Wie muss ich im Todesfall eines Kunden vorgehen?

Wir bedauern, dass Sie uns im Zusammenhang mit einem Kundentodesfall kontaktieren müssen. Der Tod kommt meistens unerwartet und es kommt viel administrativer Aufwand auf die Hinterbliebenen zu.

Gerne möchten wir Sie bei der Abwicklung des Kundentodesfalls unterstützen, damit Sie so wenig Aufwand wie möglich haben, den Kundentodesfall bei der UBS Switzerland AG abzuwickeln. Dieses Vorgehen bezieht sich ausschliesslich auf Kunden mit Domizil Schweiz.

Jede Person kann uns einen Kundentodesfall melden. Wir benötigen dazu eine ärztliche Sterbeurkunde, einen amtlichen Todesschein oder den amtlichen Totenschein.

Wir werden bei uns den Kundentodesfall registrieren und die Kundenbeziehung sperren.

Die nachfolgenden Informationen helfen bei der Regelung des Kundentodesfalles und beantworten die häufigsten Fragen:

Auskunftsrecht

Mit dem Todesfall eines Kunden treten seine Rechtsnachfolger (Erben) an seine Stelle. Um die Interessen der Erben zu schützen, schränkt die UBS Switzerland AG die Transaktionen auf den Beziehungen des Erblassers ein.

Grundsätzlich sind die Erben auskunftsberechtigt. Um die Auskunftsberechtigung zu überprüfen, wird ein Erbschein (siehe auch „Benötigte Dokumente für Regelung Kundentodesfall“), Familienbüchlein oder eine Auskunftsbescheinigung für Erben benötigt.

Neben den Erben erhalten auch Willensvollstrecker, Erbschaftsverwalter, Erbenvertreter und Erbschaftsliquidatoren Auskunft, sofern sie sich mit einem amtlichen Dokument legitimiert haben.

Im weiteren erhaltenen auch Bevollmächtigte, mit einer allgemeinen Vollmacht der UBS Switzerland AG, Auskunft, sofern diese am Todestag noch aktiv war.

Verfügungsrecht

Im Kundentodesfall bilden die Erben die Erbengemeinschaft. Bei mehreren Erben sind diese nur kollektiv verfügungsberechtigt. Zur Feststellung der verfügungsberechtigten Erben benötigt die UBS Switzerland AG den Erbschein.

Weiter haben auch Willensvollstrecker und Erbschaftsliquidatoren, sofern sie sich mittels einem amtlichem Dokument legitimiert haben, ein Verfügungsrecht. Kein Verfügungsrecht haben Erbschaftsverwalter und Erbenvertreter.

Um die Interessen der Erben bzw. der Erbengemeinschaft zu schützen, werden die Verfügungsrechte von zu Lebzeiten mittels allgemeiner Vollmacht bevollmächtigten Personen eingeschränkt. Diesem Personenkreis steht nach dem Kundentodesfall lediglich ein Auskunftsrecht zu.

Vollmacht in Erbschaftsfällen

Möchte die Erbengemeinschaft einen oder mehrere Erben oder Drittpersonen zur Regelung der Erbenposition bevollmächtigen, muss eine Vollmacht in Erbschaftsfällen ausgestellt und unterzeichnet werden. Dafür sind folgende Unterlagen zwingend notwendig:

  1. Beglaubigter oder Original-Erbschein und amtliches Willensvollstreckerzeugnis, sofern ein Willensvollstrecker eingesetzt wurde.
  2. Alle Erben und Willensvollstrecker müssen sich mit einer beglaubigten ID-/Passkopie identifizieren.
  3. Alle Erben und Willensvollstrecker müssen die Vollmacht in Erbschaftsfällen unterzeichnen.

Die Ausstellung der Vollmacht in Erbschaftsfällen erfolgt über Ihren Kundenberater in der Geschäftsstelle.

Die im Zusammenhang mit dem Kundentodesfall benötigten Bescheinigungen per Todestag können über Ihren Kundenberater in der Geschäftsstelle bestellt werden.

Sie haben die Möglichkeit diese mit dem untenstehenden Formular zu bestellen. Wir bitten Sie zu beachten, dass Vermögensaufstellungen (bei vorhandenem Depot mit Bestand) kostenpflichtig sind und alle anderen Bescheinigungen kostenlos erstellt werden. Der Versand der Bescheinigungen erfolgt immer an die bei uns hinterlegte Korrespondenzadresse und die Erstellung dauert in der Regel fünf Bankwerktage.

Für die Regelung des Kundentodesfalls werden in der Regel folgende Dokumente benötigt:

  • Beglaubigter oder Original-Erbschein
  • Sämtliche Erben müssen sich mit einem amtlichen Ausweis, ID oder Pass identifizieren. Ausweiskopien können bei allen Geschäftsstellen der UBS in der Schweiz kostenlos erstellt werden.
  • Für Willensvollstrecker: Amtlicher Willensvollstreckerausweis oder amtliche Willensvollstreckerbescheinigung.

Hinweis: Spezialfälle müssen mit dem Kundenberater in Ihrer Geschäftsstelle aufgenommen werden.

Gestützt auf das Basisdokument, insbesondere der Erklärung zu den „Bedingungen für eine gemeinschaftliche Geschäftsbeziehung mit Solidarität der Inhaber“, kann der überlebende Vertragspartner in der Regel weiterhin einzeln und unbeschränkt über die Vermögenswerte der gemeinschaftlichen Geschäftsbeziehung (und/oder-Beziehung) verfügen.

In diesem Fall erhalten die übrigen Erben Auskunft über die Vermögenswerte bis zum Todestag, sind aber nicht verfügungsberechtigt.

Hinweis: Diese Regelung betrifft nicht die Kollektivkonten (und-Beziehungen) diese werden im Kundentodesfall gesperrt.

Bei ausländischen Kundentodesfällen wenden Sie sich bitte an den verantwortlichen Kundenberater oder an die nächste Geschäftsstelle.

Wir werden bei uns den Kundentodesfall registrieren und die Kundenbeziehung sperren.