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Der Schweizer Finanzplatz: stabil und international ausgerichtet

Sobald Sie neu in der Schweiz ankommen, gehört der Schweizer Franken zu Ihrem Alltag. Die Schweiz gehört nicht zur Eurozone und verfügt über eine eigene Währung, deren Geldpolitik die Schweizerische Nationalbank (SNB) unabhängig steuert.

Der Schweizer Franken gilt historisch als vergleichsweise stabile Währung. Das schafft eine verlässliche Grundlage für Ihre mittel- und langfristige Finanzplanung. Wechselkurse schwanken jedoch. Das ist besonders relevant, wenn Sie Einkommen, Ersparnisse oder Verpflichtungen in anderen Währungen haben oder regelmässig Geld ins Ausland überweisen.

Nichtsdestotrotz ist der Schweizer Bankenplatz gut auf Expats eingestellt. Schweizer Banken sind gut reguliert, befolgen hohe Sicherheitsstandards und haben oft eine internationale Ausrichtung. Viele bieten ihre Dienstleistungen auch in mehreren Sprachen an. Das kann Ihnen den Einstieg erleichtern, wenn Sie beispielsweise ein Konto eröffnen, internationale Zahlungen tätigen oder Ihre Finanzen neu organisieren.

Alles, was Sie für einen guten Start brauchen

Ein Umzug in die Schweiz ist ein spannender Neuanfang, auch wenn es um Ihre Finanzen geht. Wir möchten es Ihnen erleichtern, sich im Alltag zurechtzufinden.

So geht Banking in der Schweiz

Nationale und internationale Überweisungen werden in der Schweiz über das weltweit standardisierte IBAN-System abgewickelt. Um Überweisungen im Alltag, etwa für das Bezahlen der Wohnungsmiete und der Krankenkassenprämien oder die Lohnauszahlung, zu tätigen, benötigen Expats in der Schweiz allerdings meist ein lokales Bankkonto.

Daher ist es sinnvoll, möglichst rasch nach dem Umzug ein neues Konto zu eröffnen. Informieren Sie sich am besten im Vorfeld, wie Sie das passende Bankkonto und die richtigen Bezahlkarten finden.

Ratgeber Alltägliche Bankgeschäfte

Praktische Ratschläge zum Bezahlen und Spannendes rund um Konten und Karten – erfahren Sie in unseren Artikeln alles über Banking im Alltag.

Sparen und Investieren in der Schweiz

Wer seine Ersparnisse in der Schweiz anlegen oder Vermögen aufbauen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Die passende Wahl hängt vom persönlichen Zeithorizont und den individuellen Zielen ab.

Sparen und kurzfristige Reserven bilden

Möchten Sie Ihre kurzfristigen Reserven mit möglichst wenig Risiko deponieren oder sich einen finanziellen Puffer aufbauen, können Sie ein Sparkonto bei einer Schweizer Bank eröffnen. Insbesondere für Expats, die erst kurz in der Schweiz sind, ist das oft sinnvoll. So können Sie eine Notreserve aufbauen – etwa für unvorhergesehene Ausgaben oder grössere Anschaffungen im neuen Umfeld. Allerdings sind die Renditen auf Sparkonten in der Regel tief.

Investieren und langfristiger Vermögensaufbau

Haben Sie vor, länger in der Schweiz zu bleiben, oder planen Sie mittel- bis langfristig Vermögen aufzubauen, können Sie beispielsweise über ein Wertschriftendepot unkompliziert Geld in Fonds oder ETFs anlegen. Diese bieten oft attraktivere Renditechancen als Sparkonten.

Digitale Plattformen ermöglichen einen schrittweisen Einstieg in Geldanlagen. So können Sie etwa bei UBS key4 trading als Expat einfach an der Börse investieren.

Wichtig: Jede Anlage ist mit Risiko verbunden. Wer investiert, sollte den eigenen Zeithorizont berücksichtigen und die persönliche Risikobereitschaft kennen. Eine Beratung durch Expertinnen und Experten kann sich auszahlen, um die passende Anlagestrategie zu finden.

