Der Immobilienfonds UBS LivingPlus, der bereits über ein breites Portfolio an Alters- und Pflegeeinrichtungen verfügt, realisiert erstmals ein Projekt für die Oase Gruppe als Mieterin. Der Baustart erfolgte im August 2023, die Fertigstellung ist für April 2026 vorgesehen. Die Liegenschaft vereint betreutes Wohnen und Pflege unter einem Dach und trägt zur sozialen Infrastruktur der Region bei. Das Projekt steht exemplarisch für die strategische Ausrichtung des Fonds, Wohnformen mit Fokus auf die demografische und gesellschaftliche Entwicklung zu fördern. Im Interview erläutert Nathalie Balcon, CEO der Oase Gruppe seit 2024, das Konzept der Oase, die Besonderheiten des Standorts und ihre Vision für die Zukunft des Seniorenwohnens.

Zum Wohnkonzept gehören die Annehmlichkeiten eines Hotels verbunden mit dem sozialen Leben eines lebendigen Stadtviertels
Die Fertigstellung der Seniorensiedlung ist im April 2026 geplant

Interview mit Nathalie Balcon, CEO Oase Gruppe

Frau Balcon, Sie sind seit Januar 2024 Leiterin der Oase Gruppe. Was macht Ihnen an Ihrer Funktion am meisten Freude und wo legen Sie im Alltag die Schwerpunkte?

Besonders viel Freude erfüllt mich, Teil eines modernen, wachsenden und starken Unternehmens zu sein, in dem wir gemeinsam Grosses bewegen können. Mit meinem Team habe ich nicht nur die Chance, Entwicklungen aktiv mitzugestalten, sondern auch Verantwortung zu übernehmen und dabei spürbare Erfolge zu erzielen. Es begeistert mich, wie wir unsere individuellen Stärken bündeln, um als Gemeinschaft immer wieder über uns hinauszuwachsen.

Einen tiefen Sinn sehe ich darin, älteren Menschen ein schönes, sicheres und warmes Zuhause zu schaffen – Orte, die Geborgenheit schenken und von Lebensfreude erfüllt sind. Unsere Vision und Werte tragen uns auf diesem Weg, sie bilden das Fundament unserer Unternehmenskultur. Wir leben sie bewusst, miteinander und füreinander. Das macht uns nicht nur stark, sondern verbindet uns auch auf besondere Weise.

Was mich jeden Tag aufs Neue inspiriert, ist die Dynamik: Wir sind ständig in Bewegung, lernen gemeinsam, teilen Wissen, wachsen miteinander und haben dabei auch noch Spass. Besonders schön ist es für mich, miterleben zu dürfen, wie neue Oasen entstehen, die Schritt für Schritt mit Leben, Wärme und Freude gefüllt werden – ein sichtbares Zeichen unserer gemeinsamen Reise und unseres Erfolges.

Ihre Funktion umfasst die Gesamtverantwortung für die Seniorenzentren, die örtlich auseinanderliegen. Wo liegt dabei die grösste Herausforderung?

Ich sehe es weniger als Herausforderung, sondern vielmehr als eine grosse Chance. Es ist spannend, von den Bergen bis in die Stadt zu denken und dabei unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen. Besonders wertvoll ist es, dass wir standortübergreifend voneinander lernen und unser Oase-Konzept gemeinsam leben – unabhängig davon, wo wir gerade sind. Unterstützt werden wir dabei von unseren Fachexperten im Service Center, die allen Standorten zur Seite stehen. Und dank moderner Technik ist heute kaum ein Weg mehr zu weit, sodass wir als Team trotz räumlicher Distanz eng verbunden arbeiten können.

Im April 2026 entsteht das neue Seniorenzentrum Mülihalden in Bassersdorf. Was ist das Besondere an diesem Standort?

