Das wird benötigt

  • Ein durchsichtiger, möglichst breiter Glasbehälter (z. B. eine Gratinform)
  • Wasser
  • Wenig Milch
  • Teelöffel
  • Eine weiss leuchtende Taschenlampe (auch möglich mit derjenigen eines Smartphones)
  • Eine weisse Oberfläche oder Unterlage (z. B. Haushaltspapier)
  • Ein Raum, der abgedunkelt werden kann

So wird’s gemacht

1. Fülle die Gratinform mit Wasser auf und gib einen Teelöffel Milch hinzu. Stelle die Form auf eine weisse Unterlage.

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2. Verdunkle den Raum, leuchte mit der Taschenlampe von der Seite in das Gefäss mit dem Milchwasser und betrachte es von oben. Je nach Stärke deiner Taschenlampe musst du sie ganz nah ans Gefäss halten.

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3. Experimentiere dann mit verschiedenen Blickwinkeln: Leuchte mit der Taschenlampe von hinten in den Behälter und platziere dich so, dass du ihn auf Augenhöhe hast und durch das Milchwasser direkt in die Lichtquelle schaust.

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Scharf beobachtet

Leuchtest du von der Seite in das Gefäss und beobachtest die Strahlen von oben, erscheint das Milchwasser weiss oder bläulich. Platzierst du die Lampe hingegen so hinter dem Gefäss, dass du durch das Gefäss hindurch direkt in die Lichtquelle schaust, erscheint die Lichtquelle gelb oder sogar orange-rot – wie bei einem Sonnenuntergang!

Was steckt dahinter?

Weisses Licht setzt sich aus unterschiedlichen Wellenlängen zusammen, die wir als verschiedene Farben wahrnehmen. An den fein verteilten Fett- und Proteinteilchen im Milchwasser wird das Licht gestreut und reflektiert – kurzwelliges (blaues) Licht am stärksten, langwelliges (rotes) Licht dagegen kaum.

Wenn das Licht von der Seite ins Milchwasser fällt und wir von oben darauf schauen, erreicht hauptsächlich das gestreute, bläuliche Licht unser Auge. Anders ist es, wenn wir durch das Gefäss hindurch gerade in die Lichtquelle schauen: Da das blaue Licht auf dem Weg durch das Milchwasser in alle Richtungen gestreut wird, erreichen uns in direkter Linie vor allem die längerwelligen gelben und orangen Anteile des Lichts. Am besten funktioniert dieser Versuch mit einem möglichst breiten Gefäss, da das Licht dann eine längere Strecke durch das Milchwasser zurücklegen muss. Je weiter der Weg ist, auf dem die blauen Anteile des Lichts gestreut werden, desto weniger blaues Licht erreicht unser Auge und desto intensiver rötlich erscheint die Lichtquelle.

Dasselbe Prinzip führt übrigens dazu, dass ein wolkenloser Taghimmel blau erscheint, weil das Licht der Sonne in der Atmosphäre gestreut wird. Steht die Sonne tief über dem Horizont, muss das Licht jedoch eine wesentlich längere Strecke durch die Atmosphäre zurücklegen als am Mittag, wenn die Sonne über uns steht. Deshalb erreicht uns kurz vor Sonnenuntergang nur noch der orange-rote Anteil des Sonnenlichts.