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1862

Bank in Winterthur

Die Bank in Winterthur gilt als Grundstein der heutigen UBS. Aus der Bank in Winterthur entstand 1912 im Zusammenschluss mit der Toggenburger Bank die Schweizerische Bankgesellschaft (SBG).

  • Gebäude der Bank in Winterthur 1869

Gebäude der Bank in Winterthur

Das Gemälde zeigt die Bank in Winterthur an der Unteren Museumsstrasse, der heutigen Stadthausstrasse, wo auch heute noch die UBS ihr Domizil hat....

Den selbst erstellten Barockbau bezog die Bank 1869, als sie die zu eng gewordenen Mieträume des Hauses «Zu den drei Blumen» verliess.

Schweizerische Bankgesellschaft 1962, S. 35, Das Bankgebäude an der Unteren Museumstrasse 1867, J. Ziegler

Gebäude der Bank in Winterthur

Die erste bekannte Fotografie der Bank in Winterthur von 1894 zeigt den Zustand bis zum Umbau 1904.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Gebäude der Bank in Winterthur

Die Aufnahme zeigt das Gebäude ab 1904 mit Veränderungen sichtbar an Balkonen, Fenstern und dem nun fehlendem Schriftzug "BANK" auf dem Trottoir vor dem Haupteingang.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Kundenhalle

Sicht auf Schalter:

  • Wertschriften
  • Depositen-Kasse und Coupons
  • Wechsel und Kasse-Obligationen

Aufnahme um 1910.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Tresor Vorzimmer

Aufnahme um 1920.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Kundenkabinen

Aufnahme um 1920.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Depositenkasse

Aufnahme um 1920.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Kreditorenbuchhaltung

Aufnahme um 1920.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Telefonbüro

Aufnahme um 1920.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Wertschriftenkontrolle

Aufnahme um 1920.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Abteilung der Buchhaltung

Aufnahme um 1920.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

1862

Lagerhaus

Während der Gründung der Bank in Winterthur bestand der Wunsch, Winterthur zum führenden Warenumschlagplatz der Schweiz zu entwickeln. Der Bank wurde daher die Verwaltung eines von der Kaufmännischen Gesellschaft Winterthur errichteten Lagerhauses übertragen.

  • Lagerhaus

Lagerhaus

Ursprünglich war sogar nur die Errichtung des Lagerhauses beabsichtigt gewesen....

Henri Rieter (Vorstandsmitglied der Kaufmännischen Gesellschaft Winterthur) regte in einem Schreiben vom 15. März 1860 an, man möge nicht allein ein Warenmagazin betreiben, sondern auf den darin eingelagerten Gütern Vorschüsse zu günstigen Bedingungen durch ein schon bestehendes oder noch zu errichtendes Kreditinstitut gewähren lassen. Dabei soll dasselbe Institut das Lager- und das Kreditgeschäft besorgen. Dementsprechend bestellte der Vorstand der Kaufmannschaft eine achtköpfige «Commission behufs Gründung einer Entrepôt und Bankgesellschaft».

Aufnahme um 1920.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Lagerhaus

Das Lagerhaus der Bank in Winterthur und ab 1912 der Schweizerischen Bankgesellschaft befindet sich unmittelbar am Winterthurer Bahnhof mit direktem Eisenbahnanschluss....

Der Betrieb des Lagerhauses wurde von der Schweizerischen Bankgesellschaft 1962 aufgegeben. Das ehemalige Lagerhaus besteht heute noch und wird nun vor allem für kulturelle und Gewerbezwecke verwendet.

Aufnahme um 1920.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Verwaltung Lagerhaus

Der Lagerhauschef am Stehpult.

Aufnahme um 1920.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Speditionsbüro Lagerhaus

Aufnahme um 1920.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

1863

Toggenburger Bank

Die Toggenburger Bank, gegründet 1863 in Lichtensteig, ist die zweite Rechtsvorgängerin der späteren Schweizerischen Bankgesellschaft. Sie führte Geschäfte als Handels- und Notenbank aus, auch war sie auf das heimische Hypotheken- und Spargeschäft ausgerichtet. Die Toggenburger Bank besass als eine von wenigen Banken das Notenausgaberecht bis zur Gründung der Schweizerischen Nationalbank 1906.

