Aktuelle Marktentwicklungen

Andreas Toscan

Leiter Instutional Client
Coverage Schweiz

Wachstums- und Markterwartungen

Davon ausgehend, dass sich die Wachstumseinbussen durch das Coronavirus nicht allzu lange hinziehen werden, erwarten wir eine Erholung gestützt durch die lockere Geldpolitik der Zentralbanken, aber auch ein steigendes Unternehmensvertrauen basierend auf der aktuellen Deeskalation der Handelsbeziehung zwischen den USA und China. Der entscheidende Faktor für die von uns erwartete leichte Belebung der Nachfrage ist die verzögerte Stärkung der Wirtschaftsaktivität durch die signifikante Lockerung der globalen Finanzierungsbedingungen. Vor allem beschränkte sich der Umschwung zu einer expansiveren Geldpolitik nicht nur auf die USA sondern fand auf breiter Basis sowohl in Industrie- als auch in Schwellenländern statt. Sofern keine externen Nachfrageschocks eintreten, dürfte dies die Aktienmärkte in der ersten Hälfte des Jahres 2020 stützen, wenn sich der Rückenwind der niedrigeren Zinssätze auf die Wirtschaft auswirkt und die unterstützende Geldpolitik zu einer Höherbewertung von Aktien führt. Sollte das Wachstum allerdings ins Stocken geraten, dürfte in einer Reihe grosser Volkswirtschaften die Forderung nach einem grösseren Anteil fiskalischer Impulse am finanz- und geldpolitischen Mix lauter werden.

Der US-Dollar

Die geringere Nachfrage nach US-Treasuries nach dem jüngsten Rückgang der Realrenditen und die Wahrscheinlichkeit einer auf absehbare Zeit akkommodierenden Geldpolitik dürften das Aufwärtspotenzial für den USD begrenzen. Die Sorge über den Präsidentschaftswahlkampf in diesem Jahr und die Möglichkeit signifikanter Veränderungen der US-Politik könnten sich im Laufe des Jahres 2020 als relative Nachteile für den USD und US-Risikoanlagen erweisen. Da die jüngsten Handelsabkommen mit China sowie Kanada und Mexiko unter anderem ausdrückliche Strafen für eine Abwertung der Währung gegenüber dem USD enthalten, verfolgen die USA offenbar auch quasi ein festes Wechselkursregime. Wir glauben ausdrücklich nicht, dass eine signifikante Abwertung des USD zu erwarten ist. Doch einige der offensichtlichen unterstützenden Faktoren für den USD sind jetzt weniger wirkungsvoll als bisher, und da die fiskalischen Impulse in den USA allmählich nachlassen und sich das globale Wachstum ausserhalb der USA stabilisiert, verringert sich das Risiko eines erheblich stärkeren USD.

Emerging Markets mit Potential

Aus taktischer Sicht gibt es unserer Meinung nach derzeit auch gute Argumente für ein breites Engagement in Schwellenländeraktien. Unseres Erachtens profitieren die Schwellenländer mit am meisten von einer Erholung der globalen Nachfrage, einer Verbesserung des Welthandels nach einem Waffenstillstand im Zollstreit zwischen den USA und China und der Senkung der Kreditkosten in USD. Nach Zinssenkungen im gesamten Universum der Schwellenländer sind die geldpolitischen Bedingungen erheblich expansiver geworden. Die von uns erwartete Stabilisierung des Wachstums in China dürfte den Schwellenländern insgesamt ebenfalls zugutekommen.

Entwicklung der Zinskurve

Eine leichte Erholung der globalen Nachfrage dürfte zumindest einen gewissen Aufwärtsdruck auf die Renditen längerfristiger Staatsanleihen ausüben, denn die Kurse der 10-jährigen Staatsanleihen von Industrieländern wie Japan, Deutschland und der Schweiz nehmen sehr niedrige Wachstums- und Inflationsannahmen vorweg. Da die Geldpolitik jedoch sogar bei einer Verbesserung der Daten expansiv bleiben dürfte, rechnen wir mit einer steileren Neigung der nominalen Renditekurven in den Industrieländern.

«Wir rechnen mit einer leichten Erholung des globalen Wachstums.»

 

Strategien im Fokus

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Performanceübersicht

Die Performance der obgenannten Anlagelösungen im Überblick:

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