Das Wichtigste in Kürze

Die neue Studie «Frauenperspektiven 2026 des UBS Sorgenbarometers» zeigt: Frauen treffen Finanzentscheide vor allem mit Blick auf Stabilität und Absicherung.

  • 94 Prozent der Frauen sagen, dass Geld ihnen ein Gefühl von Sicherheit gibt.
  • Beim Investieren steht Sicherheit mit 57 Prozent klar vor Rendite und langfristigem Vermögensaufbau.
  • Nur gut die Hälfte der Frauen investiert regelmässig oder zumindest gelegentlich in Geldanlagen.
  • Als wichtigste Ziele nennen Frauen Altersvorsorge und Schutz bei unerwarteten Ausgaben.

Sicherheit – das zentrale finanzielle Thema für Frauen

Finanzielle Sicherheit ist für viele Frauen in der Schweiz ein zentrales Bedürfnis. Geld steht vor allem für Stabilität, Unabhängigkeit und die Gewissheit, auch in unruhigen Zeiten handlungsfähig zu bleiben.

Das zeigt sich deutlich in der aktuellen Studie «Frauenperspektiven 2026»: 94 Prozent der Frauen geben an, dass Geld ihnen ein Gefühl von Sicherheit gibt, und 93 Prozent betonen, wie wichtig ihnen finanzielle Unabhängigkeit ist – gerade in einem Umfeld mit hohen Lebenshaltungskosten, steigenden Krankenkassenprämien und wenig kalkulierbaren Ausgaben.

Frauenperspektiven 2026 – Studie

Mehr zur Studie

Aufbauend auf dem UBS Sorgenbarometer untersucht die Studie, was finanzielle Sicherheit für Frauen bedeutet – und welche Herausforderungen ihre Entscheidungen zu Vorsorge und Investitionen prägen. Entdecken Sie zentrale Erkenntnisse und Hintergründe auf unserer Website – und laden Sie die vollständige Studie herunter.

Warum Rendite nicht an erster Stelle steht

Wenn Frauen investieren oder Geld zur Seite legen, ist gemäss Studie entscheidend, dass sich eine Lösung verlässlich anfühlt und verständlich bleibt.

  • 57 Prozent nennen Sicherheit als zentrales Motiv beim Investieren.
  • 39 Prozent nennen die Vorbereitung auf die Pensionierung.
  • 36 Prozent nennen den Schutz vor unerwarteten Ausgaben.
  • 34 Prozent nennen den langfristigen Vermögensaufbau.
  • 21 Prozent nennen Rendite als Motiv.

Viele Frauen jonglieren im Alltag mit verschiedenen Aufgaben gleichzeitig – von der Organisation des Haushalts über familiäre Verpflichtungen bis hin zu finanziellen Themen. Diese Mehrfachverantwortung, oft als «Mental Load» bezeichnet, lässt manchmal wenig Raum, sich intensiv mit Finanz- oder Vorsorgethemen zu beschäftigen. Deshalb rückt bei finanziellen Entscheidungen häufig die Absicherung in den Vordergrund: Wer zuerst Miete, Krankenkasse, Steuern und laufende Ausgaben im Blick haben muss, denkt beim Thema Geld eher an einen Sicherheitspuffer als an Anlagestrategien. Geldanlagen werden so vor allem als Schutzmechanismus gesehen – und weniger als Instrument, um aktiv Vermögen zu vermehren.

Ausgaben grösste Budgetbelastung – Mittelwerte

Einwohnerinnen der Schweiz ab 16 Jahren

Quelle: gfs.bern, Frauenperspektiven – Eine Studie des UBS Sorgenbarometers, Dezember 2025 – Januar 2026 (n = 984)

Was Frauen vom Investieren abhält

Dieses Sicherheitsdenken bedeutet nicht, dass Frauen Investieren grundsätzlich ablehnen. Es hängt auch damit zusammen, dass Frauen im Alltag häufig die operative Finanzorganisation übernehmen – etwa das Bezahlen von Rechnungen oder das Ausfüllen der Steuererklärung – während strategische Anlageentscheide oft gemeinsam getroffen oder delegiert werden. Wo Aufgaben abgegeben werden, geschieht dies meist aus Vertrauen oder aufgrund zugeschriebener Kompetenz.

Die Studie zeigt zudem, dass zwischen dem Wunsch nach finanzieller Sicherheit und dem tatsächlichen Anlageverhalten oft eine Lücke besteht. 25 Prozent der Frauen investieren regelmässig, 28 Prozent gelegentlich. 38 Prozent haben bislang noch nie investiert und planen dies aktuell auch nicht. Als wichtigste Hürde nennen 41 Prozent, sie hätten zu wenig Geld zum Investieren; weitere Gründe sind Risiken, fehlendes Wissen oder die Wahrnehmung, dass Geldanlagen kompliziert sind.

