Es geht weiter – mit dem dritten Modul im Lernpfad «Vermögen»!
In den ersten beiden Modulen haben Sie Ihre Lebenssituation, Ihre Ziele sowie Ihr Anlegerinnen- und Risikoprofil eingeordnet. Im nächsten Schritt geht es darum, aus diesen Grundlagen eine passende Anlagestrategie abzuleiten und diese konsequent umzusetzen.
Eine gute Strategie sorgt dafür, dass Ihr Vermögen gezielt investiert ist: Risiko und Rendite Ihrer Anlagen bleiben nachvollziehbar und sind auf Ihre Ziele und Ihren Zeithorizont abgestimmt. Das hilft, auch in turbulenten Marktphasen ruhig zu bleiben und nicht vorschnell zu reagieren.
Eine Anlagestrategie ist somit kein einzelner Entscheid, sondern ein Zusammenspiel mehrerer Elemente. Sie verbindet Ihre Ziele aus Modul 1 mit Ihrem Anlegerinnenprofil aus Modul 2.
Anlagestrategie entwickeln und umsetzen
Um Vermögen strukturiert anzulegen, werden häufig übergeordnete Anlagestrategien verwendet. Sie helfen dabei, das Verhältnis zwischen Stabilität, Ertrag und Wachstum einzuordnen und Erwartungen realistisch zu verorten.
Es geht unter anderem um folgende Fragen:
- Welche Ziele sollen mit welchem Teil des Vermögens erreicht werden?
- Wie viel Schwankung ist in den einzelnen Bereichen tragbar?
- Wie lässt sich die Strategie über die Zeit hinweg umsetzen und überprüfen?
Je nach Bedürfnis und gewünschtem Umfang stehen Ihnen dazu unterschiedliche Unterstützungsformen zur Verfügung – etwa eine Vermögensberatung oder die Vermögensverwaltung. Der Vorteil einer solchen Unterstützung: Eine professionelle Begleitung kann Orientierung geben, entlasten und bei Bedarf weitere Spezialistinnen und Spezialisten einbeziehen.
Im Rahmen unseres Beratungsansatzes «UBS Wealth Way» entwickeln unsere Beraterinnen und Berater Ihre individuelle Anlagestrategie entlang der drei Perspektiven Liquidität, Langlebigkeit und Weitergabe. Dazu definieren wir eine Zielstruktur und halten für jede der drei Perspektiven den angestrebten Sollzustand fest. Diesen vergleichen wir mit Ihrem aktuellen Istzustand.
Die Anlagestrategie wird schliesslich so gewählt, dass sie Sie dabei unterstützt, diese Zielstruktur Schritt für Schritt zu erreichen.
Wie das konkret aussehen kann, zeigt die nachfolgende Grafik.
Beispiel einer individuellen Anlagestrategie
Schauen wir uns nun an, wie wir das schrittweise angehen und wie eine solche Strategie überhaupt aussieht.
Vermögensberatung oder Vermögensverwaltung – was passt zu Ihnen?
Vermögensberatung
Bei der Vermögensberatung treffen Sie die Anlageentscheide selbst. Sie werden dabei von Fachpersonen unterstützt, erhalten Einschätzungen zu Märkten und Produkten und besprechen regelmässig Ihre Strategie. Diese Form eignet sich, wenn Sie sich aktiv einbringen und Entscheidungen bewusst selbst treffen möchten.
Vermögensverwaltung
Bei der Vermögensverwaltung wird die vereinbarte Strategie von Spezialistinnen und Spezialisten umgesetzt und laufend überwacht. Sie delegieren Ihre Anlageentscheide also an Fachpersonen, die diese innerhalb des gemeinsam definierten Rahmens für Sie treffen. Diese Lösung eignet sich, wenn Sie Verantwortung abgeben möchten und eine professionelle Umsetzung wünschen.
Welche Form sinnvoll ist, hängt von Ihren Bedürfnissen, Ihrer Zeit und Ihrem Wunsch nach Mitwirkung ab. Gerne besprechen unsere Beraterinnen und Berater geeignete Lösungen mit Ihnen.
Einblick in die Praxis: sechs Grundstrategien zur Orientierung
Unterschiedliche Strategien unterscheiden sich insbesondere darin,
- welches Ziel sie verfolgen (Werterhalt oder Wachstum),
- wie stark Schwankungen ausfallen können und
- über welchen Zeithorizont sie sinnvoll eingesetzt werden.