  • Gebäude der Toggenburger Bank

Gebäude der Toggenburger Bank

Die Toggenburger Bank hatte ihre erste Lokalität in den Räumen der alten Post auf dem "Goldenen Boden"....

Darauf folgte die Verlegung 1865 in ein Haus am Untertor und 1872 folgte ein neu erstelltes Bankgebäude am Standort der alten Kirche am Rathausplatz.

Die Aufnahme zeigt das Domizil am Rathausplatz der soeben zur Schweizerischen Bankgesellschaft fusionierten Toggenburger Bank.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Otto Rietmann

Gebäude der Toggenburger Bank

Aufnahme der Schweizerischen Bankgesellschaft in Lichtensteig um 1914.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Otto Rietmann

Schalteranlage

Aufnahme 1918.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Otto Rietmann

Direktionsbüro

Aufnahme um 1918.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Otto Rietmann

Präsidentenzimmer

Aufnahme um 1918.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Otto Rietmann

1872

Basler Bankverein

Durch den Zusammenschluss des Basler Bankvereins mit dem Zürcher Bankverein 1896 und mit der Fusion der Basler Depositen-Bank ein Jahr später entstand 1897 der Schweizerische Bankverein. Der Schweizerische Bankverein und die Schweizerische Bankgesellschaft fusionierten im Jahre 1998 zur UBS.

  • Erste Geschäftsräume des Basler Bankvereins

Erste Geschäftsräume des Basler Bankvereins

Vertreter der im Syndikat Basler Bank-Verein zusammenarbeitenden Privatbankiers und der Frankfurter Bankverein unterzeichneten am 23. November 1871 das Protokoll zur Gründung des Basler Bankvereins....

Der Basler Bankverein bezog seine ersten Geschäftsräume 1872 im Haus «zum Wilhelm Tell» in der Aeschenvorstadt 5 in Basel.

Bauer, Hans/Schweizerischer Bankverein (Hg.) 1972, S. 59, Fotograf unbekannt

Zweites Domizil des Basler Bankvereins

Die Aufnahme zeigt den Aeschenplatz in Basel, wo der Basler Bankverein ab 1884 und dann als Schweizerischer Bankverein ab 1897 sein zweites Domizil besass (Eckhaus links).

Aufnahme um 1900.

Bauer, Hans/Schweizerischer Bankverein (Hg.) 1972, S. 92, Fotograf Höflinger, Basel

1898

Niederlassung des Swiss Bankverein in London

1898 eröffnete die erste Niederlassung des Schweizerischen Bankvereins in London mit dem Namen Swiss Bankverein. Dies war die erste Schweizer Bank im damaligen Welthandels- und Weltfinanzzentrum London. Während des Ersten Weltkrieges musste die Bank mehrere Zeitungsgerüchte dementieren, dass der Schweizerische Bankverein unter deutscher Kontrolle stehen würde. Dies war einer der Gründe, wieso die Londoner Filiale 1917 ihren Namen von Swiss Bankverein zu Swiss Bank Corporation änderte.

  • Erste Niederlassungen in London. Das Gebäude 43 Lothbury.

Erste Niederlassungen in London

Zu dieser Zeit besass der Schweizerische Bankverein nur Niederlassungen in Basel, Zürich und St. Gallen....

Rückblickend scheint es ein kühner Schritt gewesen zu sein, eine Vertretung in über 600 Kilometern Entfernung zu errichten, als Kommunikation und Reisemöglichkeiten im Vergleich zu modernen Standards noch schwieriger waren.

1898–1901: 40 Threadneedle Street mit 16 Mitarbeitenden.

1901–1902: 11 Copthall Avenue mit 30 Mitarbeitenden.

1902–1925: 43 Lothbury mit 225 Mitarbeitenden (Stand 1914).

Die Fotografie zeigt das Gebäude 43 Lothbury. Aufnahme um 1908.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt;UBS AG, Historisches Archiv, Die 3 Schlüssel 8-1973, S. 2

Schalterhalle - Banking Hall

Das Management der Westminster Bank pflegte die monatlichen Lohnchecks immer um 14.55 Uhr auszuzeichnen, kurz bevor die Banken fünf Minuten später schlossen....

So sah man viele Angestellte zu der nächstgelegenen Bank, dem Swiss Bankverein in 43 Lothbury, zu rennen, um ihre Checks noch am selben Tag in bar einlösen zu können.

