London/Zürich, 11. März 2026 – UBS, der größte global agierende Vermögensverwalter, hat heute die zweite Ausgabe des UBS Global Entrepreneur Report veröffentlicht, für den 215 UBS-Unternehmerkunden und Mitglieder des Industry Leader Network in 26 Märkten befragt wurden. Die von ihnen geführten Unternehmen erzielen zusammen etwa 34,3 Milliarden US-Dollar an jährlichem Umsatz, was einem Durchschnitt von 167 Millionen US-Dollar entspricht.

Der diesjährige Bericht zeigt, dass Unternehmer mit starkem Schwung, soliden Wachstumsplänen, steigenden Einstellungsabsichten und Optimismus hinsichtlich KI-getriebener Chancen ins Jahr 2026 gehen. Mehr als zwei Drittel blicken optimistisch auf das vor uns liegende Jahr, wobei mehr als die Hälfte plant, ihre Belegschaft zu vergrößern, und fast die Hälfte erwägt, ihr Geschäft international zu erweitern oder zu verlagern, um neue Kundenmärkte zu erschließen. KI bleibt die herausragende Chance, da Wirtschaftsführer Effizienzgewinne und fundiertere Entscheidungsprozesse anstreben, um ihre nächste Wachstumsphase zu unterstützen.

«Unternehmer starten mit bemerkenswerter Resilienz und einem erneuerten Ehrgeiz in dieses Jahr», sagte Benjamin Cavalli, Head of Strategic Clients & Global Connectivity bei UBS Global Wealth Management und Co-Head EMEA OneUBS. «Trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheit bleiben nahezu sieben von zehn optimistisch hinsichtlich des kommenden Jahres, getrieben von starker Kundennachfrage und raschen technologischen Fortschritten.»

«Wir beobachten, dass Gründer ihre Innovationsanstrengungen verdoppeln, in neue Märkte expandieren und ihre Strategien anpassen, um der sich wandelnden globalen Dynamik einen Schritt voraus zu sein. Die Ergebnisse dieses Jahres zeigen deutlich, dass Unternehmer sich nicht auf Einsparungen vorbereiten. Sie bereiten sich auf eine Neugestaltung vor und tun dies mit der Klarheit und dem Selbstvertrauen, die seit jeher die erfolgreichsten Unternehmensgründer der Welt auszeichnet», ergänzte er.

Politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen stellen Stimmung auf die Probe

Unternehmer weltweit blicken mit Zuversicht nach vorne. Achtundsechzig Prozent geben an, in den kommenden 12 Monaten optimistisch bezüglich ihres Geschäfts zu sein – eine Stimmung, die durch eine steigende Nachfrage begünstigt wird. 64% erwarten eine gesteigerte Nachfrage nach ihren Produkten und Dienstleistungen. Viele verweisen auf günstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen (34%), technologische Fortschritte und Innovation zur Unterstützung des operativen Geschäfts (34%), sowie Vorteile durch nachhaltigere Geschäftspraktiken (23%) als weitere Gründe für den positiven Ausblick.

Die Zuversicht ist unterschiedlich ausgeprägt. Die Unternehmer in der Schweiz sind am enthusiastischsten, mit beeindruckenden 83%, die Optimismus zeigen, dicht gefolgt von 74% in Europa. Im asiatisch-pazifischen Raum haben mehr als die Hälfte (53%) weiterhin eine positive Sicht auf das kommende Jahr.

Mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmer plant, ihre Belegschaft im Jahr 2026 zu erweitern, wobei die stärksten Einstellungsabsichten aus den Bereichen Technologie, Gesundheitswesen, Finanzdienstleistung und Immobilien kommen. In Europa rechnen 63% mit Neueinstellungen, mehr als ein Drittel (34%) strebt eine deutliche Aufstockung an. In den nächsten fünf Jahren erwarten 80% der Unternehmer weltweit, die Mitarbeiterzahl zu erhöhen, und 37% planen, dies in einem signifikanten Umfang zu tun. Unternehmer in den Vereinigten Staaten führen die Spitze an, 94% rechnen mit einer Ausweitung der Belegschaft, dicht gefolgt von 86% in Europa.

