Zürich, 25. Juli 2019 – Vermögende Privatpersonen und Firmeninhaber in der Schweiz sind der Wirtschaft und dem Börsenmarkt der Schweiz gegenüber zunehmend positiv eingestellt, denn Aktien sind nach ihrem Einbruch im letzten Jahr weiter auf Erholungskurs. Das hat die neue Quartalsumfrage von UBS Global Wealth Management zur Anlegerstimmung ergeben.

Zur Wirtschaft der Schweiz äusserten sich 49% der Schweizer Anleger optimistisch. Im Quartal zuvor waren es nur 41%. 44% brachten auch ihren Optimismus für den Börsenmarkt der Schweiz zum Ausdruck, ein Anstieg nach 36% im Vorquartal. Das Chief Investment Office (CIO) von UBS Global Wealth Management bleibt bei seiner neutralen Haltung zu Aktien der Schweiz.

Im Vergleich dazu brachten Anleger weltweit einen gegenüber dem Vorquartal ähnlich starken Optimismus hinsichtlich der Wirtschaft und der Börsen in ihrem eigenen Land zum Ausdruck. Im letzten Quartal waren 59% bezüglich der Wirtschaft im eigenen Land optimistisch gestimmt, im Quartal zuvor waren es 60%. Insgesamt waren 55% der Anleger weltweit hinsichtlich ihrer Heimatmärkte optimistisch, im Vergleich zu 56% im Quartal davor.

Dennoch waren Schweizer Anleger auch weiterhin deutlich weniger bereit, Geld am Markt einzubringen. Nur 18% hatten vor, mehr zu investieren, im weltweiten Durchschnitt waren es hingegen 46%. Das CIO rät Anlegern, weiter Geld in ein diversifiziertes Portfolio einzubringen und für den Rest des Jahres 2019 eine insgesamt positive Haltung in Bezug auf Aktien einzunehmen.

Die Umfrage, bei der mehr als 3800 wohlhabende Anleger und Unternehmer in 17 Ländern befragt wurden, zeigt, dass bei Schweizer Anlegern die steigenden Gesundheitskosten ganz oben auf der Liste der Bedenken stehen. 44% der Befragten betrachten sie als eine grosse Sorge.

Der globale Handelskrieg stand auf der Liste der grössten Bedenken an zweiter Stelle, er wurde von 41% der Befragten angegeben – ein Anstieg um 14 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal – und an dritter Stelle standen steigende Zinssätze, angegeben von 40% der Befragten – ein Anstieg um 31 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal.

Auch bei Schweizer Firmeninhabern standen die steigenden Gesundheitskosten auf der Bedenkenliste ganz oben. Sie wurden von 41% der Befragten angegeben. An zweiter Stelle standen mit 36% die Vorschriften und an dritter Stelle mit 33% die Steuern. Der Optimismus in Bezug auf die Wirtschaft im eigenen Land war bei Schweizer Firmeninhabern auch weiterhin stärker als bei Anlegern. 52% der befragten Schweizer Firmeninhaber brachten ihre positive Sicht zum Ausdruck. Im Vergleich zum Vorquartal ist dies allerdings ein leichter Rückgang um zwei Prozentpunkte.

Anton Simonet, Leiter UBS Wealth Management Schweiz & Global FIM, erklärt: "Die Schweizer Anleger sind nach wie vor optimistisch, was die Entwicklung der globalen und der Schweizer Wirtschaft betrifft. Dennoch spiegelt ihr zurückhaltender Anlageansatz die turbulenten Zeiten von heute wider. Da sich die Kundenbedürfnisse schnell ändern, werden wir unsere Kunden weiterhin dabei unterstützen, erfolgreiche Investitionen zu tätigen."

Weltweit verbesserte sich die Stimmung im letzten Quartal ebenfalls. Der Anteil der Anleger, die zur Weltwirtschaft optimistisch gestimmt waren, blieb unverändert bei 51%, während der Anteil der Anleger, die mehr investieren wollen, um 4 Prozentpunkte stieg, von 42% auf 46%.

Die Region mit der stärksten Zunahme der Investitionsbereitschaft war nach den USA die Europäische Union, nachdem die Europäische Zentralbank signalisierte, als Reaktion auf die Konjunkturabkühlung in Europa neue Stimulierungsmassnahmen in Erwägung zu ziehen. Etwa 47% der Befragten in Europa ausserhalb der Schweiz gaben an, mehr investieren zu wollen. Das sind 8 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal.

Über die Studie

Vom 3. Juni bis 6. Juli 2019 befragte UBS 3899 Anleger und Firmeninhaber mit einem investierbaren Vermögen von mindestens USD 1 Million (bei Anlegern) oder mindestens USD 250 000 Jahresumsatz und, abgesehen vom Firmeninhaber selbst, mindestens einem Mitarbeiter beziehungsweise einer Mitarbeiterin (bei Firmeninhabern). Die globale Erhebung verteilte sich auf Brasilien, China, Deutschland, Hongkong, Indonesien, Italien, Japan, Malaysia, Mexiko, die Philippinen, die Schweiz, Singapur, Taiwan, Thailand, die USA, die Vereinigten Arabischen Emirate und das Vereinigte Königreich.

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