Das wird benötigt

  • Eine 1,5-Liter-PET-Flasche
  • Ein scharfes Messer
  • Schneideunterlage
  • Zwei kleine Teller
  • Wattepads, lose Watte oder mehrere Lagen Haushaltspapier
  • Kressesamen
  • Wasser

So wird’s gemacht

1. Bitte eine erwachsene Person, den oberen Teil der PET-Flasche mit einem Messer abzuschneiden.

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2. Lege die beiden Teller mit Watte aus und giesse etwas Wasser auf die Watte. Wichtig: Die Watte soll nicht im Wasser schwimmen, sondern nur gut befeuchtet sein.

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3. Streue Kressesamen auf die Wattepads der beiden Teller. Decke nun die Samen auf einem der Teller mit dem oberen Teil der PET-Flasche zu.

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4. Nun heisst es warten: Halte die Watte in den folgenden Tagen feucht, während die Samen keimen und die Kressepflänzchen spriessen. Dazu giesst du einmal am Tag etwas frisches Wasser auf den Teller. Sollte die Luft sehr trocken und warm sein, solltest du die Samen zweimal täglich giessen.

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Scharf beobachtet

Die Kressesamen unter der PET-Flasche keimen rascher. Sie wachsen unter der PET-Flasche auch schneller zu Pflänzchen heran. So können die Kressepflänzchen bereits nach ca. sechs Tagen unter der PET-Flasche geerntet werden. Bei Kressepflanzen, die nicht unter einer PET-Flasche gewachsen sind, dauert es bis zur Ernte noch ein bis zwei Tage länger.

Was steckt dahinter?

Die PET-Flasche bildet für die keimenden Pflanzen ein Mini-Gewächshaus, das ihnen Schutz und bessere Wachstumsbedingungen bietet. Vor allem zwei Effekte sind dabei von Bedeutung:

  1. Die PET-Flasche hält Feuchtigkeit für die Pflanzen zurück. Sie schützt die Samen vor Luftzug und sorgt damit gleichzeitig dafür, dass das Wasser nicht so schnell verdunstet. Wenn du dein PET-Gewächshaus an einem kühlen, sonnigen Tag nach draussen stellst, kannst du feststellen, dass sich in der PET-Flasche Kondenswasser bildet. Das passiert, weil das Wasser durch die Sonnenwärme verdunstet und an der kühleren Plastikwand aufgefangen wird. Dadurch bilden sich Tröpfchen, die als «Regen» auf die Pflänzchen fallen.
  2. Im Innern der PET-Flasche wird es wärmer als ausserhalb. Auch das kannst du am besten draussen an einem sonnigen Tag beobachten: Wenn die Sonnenstrahlen durch das PET-Gewächshaus dringen, erwärmen sie Luft und Boden darunter. Diese Wärme bleibt unter der PET-Flasche gefangen, während die Umgebung durch die ständige Luftzirkulation immer wieder auskühlt und sich dadurch viel langsamer erwärmen kann.

Beide Effekte sind im PET-Gewächshaus nur schwach ausgeprägt und kaum messbar. Dennoch reichen die Effekte aus, um die Samen unter der Plastikkuppel schneller keimen zu lassen.

Tipp: Du kannst auch im Frühling die Setzlinge im Garten unter ein PET-Gewächshaus setzen!