E-Banking Zweite digitale Revolution

Smartphone, Tablet, PC: Wie soll man welches Bankgeschäft erledigen?

von Marc Lustenberger 12. Jan 2016

Bild: iStock

Nur wenige Leute buchen ihre Flüge noch im Reisebüro. Trotzdem wird mehr gereist als je zuvor. Das Reisebüro besucht man, wenn man spezielle Beratung benötigt. Die Beziehung zwischen Kunden und Bank entwickelt sich ähnlich. Immer mehr Dienstleistungen lassen sich auf dem Smartphone, dem Tablet oder dem PC mit wenigen Klicks erledigen. Die Bankenbranche erlebt ihre zweite digitale Revolution. Während vor 20 Jahren die internen Prozesse digitalisiert wurden, geht es jetzt um den Kundenkontakt.

«Zahlen, Sparen, Anlegen und Finanzieren bleiben unentbehrliche Dienstleistungen der Banken. Doch wie wir diese in Anspruch nehmen, verändert sich rasant», erklärt Finanzprofessor Andreas Dietrich von der Hochschule Luzern. Die US-Internetkonzerne hätten vorgemacht, wie digitale Kundenbindung funktioniert. Für die Bankenbranche bedeutet dies eine Herausforderung. «Was UBS im digitalen Bereich macht, ist vorbildlich. Sie gibt in der Schweiz den Takt an», sagt der Professor. Die Mobile Banking App, das E-Banking, die neu designte Website und neuartige Dienstleistungen wie der Persönliche Finanzassistent erschliessen neue Wege, um Geld zu verwalten.

In einer Kultur, die sich hin zur 24-Stunden- Gesellschaft bewegt, wollen sich immer weniger Menschen an den Öffnungszeiten der Bankfilialen orientieren. Es ist deshalb praktisch, Dienstleistungen je nach Bedürfnis abzurufen: Die Kreditkartenlimite kann man etwa übers Smartphone abfragen und vom Laptop aus Rechnungen begleichen. Für Auskünfte oder Terminvereinbarungen reicht ein Anruf beim Customer Service Center. Bei komplexen Anliegen wie Finanzierungen empfiehlt sich ein Gespräch mit einem Berater.

Selbstverständlich wie Fahrplanabfrage

«Einfache Dienstleistungen dürften in Zukunft vor allem online abgewickelt werden. Bei komplexen Services nutzen Kunden eine Kombination von Kanälen», führt Andreas Kubli, Leiter UBS Multichannel Management & Digitization, aus. Doch Vorlieben sind so verschieden wie die Menschen. «Jeder wählt seinen Kanal, wann und wie es ihm passt. Das bringt mehr Individualität und Qualität», erläutert Christoph Frei, Leiter UBS Vertriebsund Segmentmanagement Privatkunden. Ein Grossteil der UBS-Kunden hat einen E-Banking-Vertrag und kann sich ins Mobile Banking einloggen. Das sei erst der Anfang, meint Frei. «Bis in zehn Jahren dürfte Banking via Smartphone so selbstverständlich sein wie heute die Fahrplanabfrage via SBB-App.»

E-Banking für Clevere 

  • Stellen Sie im UBS E-Banking SMS- oder Mail- Alerts für den Fall ein, dass eine Zahlung nicht sofort ausgeführt werden konnte
  • Nutzen Sie diese Alerts auch für Kreditkarten. So wird gleich gemeldet, wenn eine Drittperson Ihre Karte verwendet
  • Das Konto Ihrer Kinder und die Zahlungseingänge der Firma können Sie auf Wunsch ohne separates Log-in im E-Banking anschauen
  • Debitkarten lassen sich für gewisse Regionen sperren und die Limiten hinauf- oder heruntersetzen. Das ist praktisch bei Auslandsreisen.
  • Sie können Prepaidkarten direkt über die UBS Mobile Banking App aufladen