Zürich, 9. Juni, 2026 – Gesundheitskosten belasten, das Budget ist eng, der Alltag fordert – und dennoch: Frauen in der Schweiz navigieren ihre Finanzen mit Bedacht und hoher Selbstkompetenz. Das zeigt die neue Studie «Frauenperspektiven 2026», die UBS gemeinsam mit dem Forschungsinstitut gfs.bern zum ersten Mal durchgeführt hat. Die repräsentative Befragung von über 1000 Frauen ab 16 Jahren liefert ein differenziertes Bild der finanziellen Einstellungen, Sorgen und Handlungsmuster von Frauen in der Schweiz.
Sicherheit vor Rendite als zentrales Leitmotiv
Sicherheit vor Rendite als zentrales Leitmotiv
Beim Umgang mit Geld steht für Frauen die Stabilität im Vordergrund. 94 Prozent der Frauen sagen, dass Geld ihnen Sicherheit gibt. Auch beim Investieren dominiert die Sicherheit (57%) deutlich vor Vermögensaufbau (34%) und Rendite (21%). Frauen verstehen Geldanlagen primär als Schutzinstrument und nicht als Wachstumschance. Gleichzeitig gibt über die Hälfte (56%) an, sich gelegentlich zu fragen, ob sie finanziell genug für die Zukunft vorsorgt. Die Sorge ist vorhanden, der Schritt zur aktiven Planung fällt jedoch vielen schwer.
«Die langfristige finanzielle Planung ist für viele Frauen eng mit Faktoren wie verfügbarer Zeit, wahrgenommener Komplexität oder dem passenden Einstieg verbunden. Entscheidend ist deshalb, Orientierung zu bieten und Finanzthemen so zugänglich und verständlich zu machen, dass sie im Alltag umsetzbar sind und den Schritt zur aktiven Finanzplanung erleichtern», sagt Sabine Magri, Head Personal Banking bei UBS.
Externe Unterstützung stellt die Ausnahme dar
Externe Unterstützung stellt die Ausnahme dar
Professionelle Beratung oder aktiver Vermögensaufbau bleiben bisher die Ausnahme. Fast drei von zehn Frauen (28%) informieren sich gar nicht aktiv über Geldanlagen, obwohl das Thema viele beschäftigt.
Wer sich über Geldanlagen informiert, greift in erster Linie auf eine persönliche Beratung zurück. 40 Prozent der Frauen nennen Bankberaterinnen und -berater als wichtigste Informationsquelle. Informelle Quellen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. 27 Prozent informieren sich über Freunde oder Familie, knapp jede fünfte Frau über klassische Medien wie Zeitungen oder TV (19%).
Finanzielle Selbstsicherheit stärkt das Wohlbefinden
Finanzielle Selbstsicherheit stärkt das Wohlbefinden
Mehr als acht von zehn Frauen (82%) schätzen ihren Umgang mit Geld als gut oder sehr gut ein – ein bemerkenswert hoher Wert. Wenn finanzielle Herausforderungen auftauchen, reagieren Frauen vorrangig mit Ausgabendisziplin (73%) und Budgetkontrolle (56%).
Frauen, die ihren Umgang mit Geld als sehr gut einschätzen, sind deutlich zufriedener mit ihrem Leben als jene, die sich dabei unsicher fühlen – 78 Prozent gegenüber 53 Prozent. Neben Bildung und sozialer Einbettung erweist sich die finanzielle Selbstwahrnehmung damit als einer der stärksten Einflussfaktoren auf die Lebenszufriedenheit. Ein guter Umgang mit Geld wirkt somit nicht nur auf das Budget, sondern auch auf das Lebensgefühl.
Gesundheitskosten als grösste Budgetlast
Gesundheitskosten als grösste Budgetlast
Fast jede zweite Frau (46%) nennt die Gesundheitskosten als eines der fünf wichtigsten Probleme der Schweiz. Im Haushaltsbudget belegen die Krankenkassenprämien mit Abstand den ersten Platz – vor Steuern und Wohnkosten, unabhängig von Einkommen oder Haushaltsform. Finanzielle Belastung wird dabei primär als struktureller Druck durch fixe Grundausgaben erlebt, nicht als Folge individueller Fehlentscheide.
UBS Switzerland AG
Kontakte
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gfs.bern
Cloé Jans
Leiterin operatives Geschäft & Mediensprecherin
Tel. +41-31-318 20 01,
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