der Koordinationsabzug beträgt gemäss BVG 24 885 Franken. Die einzelnen Pensionskassen können auch tiefere Koordinationsabzüge festsetzen.

Maximal möglicher Einkauf: Wer in früheren Jahren weniger verdiente, kann seine Pensionskassenersparnisse mit einem freiwilligen Einkauf steuerlich privilegiert aufstocken.