Dieses Wachstum erstreckt sich auch geografisch: Fünfundvierzig Prozent der Unternehmer erwägen eine Verlagerung oder Expansion ihres Unternehmens in ein anderes Land oder an einen anderen Standort. Besonders ausgeprägt ist dies im Technologie- und Gesundheitssektor, wo 54% einen Wechsel in Erwägung ziehen, sowie bei Unternehmern dem Bereich zyklische und nicht-zyklische Konsumgüter, wo die Zahl 50% erreicht. Deutlich zurückhaltender zeigen sich Finanz- und Immobilienunternehmen, von denen nur 33% einen Umzug erwägen. Ihre Beweggründe sind eindeutig: 64% streben den Zugang zu neuen Kundenmärkten an, 30% hoffen, näher bei Kunden, Partnern oder Lieferanten zu sein, 25% suchen nach günstigeren regulatorischen Rahmenbedingungen, und 24% wollen die Betriebskosten senken. Europa führt diese Expansionsmentalität an, dort erwarten 51% eine Verlagerung oder ein Wachstum über ihre derzeitigen Grenzen hinaus, mehr als in jeder anderen Region.

Dennoch sind sich Unternehmer der bevorstehenden Herausforderungen bewusst. Politische Unsicherheit sticht als größte Sorge hervor. 42% nennen sie für 2026, 46% mit Blick auf die kommenden fünf Jahre. Zudem werden mögliche Veränderungen in der Handelspolitik (36%), das Risiko einer globalen Rezession (35%) und die Möglichkeit größerer geopolitischer Konflikte (35%) aufmerksam verfolgt. Diese Ängste variieren stark je nach Region. Im asiatisch-pazifischen Raum betrachten fast die Hälfte geopolitische Konflikte (49%) und eine Rezession (49%) als die dringendsten Bedrohungen für das kommende Jahr, während Unternehmer in Europa (47%) und Lateinamerika (40%) am ehesten über höhere Steuern besorgt sind.

Als Reaktion darauf planen zwei Drittel (66%) der Unternehmer, ihre operative Effizienz zu steigern, während 60% ihre Märkte und Kundenbasis diversifizieren möchten. Regional unterscheiden sich die Strategien: Im asiatisch-pazifischen Raum passen 67% ihre Geschäftsstrategie oder ihr Produkt- und Dienstleistungsangebote an, in den USA sind es 39%. Auch sektorspezifische Reaktionen variieren. Siebzig Prozent der Unternehmer aus dem Bereich nicht-zyklische Konsumgüter investieren in neue Technologien und Innovationen, während nur 36% der Unternehmer im Finanz- und Immobiliensektor dasselbe tun.

Uneinheitliche Einführung von KI

Künstliche Intelligenz («KI») ist der neue Treiber für Wettbewerbsvorteile, und Unternehmer sind sich dessen bewusst. Da die KI-Akzeptanz beschleunigt wird, sehen 61% der Unternehmer sie als die Technologie mit dem größten kommerziellen Potenzial, doch die Meinung variiert je nach Größe und Geografie. Zwei Drittel (66%) der Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 100 Millionen US-Dollar betrachten KI als größten Vorteil, verglichen mit 57% der kleineren Unternehmen. Besonders optimistisch zeigen sich die Unternehmer in Europa und der Schweiz.

Die größten Vorteile von KI werden im operativen Bereich gesehen. Siebenundsechzig Prozent erwarten in den kommenden fünf Jahren vor allem Effizienzgewinne und Automatisierungseffekte. Mehr als die Hälfte (55%) rechnet mit verbesserter Datenanalyse und Entscheidungsfindung, 54% mit Kostensenkungen und höheren Margen. Doch nur wenige Unternehmer (18%) sehen KI als Instrument zur Erschließung neuer Märkte oder neue Einnahmequellen, und noch weniger verbinden KI mit Nachhaltigkeitszielen (8%).