Abbildung 43 Lothbury um 1908.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt;UBS AG, Historisches Archiv, 1898 Centenary 1998, S. 9

Gallerie über der Schalterhalle

Nach wenigen Jahren wurde der Platz in Lothbury zu knapp, um die steigende Zahl an Personal aufzunehmen....

Zusätzlicher Platz konnte mit dem Bau einer Galerie über der Schalterhalle gewonnen werden.

Abbildung 43 Lothbury um 1908.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt;UBS AG, Historisches Archiv, 1898 Centenary 1998, S. 11

Buchhaltung

Briefe, Buchhaltung, Kontoführung und Wertschriftenhandel wurden zu Anfang des 20. Jahrhunderts mit Feder und Tinte geschrieben....

Die Angestellten verfassten diese in fein säuberlicher Schrift, üblicherweise an Stehpulten.

Abbildung 43 Lothbury um 1908.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt;UBS AG, Historisches Archiv, 1898 Centenary 1998, S. 29

E-Mail Server von damals

Die Korrespondenz wurde mit Kopiertinte verfasst und diese Blätter wurden dann in Büchern mithilfe von Durchschlagsblättern gepresst und so kopiert....

Nach 1910 erfolgte die Einführung von Schreibmaschinen und Kopiermaschinen.

Abbildung 43 Lothbury um 1908.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt;UBS AG, Historisches Archiv, 1898 Centenary 1998, S. 29

Telefonistin

Die eigene Telefonzentrale des Swiss Bankverein diente vor allem für hausinterne Verbindungen, Gespräche konnten dann weiter zu einer Zentrale ausserhalb durchgestellt werden, aber zunächst nur zu einigen wichtigen lokalen Institutionen, wie andere Banken oder Postbüros....

Telefonverbindungen zum Mutterhaus in Basel wurden erst ab 1928 möglich, mit der Errichtung der britischen radiotelefonischen Station (Kurzwellensender) «Rugby».

Abbildung 43 Lothbury um 1908.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt;Mathys, Rolf. Swiss-Phones, online

Cable Department

Im Gegensatz zum Telefonnetz war das Telegrafennetz schon einige Jahrzehnte vorher ausgebaut und somit konnte seit der Gründung des Swiss Bankverein schon direkt mit dem Hauptsitz in der Schweiz und der Welt kommuniziert werden....

Abbildung 43 Lothbury, Juni 1908.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt;Wikipedia. Telegrafie, online

Sekretariat

Dieses Foto zeigt vermutlich ein Büro im Empfangsbereich. Der Mitarbeiter im Vordergrund verfasst einen Rapport im Formular «Cablegram»....

Links im Regal ist die «Neue Zürcher Zeitung» zu sehen, datiert auf das Jahr 1908, Nr. 648. Ganz hinten, wartend am Tresor, ist für den nächsten Botengang bereiter Laufbursche.

Abbildung 43 Lothbury um 1908.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Backoffice: Securities Dividends, Coupons

Abbildung 43 Lothbury um 1908.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Kundenbereich: Securities Dividends, Coupons

Abbildung 43 Lothbury um 1908.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Tea Time

Abbildung 43 Lothbury um 1908.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Swiss Bankverein – West End Branch

Der Verwaltungsrat rapportierte 1911, dass der Swiss Bankverein sich stärker im lukrativen Reise- und Touristengeschäft in der Touristenzone von London engagieren sollte....

Daraus resultierte 1912 die Eröffnung der West End Branch an der 11c Regent Street gleich neben dem Swiss Railways Office.

Abbildung 11c Regent Street Branch um 1912.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt;UBS AG, Historisches Archiv, 1898 Centenary 1998, S. 11

West End Branch - General Office

Abbildung 11c Regent Street Branch um 1912.

