Grundsätzlich ist eine Währungsabsicherung so individuell wie die Wertschöpfung und die Bedürfnisse des einzelnen Unternehmens. Eine Empfehlung indes gilt für alle Firmen, die Fremdwährungspositionen in ihren Büchern absichern wollen: Die Strategie sollte konsequent angewandt und umgesetzt werden. Hierzu ist sie so flexibel zu gestalten, dass sie nicht laufend hinterfragt und geändert werden muss.

Geschäftsergebnis simulieren

Eine feste Strategie gibt dem Unternehmer nicht nur Sicherheit, sondern macht die Währungsabsicherung selber auch einfacher. Üblich ist ein Absicherungshorizont zwischen ein und zwölf Monaten. Die Mindestgrösse für eine Absicherung liegt im Gegenwert von 100 000 Schweizer Franken.

Welche Cashflows in Fremdwährungen sollen abgesichert werden? Neben den operativen Geldflüssen sind jeweils auch einzelne Projekte in Form von Investitionskosten oder von Grossprojekten auf Kundenseite zu berücksichtigen. Verteilt über das ganze Jahr können die Nettopositionen abgesichert werden. Anders ist es bei Bilanzpositionen: Sie können nur beschränkt gesichert werden, wenn diese langfristig gehalten werden.

Währungsabsicherung mit UBS

Sichern Sie Ihre Erträge gegen Währungsverluste ab.

Währungsrisiken erkennen

Bevor ein Unternehmer Währungsrisiken abdecken kann, muss er sie erkennen. Es ist daher ratsam, zunächst gemeinsam mit einem UBS-Berater die jeweiligen Währungsrisiken zu identifizieren. Mithilfe des UBS FX Simulator werden in einem ersten Schritt die Nettopositionen für die jeweils relevanten Währungspaare ermittelt und der Budgetkurs bestimmt. In einem zweiten Schritt werden diese Parameter auf die Zeitachse übertragen. In einem dritten Schritt definiert der Unternehmer zusammen mit dem UBS-Berater die Art der Absicherung. Schliesslich simulieren sie die konkreten Auswirkungen von Währungsschwankungen auf das Geschäftsergebnis und können so die Absicherungsmassnahmen optimieren und finalisieren.

Mit 3plus zu den Absicherungszielen

Das von UBS entwickelte Konzept 3plus unterstützt Kunden bei der konkreten Erreichung ihrer so definierten Absicherungsziele. Es reduziert die Volatilität und somit das Risiko für den Gewinn des Unternehmens. Zudem werden Abweichungen zum Budgetkurs minimiert. Je nach Bedürfnis, Interesse und Erfahrung können auch Chancen zur Partizipation an positiven Kursentwicklungen genutzt werden.

Das Konzept 3plus basiert auf drei gemeinsamen Schritten von Kunde und Berater. Zuerst werden die Nominalbeträge und Absicherungsgrade über mehrere Perioden definiert (Layering). Anschliessend wird die geeignete Mischung von verschiedenen Absicherungsgeschäften abgestimmt (Produktemix) und schliesslich erfolgen die Planung und die Wahl eines geeigneten Zeitpunkts zur Ausführung der Absicherungsstrategie (Timing).

Glossar Währungsabsicherung

Er ist der vom Unternehmer für ein bestimmtes Geschäft in einem anderen Währungsraum für einen bestimmten Zeitpunkt kalkulierte Wechselkurs. Weicht der reale Kurs vom Budgetkurs zu stark ab, kann dies den Unternehmensgewinn merklich beeinflussen.

Mit einem Kassageschäft lässt sich eine Währung sofort in eine andere wechseln. Die Devisen werden zwei Arbeitstage nach Geschäftsabschluss geliefert. Voraussetzung für den Abschluss eines Kassageschäfts sind eine Kontoverbindung, entsprechende Fremdwährungskonten und das notwendige Guthaben.

Devisentermingeschäfte sind Vereinbarungen, eine Währung gegen eine andere zu tauschen. Dies zu einem bei Geschäftsabschluss festgelegten Termin in der Zukunft und einem fixen Kurs. Damit lassen sich Kursrisiken absichern.

Eine Devisenoption schützt vor den Folgen unliebsamer Kursschwankungen, lässt aber Gewinne bei vorteilhaftem Kursverlauf zu. Der Käufer einer Option erwirbt gegen eine Prämie das Recht zum Kauf (oder Verkauf) eines Devisenbetrags zu einem gewählten Preis am Verfalltag. Er kann die Option ausüben, muss aber nicht.

Rund ein Dutzend Währungen weltweit sind nicht konvertierbar oder frei handelbar. Das bedeutet, sie dürfen von In- und Ausländern nicht unbegrenzt in andere Währungen umgetauscht werden.

Nondeliverable Forwards sind Devisentermingeschäfte zur Absicherung nicht konvertierbarer Währungen. Dabei wird eine nicht frei konvertierbare Währung gegen eine frei konvertierbare spezifiziert, ohne Zahlung oder Kontobewegung in der nicht konvertierbaren Währung.

Stephan Hässig ist Marktgebietsleiter Firmenkunden Zürich Nord und Devisen-Fachspezialist für Firmenkunden bei UBS Schweiz.

Währungsrisiken: absichern oder nicht?

Viele KMU sind gut beraten, sich gegen Währungsschwankungen abzusichern. Diese Faustregeln dienen zur Orientierung.

Weitere Beiträge zum Thema International