Nachhaltigkeit bei UBS

Ein Gespräch mit Suni Harford, Sponsorin der Konzernleitung für Nachhaltigkeit, und Michael Baldinger, Chief Sustainability Officer.

07. März 2022 7 Minuten Lesedauer

Das Wichtigste in Kürze

  1. UBS ist seit mehr als 50 Jahren eine Vorreiterin in puncto Nachhaltigkeit: Wir wissen, dass unser heutiges Handeln für die Zukunft wichtig ist.
  2. Da sich ein Segment des Unternehmens speziell mit der nachhaltigen Leistung befasst, sind all unsere Geschäftsbereiche auf unsere Ambitionen und Ziele ausgerichtet.
  3. Wir konzentrieren uns unter anderem darauf, unsere Emissionen bis 2050 im gesamten Betrieb zu reduzieren.

UBS ist seit über drei Jahrzehnten eine Vorreiterin in puncto Nachhaltigkeit und unseren Kolleginnen und Kollegen wie auch unseren Kunden ist das Thema sehr vertraut. Gemeinsam schaffen wir ein Ökosystem, das unserer Welt stärkere Impulse für eine bessere Zukunft gibt. Im Folgenden erfahren Sie, warum wir uns nach wie vor von der Masse abheben, um bessere Ergebnisse für heutige und künftige Generationen zu erzielen, während sich nachhaltiges Investieren mehr und mehr durchsetzt.

Welche Rolle spielt die Nachhaltigkeit für unsere weitere Entwicklung? Wie passt das Thema zum Purpose von UBS?

Suni Harford: Dass sich Nachhaltigkeit mehr und mehr durchsetzt, hat erhebliche Auswirkungen auf unser Unternehmen und unsere Kunden und bietet beiden grosse Chancen. UBS ist seit vielen Jahren eine Vorreiterin im Bereich der nachhaltigen Finanzdienstleistungen. Dass wir sie zu einem zentralen Element unseres Purpose machen, verdeutlichen unsere ehrgeizigen Ziele für die Zukunft. Wir wollen der bevorzugte Finanzanbieter für Kunden sein, die Kapital mobilisieren wollen, um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und den geordneten Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft zu erreichen.

Als führendes Finanzinstitut spielt UBS zudem eine zentrale Rolle dabei, die Branche mit zu gestalten und den Wandel voranzutreiben. Damit uns dies gelingt und um Kapital dahin zu leiten, wo es am dringendsten benötigt wird, konzentrieren wir uns auf drei wichtige Bereiche: Planet, Menschen und Partnerschaften. Konkret bedeutet dies, Massnahmen in Bezug auf das Klima zu ergreifen und den Übergang hin zu einer Welt der Netto-Null-Emissionen zu unterstützen. Es bedeutet auch, dass wir uns dafür einsetzen, mit Hilfe unserer Bemühungen im Bereich Philanthropie und Community Impact, bei denen Gesundheit und Bildung im Mittelpunkt stehen, die Vermögensungleichheit zu bekämpfen. Zudem arbeiten wir in Partnerschaften mit unseren Kunden, Gemeinschaften und anderen Standardsetzern zusammen, um in wirklich globalem Massstab etwas zu bewirken.

Welches Ziel hatten Sie bei der Schaffung des neuen Bereichs Group Sustainability and Impact?

Suni Harford: Nachhaltige Finanzierung hat sich in den letzten Jahren rasch weiterentwickelt, da Anleger, Regulierungsbehörden und andere Marktteilnehmer ihren Fokus verstärkt auf nachhaltige Ergebnisse ausrichten. Gleichzeitig wurde eine stärkere Vereinheitlichung von Definitionen, Terminologie und Standards angestrebt, um die Transparenz und den Zugang zu konsistenten Daten zu verbessern. Die Möglichkeiten sind nahezu unendlich.

Durch die Schaffung von Group Sustainable and Impact wollen wir UBS so positionieren, dass wir in diesem äusserst dynamischen Umfeld so effektiv wie möglich reagieren können. Unser fokussiertes Team vereint unsere führenden Fachexperten und Vordenker aus dem gesamten Unternehmen. Es fungiert als Kompetenzzentrum und ist die treibende Kraft für die Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie und der zugehörigen Initiativen wie etwa dem Übergang auf Netto-Null-Emissionen. Zudem spielt es eine zentrale Rolle dabei, den Unternehmensbereichen von UBS in aller Welt dabei zu helfen, unsere Fähigkeiten und Kenntnisse in den Bereichen Nachhaltigkeit und Impact optimal zu nutzen. Und schliesslich unterstützt es sie dabei, unser gesamtes Ökosystem im Namen der Kunden einzubeziehen.

Wie ziehen Sie sich selbst zur Verantwortung und welche Fortschritte erzielen Sie?

Suni Harford: Als wir letztes Jahr unsere Erklärung zu unserem Netto-Null-Ziel (Net Zero and Beyond) veröffentlichten, beschrieben wir darin einige klare Ambitionen. Als führende Universalbank in der Schweiz wollen wir etwa sicherstellen, dass wir den Wandel in unserem Heimmarkt unterstützen. Im Jahr 2021 boten wir als erste Schweizer Immobilienplattform nachhaltige Hypotheken für Immobilienwerte in der Schweiz an. Ein weiterer wesentlicher Bereich, auf den wir hinwiesen, war unsere Arbeit rund um inklusives Wachstum und der geschärfte Fokus der philanthropischen Aktivitäten unserer Kunden und des Unternehmens. Im letzten Jahr nahm die UBS Optimus Foundation Spenden in Höhe von USD 161 Mio. ein und verbesserte mit ihren Aktivitäten das Wohlbefinden von 4,6 Millionen Menschen. Natürlich müssen wir ebenfalls unbedingt sicherstellen, dass unser Nachhaltigkeitsziel in seiner vollen Bandbreite transparent nachverfolgt und beurteilt werden kann. Daher sind unsere Ziele, unsere Vorgaben und – was am wichtigsten ist – unser Fortschritt bei ihrer Erreichung klar in unserem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht dargelegt.