Nachfolgend finden Sie sechs beispielhafte Modellstrategien. Wichtig ist: Es sind keine starren Schablonen, sondern sie dienen als Orientierung im Gespräch und bei der Einordnung Ihres Risikobudgets.
Je nach gewählter Strategie werden die Anlageklassen in Ihrem Portfolio unterschiedlich stark gewichtet. Oft ist es sinnvoll, gleich mehrere Strategien parallel einzusetzen – abhängig davon, welche Aufgabe Ihr Vermögen innerhalb der drei Dimensionen Liquidität, Langlebigkeit und Weitergabe übernimmt. Um die gewählte Ausrichtung umzusetzen, eignen sich passend zu Ihren Bedürfnissen unterschiedliche Anlagelösungen.
Annas Glossar: Anlagelösungen im Überblick
Zielgerichtet investieren – mit diesen fünf Anlageregeln für den Alltag
Unabhängig von der gewählten Strategie gibt es Grundprinzipien, die helfen, langfristig auf Kurs zu bleiben.
1. Diversifikation
Eine breite Streuung über Anlageklassen, Regionen und Währungen hilft, Risiken zu verteilen. Einzelne Entwicklungen fallen so weniger stark ins Gewicht, was das Vermögen insgesamt stabiler machen kann. Diversifikation bedeutet nicht, Risiken zu vermeiden, sondern sie bewusster zu steuern.
2. Emotionale Fehler vermeiden
Stark schwankende Märkte lösen oft Unsicherheit aus. Viele Anlegerinnen und Anleger treffen in solchen Phasen Entscheidungen aus Angst, Euphorie oder aus dem Bauchgefühl heraus. Sich dieser emotionalen Reaktionen bewusst zu sein, hilft, impulsive Entscheide zu vermeiden.
3. Regelmässig investieren
Wer regelmässig investiert, verteilt den Einstiegszeitpunkt über einen längeren Zeitraum. Das kann helfen, kurzfristige Marktschwankungen auszugleichen und den Fokus auf langfristige Ziele zu behalten.
4. Disziplin bewahren
Es fällt Menschen nicht leicht, diszipliniert zu investieren. Erinnerungen an frühere Gewinne oder Verluste, Gewohnheiten oder scheinbar präzise Prognosen können Entscheidungen beeinflussen. Eine klar definierte Strategie hilft, sich nicht fehlleiten zu lassen, sondern den eigenen Plan konsequent zu verfolgen.
Möchten Sie mehr dazu erfahren, wie Finanzentscheidungen bewusst getroffen werden? Informieren Sie sich in unserem Lernpfad «Behavioral Finance».
5. Check-ups einplanen
Eine Anlagestrategie sollte regelmässig überprüft werden – zum Beispiel jährlich oder bei grösseren Veränderungen im Leben. Dabei geht es nicht um kurzfristige Marktbewegungen, sondern darum, ob Ziele, Zeithorizont und Risikoprofil noch stimmig sind.
Annas Checkliste: Wichtiges für das erste Beratungsgespräch
Möchten Sie sich optimal auf Ihre Beratung vorbereiten, lohnen sich folgende Überlegungen:
- Ihr Entscheidungsstil: Möchten Sie Entscheide selbst treffen oder lieber delegieren – ganz oder teilweise?
- Ihr Komfort mit Schwankungen: Was wäre für Sie «normal»? Und ab wann würden Sie nervös werden?
- Ihr Zeithorizont je Vermögensteil: Welcher Teil soll kurzfristig verfügbar bleiben, welcher ist klar langfristig gedacht?
- Ihre bestehende Anlagestruktur: Haben Sie bereits Depots, Fonds, ETFs, Einzeltitel oder andere Anlagen – bei UBS oder anderswo?
- Ihre Rahmenbedingungen: Gibt es Beträge, die Sie nicht investieren möchten, oder Bereiche, die Ihnen wichtig sind (zum Beispiel Nachhaltigkeit, bestimmte Branchen ausschliessen)?
- Ihre Erwartungen an die Begleitung: Wie intensiv möchten Sie beraten und begleitet werden? Und was möchten Sie selbst übernehmen?
Wenn Sie nicht zu allem eine klare Antwort haben, ist das völlig in Ordnung. Im Gespräch ordnen die Kundenberaterinnen und -berater gemeinsam mit Ihnen ein, was zu Ihnen passt und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
Kundinnen fragen – Anna antwortet
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Weil ein persönliches Gespräch viel wert ist
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