Segment Manager Investing & Pension

Das Wichtigste in Kürze

Thesaurierende Fonds zeichnen sich dadurch aus, dass sie Erträge wie Zinsen und Dividenden nicht an die Anlegerinnen und Anleger ausschütten, sondern automatisch wieder im Fondsvermögen anlegen.

  • Zinseszinseffekt: Durch die Wiederanlage erhöhen sich künftige Erträge auf Basis eines stetig wachsenden Fondsvermögens.
  • Auch bei Wiederanlage gelten Erträge grundsätzlich als steuerpflichtiges Einkommen.
  • Durch stetige Reinvestition eignet sich diese Fondsart besonders für eine wachstumsorientierte, langfristige Anlagestrategie.
  • Thesaurierende Fonds vereinfachen die Verwaltung und nutzen optimal den Kapitalzuwachs über viele Jahre hinweg.
  • Typische thesaurierende Fonds sind Wachstumsfonds wie viele Aktien‑, Misch‑ oder Immobilienfonds sowie ETFs.

Reinvestition statt Ausschüttung

Thesaurierende Fonds sind Investmentfonds, bei denen Erträge wie Dividenden oder Zinsen nicht an die Anlegerinnen und Anleger ausgeschüttet, sondern automatisch im Fonds wiederangelegt werden. Dadurch steigt der Wert der Fondsanteile kontinuierlich an und Anlegende profitieren vom Zinseszinseffekt, da nicht nur die ursprüngliche Einlage, sondern auch die wiederangelegten Erträge weitere Gewinne erzielen können. Laufende Auszahlungen gibt es hier in der Regel nicht; der finanzielle Vorteil realisiert sich meist erst beim Verkauf der Fondsanteile, weshalb thesaurierende Fonds besonders für langfristige Anlagestrategien geeignet sind.

Verbreitet findet man diese Struktur bei ETFs, die langfristig auf Vermögensaufbau ausgerichtet sind. Auch viele klassische Anlagefonds nutzen thesaurierende Strategien, um den Zinseszinseffekt optimal zu nutzen. Im Bereich der Geldmarktanlagen gilt zudem, dass alle in der Schweiz domizilierten UBS Money Market Fonds thesaurierend sind, was sie für Anlegerinnen oder Anleger mit Schwerpunkt auf Kapitalerhalt und Liquidität attraktiv macht.

Anlagestrategie: langfristiger Vermögensaufbau

Thesaurierende Fonds eignen sich für Anlegerinnen und Anleger, die einen langfristigen Vermögensaufbau anstreben. Unterschiedliche Fondsstrategien – etwa breit diversifizierte Aktienfonds – ermöglichen es, die Anlage an persönliche Ziele und Risikobereitschaft anzupassen. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel von Rendite und Risiko: Eine höhere Renditechance geht meist mit grösseren Kursschwankungen einher, während risikoärmere Fonds tendenziell stabiler, aber weniger ertragsstark sind.

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Thesaurierend oder ausschüttend: Wo liegt der Unterschied?

Ausschüttende Fonds

Ausschüttende Fonds zeichnen sich dadurch aus, dass sie erzielte Erträge wie Dividenden direkt an die Anlegerinnen und Anleger auszahlen. Diese Fonds zahlen regelmässig Zinsen, Dividenden oder andere Erträge bar aus, oft jährlich, halbjährlich oder vierteljährlich.

Ein zentraler Vorteil ausschüttender Fonds ist die hohe Liquidität, da Anlegerinnen und Anleger Bargeld ohne Verkauf von Anteilen erhalten und flexibel disponieren können.

Thesaurierende Fonds

Thesaurierende Fonds schütten keine Erträge wie Zinsen oder Dividenden an die Anlegerinnen und Anleger aus, sondern legen diese automatisch wieder im Fondsvermögen an. Dadurch entsteht kein unmittelbarer Cashflow für die Investorin oder den Investor, alles wird reinvestiert und so der Zinseszinseffekt optimal genutzt. Diese Struktur ist vorteilhaft für die langfristige Vermögensbildung, da die stetige Wiederanlage der Erträge das Wachstum des Fondsvermögens über die Jahre deutlich beschleunigen kann.

Vorteile und Nachteile von thesaurierenden Fonds

Vorteile

  • Automatische Wiederanlage: Erträge werden direkt im Fonds wiederangelegt, was den Zinseszinseffekt fördert und das Vermögen über die Zeit schneller wachsen lässt.
  • Langfristiges Kapitalwachstum: Durch die ständige Reinvestition der Erträge steigt der Anteilwert kontinuierlich, was besonders bei langfristigem Anlagehorizont zu einem höheren Gesamtertrag führen kann.
  • Niedriger Verwaltungsaufwand: Es sind keine manuellen Wiederanlagen nötig.