Die Unterschiede zwischen den Sektoren sind deutlich. Am stärksten ist die KI-Begeisterung im Technologie- und Gesundheitssektor (73%), gefolgt von Finanz- und Immobilienunternehmen (68%), während nur 53% der Industrieunternehmer diese Einschätzung teilen. Unternehmer aus dem Bereich zyklische und nicht-zyklische Konsumgüter erkennen besonders den Mehrwert datengetriebener Entscheidungen (62%) sowie die Rolle von KI in der Optimierung von Lieferketten (38%), gegenüber einem Durchschnitt von 26% in allen Sektoren.

Allerdings ist es schwierig, das Potenzial in die Praxis zu übersetzen. Sechsundvierzig Prozent nennen einen Mangel an qualifizierten Fachkräften mit relevanter Expertise als zentrales Hindernis – besonders im Konsumgüterbereich (51%) und am wenigsten im Finanzen- und Immobiliensektor (36%). Weitere 41% geben an, nicht ausreichend zu wissen, wie KI konkret im eigenen Unternehmen angewendet werden kann. Während fast die Hälfte der Industrieunternehmer (47%) Automatisierung und Robotik als die Technologie mit den größten Potenzialen betrachtet, sind die Erwartungen an KI in den verschiedenen Branchen nach wie vor uneinheitlich.

Bevorstehender Vermögenstransfer

Der Ausstieg aus dem Unternehmen wird für viele Unternehmer zu einem prägenden Moment, der nicht nur die Zukunft des Unternehmens, sondern auch ihr persönliches Vermögen prägt. Zweiunddreißig Prozent erwägen in den kommenden fünf Jahren einen Rückzug. Bei den 65-Jährigen und Älteren steigt dieser Anteil auf 57%. Die USA bilden mit 63% einen deutlichen Ausreißer gegenüber nur 10% in Lateinamerika, 18% im asiatisch-pazifischen Raum, 38% in Europa und 31% in der Schweiz.

Bei der Wahl des Ausstiegs bevorzugen die meisten vertraute Wege. Vierzig Prozent planen einen Verkauf an einen strategischen Käufer innerhalb ihrer Branche, während 23% planen, das Geschäft an die nächste Generation zu übergeben. Nur 13% rechnen mit einem Verkauf an einen Finanzinvestor wie Private-Equity-Fonds, und noch weniger erwarten, ihr Unternehmen an die Börse zu bringen (6%) oder mit einem anderen zu fusionieren (6%).

Fast ein Drittel der Unternehmer (32%) gibt an, ihr privates Vermögen nicht in dem Umfang aufgebaut zu haben, wie es möglich gewesen wäre, insbesondere in den USA (47%) und Lateinamerika (39%). Doch das Blatt wendet sich – 42% dieser Unternehmer weltweit planen, sich nach einem Verkauf auf ihr persönliches Vermögen zu konzentrieren. Insgesamt fühlen sich 44% ausreichend aufgestellt und 25% glauben, dass sie mehr als ausreichend abgesichert sind.

Da der Vermögenstransfer bevorsteht, wird die Vorbereitung der nächsten Generation zur Priorität. Zwei Drittel (67%) möchten ihre Erben bei einer verantwortungsvollen Vermögensverwaltung unterstützen, und 61% sorgen sich um die steuerliche Effizienz bei der Vermögensübertragung. Wenn sie Rat suchen, wenden sich die meisten Unternehmer an vertrauenswürdige unabhängige Experten. Neunundsechzig Prozent erwarten, Anwälte, Steuerberater oder Nachlassplaner zu konsultieren. Etwa die Hälfte (47%) gibt an, einen Banker oder Kundenberater zu konsultieren, lediglich 23% planen, sich auf den Rat ihrer Kinder oder zukünftigen Erben zu verlassen.

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