Vor kurzem bin ich über die Baustelle gelaufen und stand in einer der Wohnungen – mein erster Gedanke war: Wow! Die Räume sind lichtdurchflutet und bieten einen wunderbaren Blick ins Grüne. Die Grösse des Hauses wirkt sehr heimelig, und die Raumplanung ist so gelungen, dass sich unsere Seniorinnen und Senioren dort wirklich wohlfühlen können. Jede neue Oase ist etwas ganz Besonderes – die Mülihalden wird unsere «jüngste», bis die nächste entsteht. Besonders freue ich mich auch auf die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde und allen beteiligten Partnern, die diesen Standort so wertvoll machen.

Was wird das Angebot im Mülihalden beinhalten?

Wir bieten zwei Wohngruppen mit jeweils elf Einzelzimmern an, in denen auch dementiell erkrankte Menschen ein sicheres Zuhause finden. Unsere Pflegewohngruppen führen wir ganz nach dem Motto «läbe wie däheime»: Im Mittelpunkt steht ein Alltag, der gemeinsam gestaltet wird – mit Kochen, Einkaufen, Spaziergängen, dem Versorgen unserer Tiere und dem Pflegen von Ritualen.

Darüber hinaus vermieten wir 32 Wohnungen in verschiedenen Grössen. Die Bewohnerinnen und Bewohner dieser Wohnungen können je nach Bedarf zusätzliche Leistungen flexibel und individuell beziehen. Ergänzt wird das Angebot durch ein öffentliches Restaurant, einen Coiffeur, Physiotherapie, Podologie, einen Fitnessraum sowie die Unterstützung durch Pflegefachpersonal, das rund um die Uhr vor Ort ist, auch für Notfälle.

Ein besonderes Highlight sind unsere gemeinsamen Ferien, vielfältigen Aktivitäten im Haus und schöne Ausflüge, die das Leben in der Mülihalden bereichern und echte Gemeinschaft schaffen.

Was ist der Unterschied zwischen der Mülihalden und einem anderen Seniorenzentrum?

Was die Oase Bassersdorf Mülihalden besonders macht, ist unser ganzheitliches Konzept, das auf Autonomie und selbstbestimmtes Wohnen ausgerichtet ist. Je nach Gesundheitszustand können wir die passende Wohnform anbieten – individuell und flexibel für jede Seniorin und jeden Senior.

Ein grosser Vorteil ist, dass innerhalb der Siedlung Wechsel möglich sind: etwa von einer Wohnung vorübergehend in die Pflegeabteilung und später wieder zurück in die eigene Wohnung. Auch Tages- oder Nachtstrukturen können ergänzend genutzt werden. Zudem lassen sich unsere Serviceleistungen ganz nach den persönlichen Bedürfnissen – und sogar täglich neu – zusammenstellen.

Diese Flexibilität gibt Sicherheit und macht das Leben in der Oase sorgenfrei.

Was möchten Sie im neuen Seniorenzentrum in Bassersdorf als Geschäftsführerin erreichen?

Mein Ziel ist es, in der Mülihalden ein Zuhause zu schaffen, in dem sich Menschen rundum wohl und sicher fühlen. Ein Ort, an dem Gemeinschaft gelebt werden kann – wenn man das möchte – und an dem viele Begegnungen möglich sind. Uns ist es wichtig, auch die Nachbarn und Anwohner herzlich willkommen zu heissen und so ein lebendiges Miteinander zu fördern.

Wir möchten aus unserer jüngsten Oase ein echtes Zuhause machen, in dem unsere Vision und Werte spürbar sind – ein Ort, an dem gelacht, gelebt und miteinander Zeit geteilt wird.

Was ist den Bewohnerinnen und Bewohnern der Seniorenzentren Oase am wichtigsten und in welchem Rahmen können sie ihre Wünsche und Ideen äussern?