Ratgeber Geld anlegen

Wie lege ich mein Geld richtig an? Welche Strategien lohnen sich? Unser Ratgeber gibt Ihnen wertvolle Tipps rund um Investitionen.

Das Drei-Säulen-Modell: So funktioniert die Vorsorge in der Schweiz

Die Altersvorsorge in der Schweiz basiert auf drei Säulen, die gemeinsam dazu dienen, fürs Alter oder anderweitige Ziele vorzusorgen. Die drei Säulen sind:

  1. Säule (AHV): Die AHV ist die staatliche Altersvorsorge und obligatorisch für Personen, die in der Schweiz wohnen oder arbeiten. Die Beiträge werden direkt vom Lohn abgezogen und in Form einer Rente ausbezahlt.
  2. Säule (Pensionskasse/BVG): Die berufliche Vorsorge ist für Arbeitnehmende, deren Lohn über der gesetzlich festgelegten Eintrittsschwelle liegt, obligatorisch. Arbeitgebende finanzieren die Beiträge mindestens zur Hälfte, der Rest wird den Arbeitnehmenden direkt vom Lohn abgezogen
  3. Säule (Säule 3a): Die private Vorsorge in der Säule 3a ist freiwillig. Sie ermöglicht es, Vorsorgelücken zu schliessen, und bietet steuerliche Vorteile.

Die Säule 3a ist besonders für Expats interessant, die längerfristig in der Schweiz bleiben möchten. Denn die Einzahlungen sind bis zu einem jährlichen Maximalbetrag vom steuerbaren Einkommen abzugsfähig. Der Nachteil ist: Das Geld ist langfristig gebunden und Sie können es erst bei der Pensionierung oder in bestimmten Ausnahmefällen beziehen, etwa für die Finanzierung eines Eigenheims oder bei der Auswanderung aus der Schweiz.

Einzahlungen in die Säule 3a nehmen Sie nach Eröffnung des Kontos oder Depots bei Ihrer Bank einfach flexibel mit einer Banküberweisung vor.

Tipp: UBS Fisca 3a, die digitale Lösung für die dritte Säule von UBS, können Sie einfach über die Mobile Banking App einrichten.

Ratgeber Vorsorge

Ruhestand planen, Steuern sparen oder frühzeitig vorsorgen – hier finden Sie Antworten auf Fragen rund um Ihre finanzielle Zukunft.

Der Schweizer Mietmarkt und Immobilienkäufe – das müssen Sie wissen

Angespannter Markt für Mietwohnungen

Der Schweizer Mietmarkt ist in städtischen Gebieten angespannt – insbesondere in Zürich, Genf und Basel sind freie Wohnungen selten und die Mieten hoch. Allerdings: Die Mietpreise variieren in der Schweiz stark. So sind sie oft schon wenige Minuten ausserhalb der städtischen Zentren deutlich tiefer.

Wichtig zu wissen: Beim Abschluss eines Mietvertrags ist in der Schweiz meist eine Mietkaution zu bezahlen. Offene Fragen im Vertrag sollten Sie vor der Unterzeichnung mit dem Vermieter oder der Vermieterin klären.

Wohneigentum: Wichtiges rund um Hypotheken in der Schweiz

Beim Erwerb einer Immobilie in der Schweiz gelten für Ausländerinnen und Ausländer gewisse Einschränkungen der sogenannten Lex Koller. Abhängig von der Herkunft und der Aufenthaltsbewilligung ist der Kauf einer Liegenschaft für Expats allenfalls bewilligungspflichtig.

Zudem benötigen Sie in der Regel mindestens 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital, um eine Hypothek abzuschliessen. Dazu prüft die Bank Ihr Einkommen und Vermögen, um sicherzustellen, dass die Hypothek langfristig tragbar ist.

Planen Sie längerfristig und interessieren Sie sich für den Kauf einer Immobilie? Dann lassen Sie sich am besten bei Ihrer Bank beraten.