UBS AG, Historisches Archiv, 1898 Centenary 1998, S. 29, Fotograf unbekannt

1899

Bezug Schweizerischer Bankverein am Paradeplatz

Im selben Jahr der vollzogenen Fusion des Basler Bankvereins mit dem Zürcher Bankverein (1886) sicherte sich das Institut das Bauland am Paradeplatz, das sich direkt gegenüber dem Hauptsitz der Konkurrenz befand, der damaligen Schweizerischen Kreditanstalt und heutigen Credit Suisse. Nach Plänen des Architekten Charles Mewès und nach einer zweijährigen Bauzeit bezog 1899 die nun «Schweizerischer Bankverein» heissende Bank das Gebäude. Der monumentale Bau hat 57 Jahre Bestand und wird 1956 durch einen grösseren Gebäudekomplex zwischen Talstrasse, Talacker und Bärengasse ersetzt.

  • Bezug Schweizerischer Bankverein am Paradeplatz

Bezug Schweizerischer Bankverein am Paradeplatz

Der Schweizerische Bankverein beschäftigte allein am Sitz Paradeplatz über 600 Personen (Stand 1936).

Dabei bietet die Grossbank universelle Dienstleistungen, wie:...

  • Einlage- und Depositenabteilung für Sparer und Kontoführung für die passive und die aktive Vermögensverwaltung
  • Kundentresor
  • «Salon des étrangers»: Einlösen von Kreditbriefen, Reisechecks, Geldwechsel mit Reisebüro und Korrespondenzadresse für Reisende
  • Industrieanleihen (Emissionen), falls nötig im Konsortium mit anderen Banken
  • Kommerzielle Kredite
  • Dokumentar-Akkreditiv für z.B. Warenimport
  • Exportgeschäfte, dank Interbankenbeziehungen, Akkreditive und Clearing
  • Effektenbörse (z.B. Obligationen und Aktienkauf- Verkauf)
  • Wechsel-Portefeuille-Abteilung: Geld, das man erst später erhalten würde, in Geld zu verwandeln, das man sofort bekommt
  • Devisenabteilung für den Zahlungsverkehr
  • Internationales Korrespondentennetz
  • Kreditbrief mit gesichertem weltweitem Geldbezug, innerhalb des Korrespondentennetzes
  • Abteilung «Finanzauskünfte», ein Informationsbüro zu tausenden Industrie- und Handelsfirmen im in und Ausland

Abbildung um 1930.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekanntUBS AG, Historisches Archiv, Rundgang durch eine Grossbank ca. 1936

Kuppeldach

Die Kuppel wird seit 1900 geschmückt durch zwei Meter hohe Statuen aus Carrara-Marmor mit den Bezeichnungen «Le Travailleur», «La Fortune», «L’Epargne» und «Le Monnayeur»....

Nach Abbruch des Gebäudes 1956 fanden die Statuen im Schloss Herblingen ein neues Zuhause.

Aufnahme um 1923.

"Le Travailleur", "Le Monnayeur" Bildhauer Bösch, Zürich"La Fortune", "L'Epragne", Bildhauer Adolf Meyer, ZollikonUBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Haupteingang Schweizerischer Bankvereins Paradeplatz

Die Figuren «Handel» und «Industrie» säumen das Eingangstor des Bankvereins.

Aufnahme um 1930.

Statuen «Handel» und «Industrie», Bildhauer Ferdinand Faivre, ParisUBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Kassahalle mit Helvetia-Statue

Im Zentrum der Schalterhalle auf der Estrade thront die 3,9 Meter hohe bronzene Helvetia-Statue, erschaffen durch den Bildhauer Richard Kissling....

1959 stand der Abbruch des Gebäudes bevor, und die Direktion suchte dringend nach einem Abnehmer für das zwei Tonnen schwere Kunstwerk. Walter Bechtler übernahm die Helvetia-Statue und sorgte damit für patriotische Stimmung auf seinem Firmenareal der LUWA AG in Albisrieden. Nach Leihgaben 1991 an die Galerie Littmann in Basel anlässlich einer Ausstellung von Jean Tinguely und einem Auftritt an der EXPOFEDERAL vor dem Bundeshaus fand die Helvetia ihr heutiges Domizil im Zellwegerpark in Uster.

Aufnahme um 1923.

UBS AG, Historisches Archiv, Die drei Schlüssel 9/91, S. 10-11zellwegerpark, kunst, richard-kissling, onlineUBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Helvetia mit Merkur

Die Helvetia wird vom gläsernen Kuppeldach beleuchtet und erhält durch die umgebenen Deckengemälde einen nahezu sakralen Charakter....

