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Sie haben Fragen zu den Hypothekarzinsen? Wir helfen Ihnen dabei. Hier finden Sie Wissen zu sämtlichen Aspekten des Themas.
Der Leitzins der Schweizerischen Nationalbank (SNB) liegt derzeit bei 0 Prozent. Nachdem die SNB im Jahr 2024 mit einer Serie von Zinssenkungen begonnen und diese Mitte 2025 abgeschlossen hat, zeigt sich der Leitzins seither stabil. Ausschlaggebend für den Schritt war die deutlich zurückgegangene Inflation, die seit Mitte 2023 wieder im Bereich der Preisstabilität liegt – also zwischen 0 und 2 Prozent.
Als Leitzins bezeichnet man den Zinssatz, über welchen die Notenbanken das Verhalten der Geschäftsbanken beeinflussen. Denn auch die Banken müssen sich immer wieder Geld leihen. Die Höhe des Leitzinses wirkt sich damit massgeblich auf die Höhe der Hypothekarzinsen aus.
Stand 24.9.2026
Mitte September lagen sowohl die Renditen von Staatsanleihen als auch die festverzinslichen Hypothekarzinsen in der Schweiz über dem Niveau des Vormonats. Der Zinsanstieg fiel jedoch geringer aus als in der Eurozone und in den USA. Dort erweist sich der Inflationsdruck als hartnäckiger als erwartet. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) reagierten deshalb bereits im September mit einer Zinserhöhung. Wir erwarten sowohl von der EZB als auch von der Fed einen weiteren Zinsschritt im Dezember. Neben den Inflationssorgen trug auch die hohe Staatsverschuldung in beiden Regionen zum Zinsanstieg bei.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am 24. September über die Geldpolitik beraten. Die Inflation verharrt mit 0,8 Prozent auf einem tiefen Niveau. Die Konjunktur hat sich zwar verbessert, die Schweizer Wirtschaft ist jedoch noch nicht vollständig ausgelastet. Die SNB hat deshalb den Leitzins bei 0 Prozent belassen.
Wir rechnen in den kommenden Quartalen mit einer weiteren Verbesserung der Konjunktur. Dies dürfte dann auch die SNB zu Leitzinserhöhungen bewegen. Wir erwarten zwei Leitzinsanhebungen, im März und im Juni des nächsten Jahres.
Die Kapitalmärkte haben diese Zinsschritte bereits weitgehend eingepreist. Deshalb dürften die Renditen von Staatsanleihen und die Hypothekarzinsen vorerst in ihrer aktuellen Bandbreite verharren, obwohl der Zinszyklus nach oben gedreht hat. SARON-Hypotheken dürften sich in den kommenden Quartalen im Gleichschritt mit den Leitzinsen nach oben bewegen.
Die Zinsentwicklung unterliegt in ihrem Verlauf immer wieder stärkeren Schwankungen. Diese können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Der letzte Zinszyklus startete im Jahr 2022 und wurde von folgenden Ereignissen geprägt:
Quellen: Bloomberg, UBS AG. Es handelt sich um einen indikativen Zinssatz. Der effektive Zinssatz berechnet sich aus Marge + Compounded SARON der Abrechnungsperiode. Der Compounded SARON kann nicht negativ sein.
| Zinssatz | 30/09/26 | 31/12/26 | 30/06/27 | 31/12/27 | 30/06/28 |
|---|---|---|---|---|---|
SARON | -0.04 | 0.00 | 0.50 | 0.52 | 0.59 |
Swap 3Y | 0.59 | 0.48 | 0.47 | 0.49 | 0.60 |
Swap 5Y | 0.71 | 0.57 | 0.56 | 0.58 | 0.69 |
Swap 10Y | 0.83 | 0.74 | 0.73 | 0.75 | 0.87 |
Die Inflation erreichte Ende 2022 und zu Beginn des Jahres 2023 ein Niveau von über 3 Prozent. Zu dieser Zeit stiegen gleichzeitig auch die Zinsen, was höhere Zinssätzen für Hypotheken zur Folge hatte. Denn allgemein gilt: Je höher der Zinssatz auf Anleihen, desto höher sind auch die Hypothekarzinsen.
