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In sozialen Medien kontaktieren Cyberkriminelle ihre potenziellen Opfer und nutzen dabei die manipulativen Techniken des «Social Engineering». Was tun, wenn Sie verdächtige Nachrichten erhalten?
Ob es sich bei einem neuen Online-Kontakt um ein Fake-Profil handelt, erkennen Sie an unten stehenden Anhaltspunkten.
Seien Sie skeptisch, …
Ein typischer Finanzbetrug des Social Engineering läuft in den sozialen Medien etwa so ab: Ein angeblicher «Investment Advisor» kontaktiert Personen, die auf der Social-Media-Plattform Snapchat unterwegs sind. Er bietet Finanzgewinne von 500 Schweizer Franken und fordert dazu auf, sie oder ihn persönlich zu treffen. Bei dem Treffen unterschreiben Betroffene einen angeblichen Investmentvertrag. Dieser sieht als Voraussetzung für das Investment vor, unter Anleitung des Betrügers ein Onlinekonto mit einer virtuellen Kreditkarte zu eröffnen, dessen Limite bei 10 000 Schweizer Franken liegt. Das Opfer übergibt das Smartphone mit der virtuellen Kreditkarte an die Betrügerin oder den Betrüger, die oder der die Karte mit einem Geldbetrag von bis zu 10 000 Schweizer Franken belastet. Davon zahlt sie oder er die versprochenen 500 Schweizer Franken an das Opfer aus, das nun ahnungslos hoch verschuldet ist.
Wachsamkeit ist der beste Schutz vor Social Engineering. Um Betrugsattacken in sozialen Netzwerken zu entgehen, ist es entscheidend, dass Sie die möglichen Gefahren und Betrugsmaschen kennen. Falls Sie dennoch Opfer eines Betrugs auf Facebook, Instagram, Whatsapp & Co. geworden sind, sollten Sie unverzüglich aktiv werden. Ändern Sie sofort Ihre relevanten Passwörter und melden Sie den Vorfall Ihrer Bank. Informieren Sie auch die Behörden, etwa über das Meldeformular des Bundesamts für Cybersicherheit.
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Was ist Social Engineering?
Cyberkriminelle nutzen die hinterhältigen Methoden des sogenannten Social Engineering, um an sensible Informationen anderer Personen zu gelangen. Dazu gehören beispielsweise Passwörter wie Ihr PIN und die Vertragsnummer fürs Onlinebanking.
Um an die gewünschten Daten zu gelangen, lassen sich Betrügerinnen und Betrüger einiges einfallen. Die Kriminellen manipulieren potenzielle Opfer, indem sie menschliche Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Angst oder Vertrauen ausnutzen. Zuerst analysieren sie online das persönliche Umfeld der Zielperson. Häufig nehmen sie über gefälschte Profile auf Social-Media-Plattformen Kontakt auf. Sie erfinden Geschichten unter falscher Identität, beispielsweise als Bankangestellte oder entfernte Familienmitglieder. Durch den Austausch von Nachrichten bauen sie eine scheinbar vertrauliche Beziehung auf, machen Komplimente oder sprechen von gemeinsamen Interessen. Mal wecken sie falsche Hoffnungen auf riesige Gewinne. Oder sie drohen mit Konsequenzen, etwa einer Kartensperrung, bis Betroffene die benötigten Informationen preisgeben oder finanziellen Forderungen nachkommen.
Den Kontakt zu den Opfern können Kriminelle auf Plattformen wie Instagram, Facebook, Snapchat & Co. mit nur wenigen Klicks herstellen.
Wissenswert
Social Engineering kommt nicht nur in den sozialen Medien vor, sondern kann Sie auch via E-Mail, SMS oder Telefonanruf erreichen.