Die kleine Merkur-Figur stehend auf der Kugel in der Hand der Helvetia zeigt den römischen Gott Merkur in der Bedeutung für Handel, Gewerbe, Reichtum und Gewinn.

Abbildung um 1923.

Deckengemälde Richard Thal & Antonio De Grada, ZürichUBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Treppenhaus

Der Zugang zum Treppenhaus auf der rechten Seite nach dem Betreten der Schalterhalle.

Abbildung um 1923.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Empfang und Kundenkabinen

Abbildung um 1923.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Stahlpanzerkammer

Abbildung um 1923.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Tresorraum für Kunden

Der Tresorraum für Bankkunden umfasste 418 Safes in vier verschiedenen Grössen.

Abbildung um 1923.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

Schrankfächer

Abbildung um 1923.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

1900

Die Rechenwalze - ein neues mathematisches Instrument

Um die Jahrhundertwende avancierte sich ein analoges Rechengerät zum meistgenutzten mathematischen Instrument im Bank-, Börsen und Versicherungswesen: die Rechenwalze. Sie vereinfachte verschiedene finanzmathematische Aufgaben und beschleunigte die Arbeitsprozesse bei Währungsumrechnungen, Zinsrechnungen, Statistiken bis hin zu Löhnen. Auch beim SBV und bei der SBG kamen logarithmische Rechenwalzen zum Einsatz. Besonders verbreitet waren die Rechenwalzen der einheimischen Firmen National und Loga-Calculator. Die Innovation dieses Instruments bestand darin, dass die logarithmischen Rechenschieber auf einem Zylinder angeordnet waren und damit die Skalenlänge der Stäbe kürzer war. Die Walzen waren kompakter, gleich genau und leichter zu bedienen als Rechenstäbe. Für einfachere Berechnungen griffen die Buchhalter nach wie vor gern zum Rechenschieber.

Wie funktioniert eine Rechenwalze?

Am Beispiel einer Währungsumrechnung zeigt das Video, wie eine Rechenwalze funktioniert.

Die grösste Rechenwalze der Welt

Sie wiegt 9.2 Kilogramm, ist 60 Zentimeter lang, weist 80 Abschnitte mit einer Skalenlänge von 24 Metern auf und ist somit die grösste Rechenwalze, die je hergestellt wurde....

Die Rechenwalze der 1903 in Zürich gegründeten Firma Loga-Calculator AG ermöglichte eine damals sonst unerreichte Genauigkeit von fünf bis sechs Kommastellen. Die Fabrik des deutschen Firmengründers Heinrich Daemen-Schmid stellte Rechentrommeln in sechs verschiedenen Skalenlängen her.

Eines der wenigen noch existierenden Exemplare befindet sich im historischen Archiv der UBS AG in Basel.

UBS AG, Historisches Archiv

Der Loga Calculator Typ 15RWv

Das Modell 15RWv wurde bis in die1950er Jahren für die Devisenarbitrage eingesetzt. Der damalige Kaufpreis belief sich auf CHF 935....

In einem Loga-Werbeprospekt wurde ein Zürcher Bankkaufmann wie folgt zitiert: «Der Loga-Calculator Mod. RWv ist der beste Apparat, den wir kennen für die Devisen-Umrechnungen ... Es wird zum Vergnügen, damit zu arbeiten.»

Der Übergang zu elektronischen Tischrechnern

Als Rechenhilfe für Division und Multiplikation mit vielen Stellen waren Rechenwalzen bis in die 1970er Jahren gängige und präzise Hilfsmittel....

Erst elektronische Tisch- und später Taschenrechner verdrängten zunehmend das zylindrische Recheninstrument.

In einem Ausschnitt der Reportage «Von Börsen und Maklern» über die Zürcher Börse (1965) ist zu sehen, wie eine mechanische Additionsmaschine vom Typ Monroe 8F-213 (links) und einer der ersten elektronischen Tischrechner Friden 130 (rechts) zusammen mit der Rechenwalze als Trio dem Börsenhändler zu Diensten standen.