Seit Mitte 2024 liegt die Inflation unter 1 Prozent. Das hat der SNB erlaubt, die Leitzinsen deutlich zu senken, was sich auch in deutlich tieferen Hypothekarzinsen ausdrückt – sowohl am kurzen als auch am langen Ende der Zinskurve.
Wie hoch die Hypothekarzinsen in der Schweiz sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wir geben Ihnen einen Überblick.
Trotz Grundkenntnissen über diese Faktoren ist es empfehlenswert, auf fundierte Analysen von Finanzinstituten zurückzugreifen.

Bei der Wahl der geeigneten Hypothekarstrategie gilt es, zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen.
Zu den wichtigsten Aspekten zählen:
Die aktuelle Zinssituation bestimmt die Ausgangslage und die Höhe Ihrer Hypothekarzinsen bei Abschluss einer Festhypothek. Mit einer SARON-Hypothek finanzieren Sie Ihr Eigenheim hingegen mit einem marktorientierten Zinssatz, der sich variabel an die Zinsentwicklung anpasst.
Die Zinserwartung hilft bei der Erstellung von Szenarien zur Höhe Ihrer künftigen finanziellen Belastung. Die unten aufgeführte Tabelle bietet einen ersten Anhaltspunkt, welche Hypothekarform sich beim aktuellen Zinsniveau anbieten könnte.
| Zinsniveau | Festhypothek kurz | Festhypothek mittel | Festhypothek lang | SARON-Hypothek |
|---|---|---|---|---|
| hoch | bedingt geeignet | nicht geeignet | nicht geeignet | geeignet |
| sinkend | bedingt geeignet | nicht geeignet | nicht geeignet | geeignet |
| normal | geeignet | geeignet | geeignet | geeignet |
| steigend | bedingt geeignet | geeignet | geeignet | bedingt geeignet |
| tief | bedingt geeignet | geeignet | geeignet | geeignet |
UBS Hypotheken bieten in jedem Zinsumfeld für alle Hypothekarprofile attraktive Kombinationsmöglichkeiten.
Ihr persönliches Hypothekarprofil gibt Auskunft über Ihre Risikofähigkeit und Ihre Risikobereitschaft. Legen Sie beispielsweise grossen Wert auf ein fixes Budget und auf Sicherheit, wird Ihr Hypothekarprofil komplett anders ausfallen als bei einer Person, die sich aktiv mit der Zinsentwicklung auseinandersetzt und über finanzielle Reserven verfügt. Dann werden Sie vermutlich mit einer Festhypothek besser schlafen. Denn mit dieser lässt sich die Zinsbelastung für einen gewissen Zeitraum planen.
Faktoren wie die Kreditform und die Laufzeit einer Hypothek können individuell gewählt werden. Das wirkt sich je nach Form und Höhe selbstverständlich auf die Hypothekarzinsen aus. Sie hängen zusätzlich stark von der Bonität oder der Kreditwürdigkeit der Hypothekarnehmerin oder des Hypothekarnehmers und vom Wert und von der Lage der Immobilie ab.
Je besser Sie Ihre eigenen finanziellen Möglichkeiten kennen, desto besser stehen Ihre Chancen, den bestmöglichen Hypothekarzins herauszuholen.
Die Bonität ergibt sich aus der finanziellen Situation der potenziellen Hypothekarnehmerin oder des potenziellen Hypothekarnehmers. Vor dem Hauskauf stellt sich zu Beginn die Frage, wie viel Eigenkapital aufgewendet werden kann – in der Regel werden mindestens 20 Prozent des Immobilienwertes gefordert.
Das Verhältnis zwischen Eigenkapital und Hypothek wird Belehnung genannt. Bringen Sie mehr Eigenkapital ein, kann sich das positiv auf den Zinssatz auswirken. Je besser Sie Ihre eigenen finanziellen Möglichkeiten kennen, desto besser stehen Ihre Chancen, den bestmöglichen Hypothekarzins herauszuholen.
Wir wissen nun, dass die Hypothekarzinsen von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden. Es stellt sich also die Frage, wie Sie die Entwicklung am besten im Blick behalten können, um rechtzeitig zu reagieren. Hier folgen einige Tipps.
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