Bild: Fluss Tungnaà, Island

2016 betrug das globale Volumen nachhaltiger Anlagen über 22 000 Milliarden US-Dollar – gegenüber 14 000 Milliarden im Jahr 2012.1 Angesichts dieser Zahlen bestehen kaum Zweifel, dass nachhaltige Anlagen derzeit in immer breitere Anlegerkreise vordringen.

Dieses Wachstum hat den Druck auf professionelle Investoren erhöht, nachhaltig zu investieren und eine Art «Gebot der Nachhaltigkeit» geschaffen.

Hinter dem Druck stehen verschiedene Anspruchsgruppen.

In einer breit angelegten Umfrage erklärten drei Viertel aller professionellen Investoren2, dass die Einbeziehung ökologischer, sozialer und governancebedingter Aspekte (der sogenannten ESG-Faktoren, die den meisten nachhaltigen Anlagen zugrunde liegen) zu den wichtigsten fünf Kriterien bei der Auswahl eines Asset Managers zähle.

Etwa 85% der Befragten überprüfen, ob die Anlagepolitik ihres Asset Managers verantwortungsbewusst ist. 81% möchten die positive Wirkung, die ihre Anlagen für die Gesellschaft haben können, genauer verstehen und verbessern.3

Hinzu kommt, dass immer mehr institutionelle Anleger im Hinblick auf SI (engl. sustainable investing) einer treuhänderischen Pflicht unterliegen. So haben sich über 65% vertraglich verpflichtet4, ihre Anspruchsgruppen über die soziale bzw. ökologische Performance zu unterrichten. Ebenso verlangen weltweit immer mehr Regulierer von Pensionsfonds und sonstigen institutionellen Anlegern, nachhaltige Anlagepraktiken zu berücksichtigen, hierüber Bericht zu erstatten und damit aufzuzeigen, dass sie sich an diese Vorgaben halten.

Von grösster Bedeutung ist jedoch möglicherweise, dass es institutionellen Anlegern vor dem Hintergrund des heutigen Niedrigzinsumfelds immer schwerer fällt, ihre Performancevorgaben zu erreichen. Viele Erkenntnisse sprechen dafür, dass nachhaltige Anlageansätze das allgemeine Portfoliorisiko senken und im Gegenzug nachhaltige Renditen fördern können. Auch das ist ein überzeugendes Argument für nachhaltige Anlagen.

Neue Kompetenzen und eine neue Perspektive

Als eine der ersten globalen Banken weltweit, die im Bereich der nachhaltigen Anlagen tätig sind, kennen wir von UBS diese Ansätze sehr gut und sind von ihren Vorzügen überzeugt.

Wir besitzen inzwischen eines der führenden globalen Angebote, das alle einschlägigen Aspekte abdeckt, darunter Research und Hilfestellung für unternehmerisches Engagement in einem breiten Spektrum innovativer Produkte und Dienstleistungen. So wollen wir unsere Kunden bei der Ausarbeitung ihrer eigenen Lösungen unterstützen.

SI-Ansätze sollen keine Standard-Finanzanalysen ersetzen, sondern Letztere vielmehr mit einer neuen Schicht sachdienlicher Daten unterlegen. Professionelle Investoren, die SI zu ihrem Vorteil nutzen, müssen sich neue Analysekompetenzen aneignen und die Welt aus einer neuen Perspektive sehen.

Wir wissen, was das konkret bedeutet: Bei UBS Asset Management entwickeln wir schon seit vielen Jahren eigene Methoden, die Nachhaltigkeitsfaktoren in fundamentales Research, Analysen und Anlageentscheidungen einbeziehen. Dieser Prozess hat uns unter anderem die Entwicklung einer objektiven, proprietären ESG-Bewertung ermöglicht, die sowohl transparent und vergleichbar ist, als auch unsere eigene Beurteilung des Nachhaltigkeitsprofils einzelner Unternehmen widerspiegelt. Wir entwickeln heutzutage gemeinsam mit Wissenschaftlern quantitative Methoden, um die Wirkung von Anlagen zu messen, womit innerhalb von SI neue Massstäbe gesetzt werden.

Dass nachhaltige Anlagen inzwischen allgemein anerkannt sind, wird kaum bezweifelt. Dessen ungeachtet befinden sie sich noch im Frühstadium und müssen mit weiteren Erkenntnissen unterlegt werden. Professionelle Investoren, die sich dem Gebot der Nachhaltigkeit gegenübersehen, können hieraus einen grossen Nutzen ziehen.