Wer denkt schon gerne daran, dass man vielleicht eines Tages aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht mehr für sich selbst entscheiden kann? So kann sich bei Urteilsunfähigkeit die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) einschalten. Doch was passiert dann?

Helen A. (62 J.) ist gesund und rüstig. Sie ist sportlich aktiv und wandert mit ihrem Mann gerne in den Bergen. Aber was wäre wenn? Darüber hat sie sich auch schon Gedanken gemacht. Eines ist für sie klar: Sie möchte nicht, dass eine Behörde über sie entscheidet, wenn sie einmal urteilsunfähig werden sollte.

Mir ist die Vorstellung, dass plötzlich jemand ausserhalb meiner Familie für mich Entscheidungen fällt, ein Graus.

Helen A.

Sobald Sie urteilsunfähig werden, sorgt sich von Gesetzes wegen eine Behörde um Ihre Interessen. Es ist die KESB, die dann einen Beistand ernennt, der Entscheidungen für Sie trifft. Die nächsten Angehörigen dürfen höchstens noch kleinere Dinge für Sie regeln, grössere Angelegenheiten – zum Beispiel rund um Ihr Grundeigentum – müssen von der KESB bewilligt werden.

Handeln Sie frühzeitig und formulieren Sie einen schriftlichen Vorsorgeauftrag. Bestimmen Sie zum Beispiel Ihren Ehepartner als Vorsorgebeauftragten. Oder Ihre Kinder. Überlegen Sie bei mehreren Kindern aber, welchem Sie Ihr Wohlergehen anvertrauen wollen. Sollten Sie es mehreren anvertrauen, regeln Sie im Vorsorgeauftrag das Verhältnis unter ihnen und bestimmen Sie, welches Kind letztlich entscheiden soll.

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