Doch: Über acht von zehn Frauen trauen sich einen guten oder sehr guten Umgang mit Geld zu. Diese hohe Selbstzuschreibung steht jedoch in einem Spannungsverhältnis zur beobachteten Zurückhaltung bei Investitionen. Geringe Aktivität bei Vorsorge oder Geldanlagen ist daher weniger Ausdruck mangelnden Vertrauens in die eigene Fähigkeit, sondern vielmehr mit Sicherheitsorientierung, verfügbaren Ressourcen und Alltagsbelastung verknüpft.

Finanz-Basics: In fünf Modulen zu mehr Finanzkompetenz

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Schritt für Schritt zu mehr Sicherheit

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass viele Frauen bereits über eine hohe praktische Finanzkompetenz im Alltag verfügen – etwa beim Verwalten laufender Ausgaben. Wenn Frauen ihre vorhandene Finanzkompetenz auch auf Vorsorge- und Anlagethemen übertragen, stärken sie ihre langfristige finanzielle Unabhängigkeit.

Der Weg zu mehr finanzieller Sicherheit beginnt oft mit kleinen, aber wirkungsvollen Schritten: regelmässiges Investieren, eine breite Streuung des Vermögens und klar definierte Ziele. Im Mittelpunkt können dabei beispielsweise der Aufbau eines Polsters für unerwartete Ausgaben oder die gezielte Ergänzung der Vorsorge stehen. Der Fokus bleibt stets auf Sicherheit, während Rendite nicht zum Selbstzweck wird, sondern als Mittel dient, finanzielle Stabilität und langfristige Unabhängigkeit zu stärken.

Unterstützung beim Investieren

Viele Frauen in der Schweiz verbinden das Thema Investieren vor allem mit grossen Geldbeträgen und Anlagen, die mit höheren Risiken verbunden sind. Die Studie zeigt jedoch: Für die meisten Frauen stehen Sicherheit und Stabilität im Vordergrund – und genau das kann Investieren auch bedeuten. Sparen, Vorsorge und das Bilden von Rücklagen sind wichtige Formen der finanziellen Absicherung und Teil einer vorausschauenden Finanzplanung.

Zudem wünschen sich viele Frauen eine persönliche Beratung, um Unsicherheiten abzubauen und mehr Klarheit zu gewinnen. Wer sich gut informiert fühlt und Unterstützung erhält, kann selbstbewusster und mit einem guten Gefühl finanzielle Entscheidungen treffen.

Wissen Sie Ihr Geld in guten Händen

Investieren Sie mit UBS und entscheiden Sie, wie viel Beratung Sie möchten und welche Entscheidungen Sie lieber selbst treffen. Wir freuen uns auf Sie

  • Ausarbeiten einer Anlagestrategie
  • Auswählen der passenden Geldanlage
  • Überwachen des Portfolios

Fazit: Investieren als Teil langfristiger Stabilität

Viele Ergebnisse der Studie legen nahe, dass es sich lohnt, den Begriff «Sicherheit» in Finanzfragen für Frauen breiter zu verstehen und neu zu justieren. Es geht vor allem um die Frage, ob sie ihren Alltag tragen können, Verpflichtungen nachkommen und unerwartete Ereignisse abfedern. Sicherheit bedeutet damit auch Planbarkeit, Unabhängigkeit und das Gefühl, nicht allein mit finanziellen Entscheidungen zu sein.

Die Studie zeigt, dass Frauen Investieren nicht grundsätzlich ablehnen, sondern es in einem anderen Kontext betrachten: Sie wägen Risiken stärker im Zusammenhang mit ihrer Lebensrealität ab und knüpfen Finanzentscheide häufig an konkrete Ziele. Entsprechend wünschen sich viele Frauen Angebote, die auf ihre Situation eingehen, verständlich erklären, wie Anlagen funktionieren und welche Rolle sie für langfristige Stabilität spielen können.

Ein schrittweiser Vermögensaufbau kann helfen, finanzielle Sicherheit langfristig zu stärken, statt sie nur kurzfristig über beispielsweise Sparen zu suchen. Gerade dann, wenn Investitionen transparent, nachvollziehbar und mit klaren Etappen gestaltet sind, wird aus dem abstrakten Thema «Rendite» eine greifbare Möglichkeit, die eigene Zukunft robuster zu machen. Es zeigt sich deutlich, dass es weniger darum geht, Sicherheit oder Rendite zu wählen, sondern Wege zu finden, wie Investieren das Sicherheitsgefühl positiv beeinflussen kann – im Einklang mit den eignen Prioritäten und Lebensentwürfen.

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