Für unsere Bewohnerinnen und Bewohner steht die Selbstbestimmung an oberster Stelle. Sie möchten mitgestalten, aktiv bleiben, Neues ausprobieren und auch im hohen Alter das Leben bestmöglich geniessen. Unsere Angebote können genutzt werden, wenn sie gewünscht sind – ganz nach dem Motto: Ich kann, wenn ich will, muss aber nicht.

Einer unserer zentralen Werte ist Mut, und den leben wir im Alltag. Wir haben den Anspruch: Geht nicht, gibt’s nicht. Das motiviert uns, vieles möglich zu machen. So konnten wir schon zahlreiche Herzenswünsche unserer Seniorinnen und Senioren erfüllen – kleine wie grosse – und ihnen damit besondere Momente schenken.

Wie sieht die Zukunft des Alterswohnens aus Ihrer Sicht aus und wie werden sich die Bedürfnisse und Anforderungen einer immer älter werdenden Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten verändern?

Ich bin überzeugt, dass der Charakter einer Wohnsiedlung in Zukunft noch stärker an Bedeutung gewinnt. Verschiedene Generationen werden vermehrt gemeinsam leben, und die Aufenthalte in Pflegeabteilungen werden tendenziell kürzer. Stattdessen wird die ambulante Pflege direkt in den Wohnungen weiter an Bedeutung gewinnen.

Im Mittelpunkt stehen für mich zwei Hauptbedürfnisse: Autonomie und Sicherheit. Beides wird für die älter werdende Gesellschaft noch wichtiger werden. Ebenso spielt Technologie eine immer grössere Rolle, um Unterstützung zu bieten und den Alltag zu erleichtern.

Unverzichtbar bleiben aber die Menschen, die eine solche Siedlung mit Leben füllen – von der Pflege über die Gastronomie, die Therapeutinnen und Therapeuten bis hin zur Reinigung und den Führungskräften. Es geht also nicht nur darum, die Wohnformen weiterzuentwickeln, sondern auch die Mitarbeitenden auf diesem Weg mitzunehmen und ihnen ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen. Nur so kann Alterswohnen auch in Zukunft erfolgreich gestaltet werden.

Wie reagieren Sie auf diesen Wandel – und welche Rolle spielt dabei Ihre Haltung gegenüber Innovation und Mitgestaltung?

Auf diesen Wandel reagieren wir mit Offenheit und Mut. Wir probieren Neues aus und beziehen sowohl unsere Seniorinnen und Senioren als auch unsere Mitarbeitenden aktiv in die Entwicklung mit ein. Unser Anspruch ist es, auch scheinbar Unmögliches möglich zu machen, neu zu denken und uns immer wieder inspirieren zu lassen. Stillstand ist für uns keine Option – gerade dieses ständige Weiterdenken macht das Wachstum der Oase möglich.

Potrait of Nathalie Balcon

Alterswohnen der Zukunft bedeutet: Autonomie, Sicherheit und flexible Wohnformen, eingebettet in eine lebendige Gemeinschaft. Genau hier setzen wir mit der Oase an.

- Nathalie Balcon, CEO Oase Gruppe

Facts & Figures:

  • Bauzeit: August 2023 bis April 2026
  • Einzug der Mieterinnen und Mieter: Frühjahr 2026
  • Investitionsvolumen: ca. CHF 39 Mio.

UBS LivingPlus investiert gesamtschweizerisch in innovative Wohnkonzepte wie Senior Living in Altersresidenzen, Alters- und Pflegeheime. Der Neubau in Bassersdorf deckt sich bestens mit der Anlagestrategie und ermöglicht zudem eine weitere Diversifizierung der Betreiber im Portfolio. Die Investition stärkt die nachhaltige Ertragskraft, Verjüngung und zielgerichteten Entwicklung des Immobilienfonds.1

Porträt von Jessica Lindauer

Jessica Lindauer
Fund Managerin seit 2020

UBS (CH) Property Fund – Direct LivingPlus

Valor 3106932

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