Nachteile

  • Kein laufender Cashflow: Anlegerinnen und Anleger erhalten keine regelmässigen Ausschüttungen wie Dividenden oder Zinsen, sondern müssen Anteile verkaufen, um Liquidität zu generieren.
  • Steuerliche Relevanz: Trotz fehlender Auszahlungen unterliegen thesaurierte Erträge der Besteuerung.
  • NAV-Schwankungen durch Steuerabzüge: Der Nettoinventarwert (Net Asset Value, kurz NAV) sinkt um den Betrag der einbehaltenen Steuern, etwa 35 Prozent Verrechnungssteuer bei Money-Market-Fonds oder anderen thesaurierenden Fonds am Ex-Datum.

Thesaurierende Fonds vs. ausschüttende Fonds

Die Infografik veranschaulicht den Unterschied zwischen thesaurierenden Fonds und ausschüttenden Fonds.

Die Infografik veranschaulicht den Unterschied zwischen thesaurierenden Fonds und ausschüttenden Fonds. Bei thesaurierenden Fonds werden Gewinne, Dividenden und Zinsen automatisch wieder im Fonds angelegt. Bei ausschüttenden Fonds werden Gewinne, Dividenden und Zinsen regelmässig an die Anlegerinnen und Anleger ausbezahlt.

Welche steuerlichen Aspekte sind zu beachten?

In der Schweiz werden thesaurierende Fonds steuerlich weitgehend gleich wie ausschüttende Fonds behandelt. Die Erträge unterliegen jeweils wie Dividenden und Zinsen der Einkommenssteuer.

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Anlageziele sind entscheidend

Ausschlaggebend für ein Investment sind die persönlichen Anlageziele, die im Einklang mit der Charakteristik von thesaurierenden Fonds stehen sollten.

Die Wiederanlage spielt in der Vermögensplanung eine zentrale Rolle, weil sie den Zinseszinseffekt voll ausschöpft. Über längere Zeiträume führt dieser Effekt zu einer überproportionalen Wertsteigerung und unterstützt den langfristigen Vermögensaufbau, ohne dass die Anlegerin oder der Anleger aktiv eingreifen muss.

Fokus auf Vermögensaufbau

Wer sich für einen oder mehrere thesaurierende Fonds entscheidet, denkt langfristig: Kurzfristige Marktschwankungen sind weniger relevant, während das kontinuierliche Reinvestieren der Ausschüttungen langfristig einen wichtigen Beitrag zum Vermögensaufbau leisten kann. Besonders für Anlegerinnen oder Anleger, die ein Anlageziel in der Zukunft verfolgen – wie beispielsweise die Altersvorsorge –, bieten thesaurierende Fonds einen effizienten Weg, um stetig Kapital zu vermehren.

Nutzung in Fondskonten und Vermögensverwaltungen

Thesaurierende Fonds sind auch eine bewährte Möglichkeit für die Nutzung in Fondskonten und Vermögensverwaltungen, da Erträge wie Dividenden und Zinsen automatisch im Fondsvermögen reinvestiert werden. Dadurch entsteht ein starker Zinseszinseffekt – ideal für passives, wachstumsorientiertes Investment ohne manuellen Reinvestitionsaufwand.

Fazit: Thesaurierende Fonds dienen dem langfristigen Vermögensaufbau

Thesaurierende Fonds bieten langfristig orientierten Anlegerinnen und Anlegern Vorteile, insbesondere durch den automatischen Zinseszinseffekt und den nachhaltigen Vermögensaufbau.

  • Sie eignen sich für jene, die Erträge lieber im Fonds belassen, statt kurzfristige Ausschüttungen zu erhalten.
  • Auch die Erträge von thesaurierenden Fonds sind in der Schweiz steuerpflichtig, was bei der Anlageplanung berücksichtigt werden sollte.
  • Der Vergleich mit ausschüttenden Fonds zeigt: Die ideale Fondsart hängt von den persönlichen Zielen, Liquiditätsbedürfnissen und steuerlichen Aspekten ab.

Richtig gewählt und eingesetzt, können thesaurierende Fonds ein wirkungsvolles Instrument für den langfristigen Vermögensaufbau sein.

Wissenswertes für Sie

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