Kindesvermögen Benötigt Ihr Baby wirklich ein Konto?

Sollen Sie Ihrem Kleinkind ein Konto eröffnen? Und wenn ja, welches? Hier gibt’s Antworten auf die brennendsten Fragen.

Frischgebackene Eltern sehen sich jeden Tag mit neuen Fragen konfrontiert. Braucht der Kinderwagen wirklich eine Vorderradaufhängung? Oder schläft das Baby besser, wenn es ein bisschen rüttelt? Wer weiss das schon so genau. Und jetzt wollen Götti, Gotti oder Grosseltern plötzlich auch noch wissen, ob das Baby schon ein Konto hat?

Hier drei Antworten zum Thema Kinderkonto – damit Sie sich wieder den wichtigeren Dingen im Leben widmen können.

Ein Konto fürs Baby?

Natürlich kann sich Ihr Baby auch ohne Bankkonto prächtig entwickeln. Und Sie können Bargeldgeschenke zu Hause in einem Kässeli aufbewahren. Trotzdem ist es sinnvoll und praktisch, für Ihr Kleinkind ein Konto zu eröffnen, denn früher oder später wird die Frage nach der Kontoeröffnung ohnehin kommen. Und so kann Ihr Kind früh und Schritt für Schritt lernen, damit umzugehen. Gleichzeitig behalten Sie als Verwalter des Kontos den Überblick. Und für die Geldeinlage bei der Bank gibt es obendrauf Zinsen. Selbstverständlich können auch alle Schenkenden ein Konto für das Kind eröffnen.

Was passiert, wenn Ihr Kind volljährig wird?

Ihr Kind hat an seinem 18. Geburtstag plötzlich über Nacht freien Zugang zu jeder Menge Geld? Kann gut passieren. Denn ab 18 verfügt das Kind frei über das Geld, auch wenn das Konto bisher von den Eltern oder Verwandten verwaltet wurde. Besprechen Sie also schon früh genug, wie viel Geld ihm bei Volljährigkeit zur freien Verfügung stehen soll und wie viel auf sein separates Sparkonto überwiesen wird. Mit wie viel Geld kann Ihr Kind im Alter von 18 Jahren verantwortungsvoll umgehen? 1000 Franken oder doch eher 10 000 Franken?

Welche Art von Konto ist am besten geeignet?

Es gibt verschiedene Arten von Konten für Kinder. Die meisten Jugend- und Geschenksparkonten lauten auf den Namen des Kindes. Es gibt aber auch Geschenksparkonten, die unter dem Namen des Eröffners – also zum Beispiel der Oma – laufen. Das Geld gehört bei solchen Konten immer noch dem Kontoinhaber.

Eine weitere Option ist auch das sogenannte Fondskonto – dieses verbindet die Vorteile eines Sparkontos mit denjenigen einer Anlage und man profitiert langfristig von höheren Renditechancen.

Kinderkonto: Gut zu wissen

Wenn Sie als Eltern möglichst unkompliziert das Vermögen Ihres Kindes bis zu seiner Volljährigkeit verwalten möchten, empfiehlt sich ein Jugend- oder Geschenksparkonto, das auf den Namen des Kindes lautet. Kinderkonten bieten bessere Zinssätze, sind zum Sparen gedacht und nicht für regelmässige Geldbezüge.

Da Sie einen längeren Einzahlungshorizont haben, sprich das Geld erst viel später benötigt wird, kann ein Fondskonto interessant sein. Am besten wenden Sie sich an einen Berater Ihrer Bank, um herauszufinden, was für Sie und Ihr Kind am besten passt.


Die pädagogischen Grundsätze von UBS

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpädagogin Marianne Heller entstanden, mehrjährige Leiterin eines Programmes zur Finanzerziehung und Schuldenprävention für Kinder und Jugendliche.

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