UBS AG, Historisches Archiv, Filmausschnitt: Von Börsen und Maklern 1965

1906

Beginn der Expansion in die Westschweiz

Bereits im Jahr 1875 hatte der Basler Bankverein eine Anregung aus dem traditionsreichen Finanzplatz Genf zur Errichtung einer Bankfiliale erhalten. Verwirklicht wurde der Plan aber erst 1905 durch den Schweizerischen Bankverein (SBV), als sich die Gelegenheit bot, das Bank- und Kommissionsgeschäft der altangesehenen Firma d’Espine Fatio & Cie. zu übernehmen. Der SBV eröffnete seinen Sitz am 15. Februar 1906 noch unter Leitung der Teilhaber der übernommenen Firma. Im Jahr 1912, mit dem Bezug seines neuen Genfer Bankgebäudes, übernahm der SBV in Lausanne die Banque d’Escompte et de Dépôts; seinen zweiten Sitz in der Westschweiz.

  • Der erste Sitz des Bankvereins in der Romandie

Der erste Sitz des Bankvereins in der Romandie

Noch unter dem Namen «Bankverein Suisse» wurde 1906 in Genf, Rue de la Corraterie 6–10, der erste Sitz des Bankvereins in der Westschweiz eröffnet.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Julien Frères

Die Schalterhalle

Die klassisch eingerichtete Kundenhalle hatte acht nach Wertpapier- und Geschäftsart gegliederte Bankschalter. Neben dem Börsenschalter 6 (im hinteren Teil) hängen Tafeln mit Angaben zu den Börsen von Basel, Zürich und Paris.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Julien Frères

Kunden-Tresorraum

Im Tresorraum standen den Kunden Schliessfächer in unterschiedlichen Grössen zur Verfügung.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Julien Frères

Sitz in Lausanne

Die Stadt am Arc Lémanique erfuhr seit der Eröffnung des Simplontunnels eine rasante Entwicklung, was das Interesse des SBV an engeren Beziehungen zur welschen Schweiz zusätzlich stärkte....

Seinen ersten Sitz in Lausanne hatte der SBV zunächst an der Rue du Grand Chêne errichtet, bevor er ihn Ende 1923 in das neu erbaute, repräsentative Haus an der Place Saint-François verlegte (im Bild).

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf unbekannt

1907

Die Schweizerische Nationalbank gibt ihre erste Banknotenserie heraus

Mit der Eröffnung der fünf Zweigniederlassungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in Basel, Bern, Genf, St. Gallen und Zürich am 20. Juni 1907 trat das Banknoten-Monopol in Kraft. Die kurze Zeit zwischen der offiziellen Errichtung der SNB 1905 und der Schalteröffnung reichte nicht aus, um neue Banknoten herzustellen. Deshalb bestand die erste Serie aus sogenannten Interimsnoten, einer Art provisorischen Noten. Für ihre Herstellung kamen die Kupferdruckplatten und Klischees der von den Emissionsbanken herausgegebenen alten Banknoten zum Einsatz. Nebst dem Aufdruck «Schweizerische Nationalbank» zierte als Hauptmerkmal eine rote Rosette mit Schweizerkreuz die rechte obere Ecke der Vorderseite. Erst ab 1911 verfügte die Nationalbank mit der zweiten Serie über eigene Noten.

  • Die 100-Franken-Note

Ein Beispiel für die erste Banknotenserie von 1907

Die 100-Franken-Note....

Die Noten, welche 1907 als Interimsnoten herausgegeben wurden, hatte der Wiener Professor Josef Stork (1830-1902) bereits1883 für die damaligen Einheitsnoten gestaltet.

Eine majestätische Helvetia und ein kleiner Genius schmücken die Vorderseite.

De Rivaz, Michel: Die Schweizerische Banknote 1907-1997, SNB 1997

Die Rückseite der 100-Franken-Note

Hier sind sich zwei Merkur-Köpfe gegenübergestellt....

Die erste Banknotenserie bestand aus 50er, 100er, 500er und 1000er Noten.

De Rivaz, Michel: Die Schweizerische Banknote 1907-1997, SNB 1997

Ein Beispiel für die zweite Banknotenserie von 1911

Die 1000-Franken-Note....

Der Entwurf der 1000er Note stammt vom Waadtländer Maler Eugène Burnand (1850-1921).

Auf der Vorderseite ist das Portrait eines jungen Mädchens in einem Medaillon abgebildet.

Gedruckt wurden die Noten von der Londoner Druckerei Waterlow & Sons.

Die 1000er-Note der zweiten Serie erreichte eine Auflage von 2.3 Millionen Stück.