Ein wichtiger Meilenstein 2021 war die Veröffentlichung der Erklärung zum Netto-Null-Ziel von UBS. Wie sehen die nächsten Schritte aus?

Michael Baldinger: "Unser Fokus auf dem Klimawandel ist nicht neu für UBS. Allerdings sind hochkomplexe und jahrelange Massnahmen erforderlich, um eine Bank mit Netto-Null-Emissionen zu werden." Um unseren weiteren Weg zu planen – etwa Zwischenziele und wichtige Meilensteine –, veröffentlichten wir 2021 unsere Erklärung zu unserem Netto-Null-Ziel. Sie repräsentiert unsere Verpflichtung, bis 2050 Netto-Null-Emissionen im gesamten Betrieb zu erreichen – und auch unsere Kunden auf ihrem Weg dorthin zu unterstützen. Einer der ersten Meilensteine auf diesem Weg war die Emission unserer ersten grünen Anleihe (Green Bond) im Sommer 2021: Dieses unternehmensweite Projekt ging direkt auf die steigende Nachfrage der Anleger ein.

Unser Fokus auf dem Klimawandel ist nicht neu für UBS. Allerdings sind hochkomplexe und jahrelange Massnahmen erforderlich, um eine Bank mit Netto-Null-Emissionen zu werden.

Als nächsten Schritt werden wir unseren Anlegern an der ordentlichen UBS-Generalversammlung im April unseren Klima-Aktionsplan vorstellen. Und, wie zu erwarten war, arbeiten unsere Teams nach wie vor mit Hochdruck daran, unsere Pläne zur Umsetzung des Netto-Null-Ziels zu erfüllen.

Möchten Sie mehr über das globale Engagement von UBS erfahren?

Weitere Informationen zu dem, was wir in den Bereichen Nachhaltigkeit, Gesellschaft und Philanthropie bewirken.

Welche weiteren Prioritäten gibt es 2022 neben dem Vorantreiben der Pläne zur Umsetzung des Netto-Null-Ziels noch?

Suni Harford: Wir haben für 2022 und darüber hinaus eine ziemlich ehrgeizige Agenda. Zu unseren obersten Prioritäten zählen ganz sicherlich nach wie vor, die Netto-Null-Ziele zu erreichen und das Angebot des Unternehmens im Bereich Nachhaltigkeit und Impact weiter auszubauen. Dazu müssen wir unter anderem auf den 2021 gemachten Verpflichtungen aufbauen, etwa der Net Zero Banking Alliance und der "Net Zero Asset Managers"-Initiative. Zudem leisten wir Beiträge zur Task Force on Climate-related Financial Disclosures, zur Taskforce on Nature-related Financial Disclosures und zur G7 Impact Taskforce.

Auch für das neu gegründete UBS Sustainability and Impact Institute wird dies ein wichtiges Jahr: Das Institut soll die besten Vordenker von UBS auf diesem Gebiet fördern. Im Rahmen dieses Projekts werden wir auch unser neues Forum gründen. Es soll unsere Fachexperten mit anderen Vordenkern, Standardsetzern und externen Partnern zusammenbringen, um die Debatte zu fördern und innovative Ideen und Lösungen entstehen zu lassen, die die Nachhaltigkeitsagenda von UBS und darüber hinaus voranbringen.

Michael Baldinger: In unserem Heimmarkt wird 2022 wahrscheinlich auch ein zentrales Jahr für die Finanzmärkte der Schweiz sein, da die Selbstregulierung der Nachhaltigkeit in den Fokus rückt. Als Vertreter von UBS sowohl der Schweizerischen Bankiervereinigung als auch der Swiss Sustainable Finance helfen wir, den Übergang in der Schweiz voranzutreiben, indem wir zu diesen Rahmenwerken beitragen und sie gestalten. Die Bedeutung des "S" in "Umwelt, Soziales und Governance" (ESG) rückt in den Märkten rund um den Globus zunehmend in den Blickpunkt. Daher werden auch wir uns dafür einsetzen, die Rolle von DE&I als wichtigen Faktor für inklusives Wachstum zu erweitern.

Suni Harford: Das umfassende Verständnis und der allgemeine Konsens hinsichtlich des Ausmasses der Nachhaltigkeit als Herausforderung haben 2021 weiter zugenommen und nie zuvor hatte die Mobilisierung von Kapital mehr Wirkung. Allerdings erfordert der Übergang der Welt zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft im kommenden Jahrzehnt jährlich Investitionen in Höhe von etwa USD 3,5 Bio.

Wenn wir zusammenarbeiten, können wir auf globaler Ebene wirklich etwas bewirken.

Unserer Meinung nach spielt UBS eine wichtige Rolle dabei, diese Finanzierungslücke zu schliessen: Wir können dazu beitragen, Kapital in all seinen Formen zu mobilisieren, und dies ist eine ganz wichtige Priorität für unser Unternehmen. Als eines der grössten Finanzinstitute weltweit sind wir in der äusserst guten Position, Partnerschaften mit Regierungen, Eigentümern von Vermögenswerten sowie Teilnehmenden der öffentlichen und privaten Märkte zu schliessen und mit vermögenden Privatpersonen zusammenzuarbeiten, um sie dabei zu unterstützen, ihre philanthropischen Aktivitäten im Bereich soziale Wirkung zu intensivieren. Wenn wir zusammenarbeiten, können wir auf globaler Ebene wirklich etwas bewirken.

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