Ratgeber Hypotheken und Finanzierungen

Ob Sie ein Eigenheim kaufen, renovieren oder eine Immobilie verkaufen möchten – erfahren Sie, worauf es bei Hypotheken ankommt.

Steuern und Versicherungen in der Schweiz

Das Schweizer Steuersystem kann für Expats zunächst komplex wirken. Einige Grundkenntnisse helfen Ihnen jedoch, sich schneller zurechtzufinden.

Steuern werden in der Schweiz auf drei Ebenen erhoben: Bund, Kanton und Gemeinde. Dadurch unterscheidet sich die Steuerbelastung je nach Wohnort. Entsprechend ist es sinnvoll, auch den Steuersatz bei der Wahl der Wohngemeinde zu berücksichtigen.

Wenn Sie als ausländische Arbeitnehmerin oder ausländischer Arbeitnehmer in der Schweiz wohnen, wird Ihre Einkommenssteuer in der Regel direkt vom Lohn abgezogen. Diese sogenannte Quellensteuer führt Ihr Arbeitgeber an die Steuerbehörden ab. Es gibt jedoch Ausnahmen, beispielsweise:

  • Sie verfügen über eine Niederlassungsbewilligung C
  • Sie sind mit einer Person mit Schweizer Staatsbürgerschaft oder Niederlassungsbewilligung C verheiratet

Unter bestimmten Voraussetzungen erfolgt zusätzlich eine nachträgliche ordentliche Veranlagung. Ab einem quellensteuerpflichtigen Bruttoeinkommen von 120 000 Franken erfolgt die nachträgliche ordentliche Veranlagung automatisch. Sie können sie jedoch auch freiwillig beantragen, wenn Sie abzugsfähige Aufwendungen geltend machen. Dazu müssen Sie fristgerecht einen Antrag bei der zuständigen Steuerbehörde stellen. Informationen über die genauen Fristen und Bedingungen rund um die Quellensteuer erfahren Sie bei der Behörde Ihres Wohnkantons.

Versicherungen

Einige Versicherungen sind in der Schweiz obligatorisch, andere sind empfehlenswert. Für Expats lohnt sich ein frühzeitiger Überblick.

Zu den obligatorischen Versicherungen zählt die Grundversicherung einer Krankenkasse. Das gilt grundsätzlich für alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz – unabhängig von Staatsangehörigkeit oder Arbeitsverhältnis. Da die Prämien je nach Kanton, Versicherungsmodell und Altersgruppe erheblich variieren, empfiehlt es sich, verschiedene Angebote zu vergleichen, bevor Sie sich entscheiden.

Eine Privathaftpflichtversicherung ist hingegen nicht gesetzlich vorgeschrieben. Aufgrund ihrer breiten Absicherung wird sie jedoch häufig empfohlen. Mit einer Checkliste für den Umzug in die Schweiz stellen Sie sicher, dass Sie keine wichtige Versicherung übersehen und optimal abgesichert sind. 

Fazit: So schaffen Sie die Grundlage für finanzielle Sicherheit

Das Schweizer Finanzsystem bietet solide Strukturen und klare Orientierungspunkte – auch für Neuankömmlinge.

  • Eröffnen Sie möglichst früh ein Schweizer Bankkonto, um Lohn, Miete und laufende Zahlungen unkompliziert abzuwickeln.
  • Bauen Sie zuerst eine finanzielle Reserve auf und richten Sie Sparen, Investieren und Vorsorge anschliessend an Ihrem Zeithorizont und Ihren Zielen aus.
  • Prüfen Sie bei Steuern, Versicherungen und Wohnen immer auch kantonale und regionale Unterschiede.
  • Informieren Sie sich bei langfristigen Entscheidungen wie Säule 3a, Immobilienkauf oder grösseren Anlagen frühzeitig über Bedingungen, Risiken und mögliche Einschränkungen.

Sie müssen dabei nicht alles auf einmal erledigen. Schritt für Schritt lässt sich Klarheit über die eigene Finanzsituation in der Schweiz gewinnen.

Wissenswertes für Sie

Disclaimer

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