De Rivaz, Michel: Die Schweizerische Banknote 1907-1997, SNB 1997 / UBS AG, Historisches Archiv

Die Rückseite der 1000-Franken-Note

Für die Gestaltung der Rückseite der 1000-Franken-Note hat Eugène Burnand als Motiv die Innenansicht einer Giesserei gewählt. Die Skizze dafür hat er in der Winterthurer Giesserei der Gebrüder Sulzer gezeichnet....

Im Unterschied zu allen bisherigen schweizerischen Banknoten wurden für die Rückseite der Noten der zweiten Serie von Künstlern Notenbilder angefertigt. So hat Ferdinand Hodler (1853-1918) für die 50-Franken-Note den «Holzfäller» und für die 100-Franken-Noten den «Mäher» entworfen.

Die Stückelung der zweiten Serie umfasste Banknoten im Wert von 5, 10, 20, 40, 50, 100, 500 und 1000 Franken. Sie waren bis 1956/57 im Umlauf.

De Rivaz, Michel: Die Schweizerische Banknote 1907-1997, SNB 1997 / UBS AG, Historisches Archiv

Ein Beispiel für die Notenausgabe vor 1907

Banknoten der Toggenburger Bank....

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts herrschte in der Schweiz noch eine beeindruckende Münzvielfalt. Zeitweise waren mehr als 40 Münzsorten, die auf unterschiedlichen Münzsystemen basierten, im Umlauf. Mit der Gründung des modernen Bundesstaates 1848 erfolgte 1850 die Zentralisierung des Münzwesens. Der Bund entschied sich für das französische Frankensystem.

Für die Herausgabe der Banknoten beauftragte der Bund Emissionsbanken in den verschiedenen Kantonen. Bis 1881 waren diese in der Gestaltung ihrer Noten frei. 1882 trat das Banknotengesetz von 1881 in Kraft. Von nun an wurden bis 1907 Einheitsnoten herausgegeben.

In den 1870er Jahren gab es in der Schweiz 36 Emissionsbanken. Eine davon war die 1863 gegründete Toggenburger Bank. Sie gab seit 1864 Noten zu 10 Fr., 50 Fr. und 100 Fr. heraus;1883 kam die 500-Franken-Note dazu.

Waldner, Emil: Die Toggenburger Bank 1863-1912 / UBS AG, Historisches Archiv

1909

Neuer Hauptsitz des Schweizerischen Bankvereins Aeschenvorstadt 1

Der Schweizerische Bankverein (SBV) verlegte 1909 seinen Geschäftssitz von der Aeschenvorstadt 72 an die Ecke der Blockrandbebauung Aeschenvorstadt/St. Alban-Graben. Mit dem markanten Bau, dessen historisierende Fassade zwei Strassenzüge prägt, schenkte der neue Hauptsitz dem Stadtbild einen neuen Akzent. Das frühere Hauptgebäude an der Aeschenvorstadt 72 blieb noch vier Jahre im Besitz der Bank und wurde an nahestehende Gesellschaften vermietet.

  • Der neue Hauptsitz des Schweizerischen Bankvereins

Der neue Hauptsitz des Schweizerischen Bankvereins

Die Architektenfirma Suter & Burckhardt gewann 1906 den Wettbewerb zum Bau des neuen Bankgebäudes des SBV an der Aeschenvorstadt 1 in Basel....

Am 25. Oktober 1909 bezog der Zentralsitz das neue Bankgebäude.

1918 erwarb der SBV die Liegenschaften Aeschenvorstadt 9 und 11 zur Möglichkeit eines Erweiterungsbaus. 1912 kaufte der SBV für denselben Zweck den St. Alban-Graben Nr. 4 dazu.

In den Jahren 1928–1931 wurde der Erweiterungsbau erstellt und in den 1950er-Jahren folgte der Erweiterungsbau auf der Seite des St. Alban-Grabens Nr. 4.

Abbildung um 1909.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Höflinger, Basel

Altes Gebäude

Aus der Broschüre des Schweizerischen Bankvereins zur Eröffnung des neuen Bankgebäudes 1909:...

