Der elektronische Handel wächst weltweit. Immer häufiger greifen die Konsumentinnen und Konsumenten für ihre Einkäufe zum Smartphone. Das Bevölkerungswachstum in den Schwellenländern und das damit einhergehende Wachstum der Mittelschicht treiben die Umsätze im Konsumgütersektor an. Die wachsende Zahl an Internetnutzern beschleunigt die Entwicklung der Online-Umsätze. Die zunehmende Urbanisierung fördert das Konsumwachstum mittels einfachem Zugang zu den Produkten und kurzen Zustellungsdistanzen.

Der E-Commerce-Markt

Technischer Fortschritt, wachsender Komfort für die Konsumentinnen und Konsumenten und ein breiteres Angebot dank Online-Kanal begünstigen den E-Commerce-Trend:

  • Der globale Umsatz des elektronischen Handels liegt zurzeit bei rund 1800 Milliarden USD jährlich.
  • Der Anteil des Gesamtumsatzes am globalen Einzelhandel liegt heute im hohen einstelligen Bereich.
  • Rund die Hälfte wird über Mobiltelefonanwendungen verarbeitet, sogenanntes M-Commerce, Umsatz steigend.
  • Wir rechnen mit einem jährlichen Wachstum von 15 bis 20 Prozent des Gesamtmarktes in den nächsten 10 Jahren.
  • Online-Händler bauen zurzeit ihre Präsenz in den Schwellenländern stark aus, wobei die Berücksichtigung der lokalen Begebenheiten der Schlüssel zum Erfolg ist.

Wichtige Wachstumsfaktoren für E-Commerce

  • Die technische Entwicklung von Personal Computern und Mobiltelefonen ist rasant. Zahlbare Preise fördern die Internet- und Smartphone-Durchdringung, vor allem in den Schwellenländern. Schnellere Internetverbindungen und benutzerfreundliche Mobile-Apps werten zudem das Online-Einkaufserlebnis auf.
  • Als willkommener Komfort nehmen die Konsumenten die uneingeschränkte Verfügbarkeit wahr. Ort und Zeit spielen keine Rolle. Preise lassen sich leicht und ohne grossen Aufwand vergleichen. Die Zustellung nach Hause ist schnell und bequem. Dank fortschrittlicher Zahlungstechnologien ist das Bezahlen heute sicher und einfach.
  • Mit Online-Geschäften und -Marktplätzen können die Unternehmen ihr Produktangebot kostengünstig erweitern. Es braucht keine zusätzlichen Geschäftsräume. Der grenzüberschreitende Online-Markt gewinnt weiter an Bedeutung. Konsumentinnen und Konsumenten profitieren von einem erweiterten Angebot.

Eintrittsbarrieren

Der technische Aufbau eines Online-Geschäfts bedarf keiner umfangreichen Investitionen. Allerdings braucht es Kapital für den Start und grosse Investitionen zum Erlangen der Kundenakzeptanz. Folgende Eintrittsbarrieren sind zu beachten:

  • Grössenvorteile: Je umfangreicher das Volumen, desto niedriger die Kosten. Neue Wettbewerber müssen demnach bestehende Marktteilnehmer preislich anfechten oder bessere Qualität zu gutem Preis bieten.
  • Markenerkennung: Konsumenten wählen vor allem bekannte Online-Marktplätze. Die herkömmlichen Anbieter profitieren vom Wiedererkennungswert. Neue Wettbewerber müssen Gewicht in den Aufbau ihrer Marke und den Wiedererkennungswert legen.
  • Produktdifferenzierung: Die Kunden fragen eine grosse, breite Angebotspalette nach. Dabei sind für die neuen Wettbewerber gute Beziehungen zu den Herstellern entscheidend. In der Regel sind erhebliche Preiszugeständnisse notwendig.
  • Technologie: Benutzerfreundlichkeit ist für Online-Marktplätze entscheidend. Deshalb setzen etablierte E-Commerce-Unternehmen auf teure Big Data-Lösungen.
  • Logistik und Lieferoptionen: Die «letzte Meile» der Zustellung ist kritisch. Erfahrende E-Commerce-Unternehmen testen bereits heute neue Zustellungstechnologien. Neue Wettbewerber mit kleinerem Volumen müssen entweder ein eigenes Zustellungsnetzwerk aufbauen oder auf lokale Vertriebspartner zurückgreifen. Beides ist teuer.

Anlagegelegenheiten im elektronischen Handel

Der E-Commerce-Markt ist sehr breit aufgestellt. Langfristige Anlagechancen sehen wir derzeit in den folgenden Themen:

  • Online-Marktplätze: Online-Plattformen bringen Käufer und Anbieter von Produkten und Dienstleistungen zusammen.
  • Reine Online-Einzelhändler: Unternehmen, die ihre Produkte ausschliesslich im Internet verkaufen.
  • Multi-Channel-Retailer: Unternehmen, die ihre Waren über mehrere Absatzkanäle vertreiben, wie Ladengeschäfte, Online- und Mobil-Plattformen.
  • Logistikbetreiber: Die wachsende Akzeptanz des elektronischen Handels bedarf eines effizienten Vertriebs- und Lagernetzwerks.
  • Anbieter von Zahlungsdiensten: Neben den traditionellen Kreditkartenunternehmen bieten neue Firmen Bezahlsysteme für Online-Transaktionen an.
  • Preisvergleichsplattformen: Unternehmen, die für mehr Preistransparenz sorgen und unterschiedliche Anbieter miteinander vergleichen.

Netzbetreiber: Telekomunternehmen stellen die Technik und Infrastruktur bereit, durch die der elektronische Handel erst möglich wird. Auf kurze Sicht aber gehören sie nicht zu den Hauptnutzniessern des E-Commerce, da sie vor allem in schnelle, gute und stabile Verbindungen investieren müssen.

  • Cybersicherheit: Das Wachstum des elektronischen Handels ist abhängig von sicherer Hard- und Software, damit die Kunden bei Online-Transaktionen nicht Opfer von Internetkriminalität werden.

Das E-Commerce-Thema wird aktuell vom IT und Dienstleistungssektor beherrscht.

Das E-Commerce-Thema wird aktuell vom IT und Dienstleistungssektor beherrscht.

Anlagen im elektronischen Handel erfahren weltweit eine hohe Aufmerksamkeit. Insbesondere in den Schwellenländern bieten sich sehr gute Wachstumsgelegenheiten. Der Markt ist sehr breit aufgestellt mit Unternehmen, die eine grosse Bandbreite an Produkten und Dienstleistungen anbieten.

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