«Auf dem Areal des jetzigen Neubaues standen fünf Häuser: Aeschenvorstadt No. 1, 3, 5, 7 und St. Albangraben 2. Das Haus Aeschenvorstadt No. 5, ein altes anno 1776 erbautes Patrizierhaus zum ‹Wilhelm Tell›, wurde vom ‹Basler Bankverein› bei dessen Gründung im Jahre 1872 erworben. Er veräusserte es an die Basler Depositen-Bank im Jahre 1885 und bezog sein neues Gebäude am Aeschenplatz. Die Depositen-Bank kaufte successive die anstossenden Liegenschaften Aeschenvorstadt 1, 3 und 7. In den ersten beiden befanden sich die Weitnauer’sche Speisewirtschaft und Metzgerei, an der Ecke war der Halteplatz für die Botenwagen aus Baselland. Das Haus St. Albangraben 2 war das alte Verwaltungsgebäude der Christoph Merian’schen Stiftung. 1897 ging die Basler Depositenbank durch Fusion an den ‹Basler und Zürcher Bankverein› nunmehrigen ‹Schweizerischen Bankverein› über. 1905 beschloss der Bankverein die Erstellung des Neubaues, 1906 wurden die alten Gebäude niedergelegt, doch erst anfangs 1908 konnte mit den Ausgrabungsarbeiten begonnen werden, weil der Kampf für und wider die vom Grossen Rate beschlossene Jakob-Burckhardt-Strasse die Inangriffnahme des Baues verzögerte. Nach der vorausgegangenen Initiative eines Anwänders der neuen Strasse wurde das Referendum dagegen ergriffen und das Volk gab in zwei Abstimmungen mit kleiner Mehrheit seinen Willen kund, auf die Erstellung der Jakob-Burckhardt-Strasse zu verzichten.»

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Höflinger, Basel

Blick in den Kassahof

Aufnahme um 1909.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Höflinger, Basel

Kassahof

Die Dienstleistungen werden beschrieben mit:...

  • Alle Arten Bankgeschäften
  • Ausführung von Börsenaufträgen an allen Weltmärkten
  • Kapitalanlagen
  • Informationen über kotierte und nicht kotierte Wertpapiere

Aufnahme um 1909.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Höflinger, Basel

Fremdensalon

  • Kauf und Verkauf von fremden Geldsorten
  • Noten, Coupons und gekündeten Titeln
  • Ausstellung von Kreditbriefen für alle Länder

Aufnahme um 1909.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Höflinger, Basel

Stahlkammer

  • Vermietung von Schrankfächern in feuer- und einbruchsicheren Stahlpanzergewölben
  • Einzelkabinen zur Vornahme der Titelmanipulationen

Abbildung um 1919.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Höflinger, Basel

Sitzungssaal

Auf den Gemälden (von links nach rechts) im Sitzungssaal zu sehen sind die ehemaligen Verwaltungsratspräsidenten:...

Johann Jakob Schuster-Burckhardt 1881–1901 und Hermann La Roche-Burckhardt 1901–1906.

An der ersten Sitzung des Verwaltungsrat-Ausschusses im soeben bezogenen Gebäude verkündete der Mitbegründer des Instituts und ehemalige Verwaltungsratspräsident H. La Roche-Burckhard: «Der Bankverein hat nicht nur in der Schweiz, sondern in der ganzen Welt einen guten und wohlbekannten Namen.» und erinnerte an den «Gedanken, der den Gründern vorschwebte, die Bedeutung Basels als Handelsstadt zu erhöhen».

Abbildung um 1909.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Höflinger, Basel

Präsidentenzimmer

Das Büro des Verwaltungsratspräsidenten Alphons Simonius-Blumer 1906–1920.

Abbildung um 1909.

UBS AG, Historisches Archiv, Fotograf Höflinger, Basel

Erweiterungsbau 1931

1928–1931 erfolgte der Erweiterungsbau an den Liegenschaften Aeschenvorstadt 9 und 11 (rechte Gebäudeseite)....

Dadurch entstand eine Verdoppelung der Räumlichkeiten für den Bankbetrieb und dem Kundenbereich. Vergrössert wurde auch der Bereich für das Kassa- und Titelgeschäft, sowie für die Schrankfächer.

Abbildung um 1923.

UBS AG, Historisches Archiv, Künster unbekannt

Die Geschichte von UBS in Bildern und Texten: Zeitstrahl von 1862 bis 1900.