Im Jahr 2018 stellte ein Team der BBC Nachforschungen über das Leben von Frauen an, die alle an einem ganz bestimmten Tag aufgrund ihres Geschlechts gewaltsam ums Leben kamen – und zwar am 1. Oktober.

Das TV-Team suchte weltweit nach Berichten über Tötungen von Frauen. Sie hörten lokale Radiosender in Nairobi, durchstöberten skandinavische Zeitungen und verfolgten die Abendnachrichten in Miami.

Im Endeffekt fanden sie weltweit gerade mal Berichte über 47 Fälle, bei denen Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet wurden. Dabei schätzen die Vereinten Nationen die wirkliche Zahl auf 137 Es macht einen grossen Unterschied, ob man die Statistiken über die Ungerechtigkeiten auf der Welt nur kennt oder auch tatsächlich darüber spricht.

Aus diesem Grund wollen wir nicht nur über dieses Thema sprechen, sondern auch Taten folgen lassen.

Gemeinsam haben wir noch viel Arbeit vor uns, um bis zum Jahr 2030 eine Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen. Es handelt sich hierbei immerhin um das fünfte der insgesamt 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die von den Vereinten Nationen angestrebt werden. In diesem Artikel stellen wir vier Beispiele für Massnahmen vor, durch die wir gemeinsam mit unseren Kunden zu einer gerechteren Welt beitragen wollen.

Nr. 1: Förderung der Geschlechtergleichheit durch Investitionen

Von 2000 bis 2013 entfielen nur 2.6% aller Spenden auf Wohltätigkeitsprojekte, die sich mit der Gleichstellung der Geschlechter befassen. Was wäre, wenn wir diese Zahl durch die Entwicklung neuartiger Finanzlösungen erhöhen könnten?

Anfang 2018 hat sich UBS mit Equileap zusammengetan, um den UBS Global Gender Equality Index ins Leben zu rufen.

Der Index bildet hundert Unternehmen mit einer starken Bilanz in puncto Geschlechtervielfalt und Nachhaltigkeit ab. Die Unternehmen werden dabei auf der Grundlage von 19 Diversitätskriterien ausgewählt. Dazu zählen unter gleiche Bezahlung, Work-Life-Balance, Geschlechtergleichheit und Nachhaltigkeitspolitik.

Mithilfe solcher Indizes soll es Investoren ermöglicht werden, in jene Unternehmen zu investieren, die ihre Werte auch in die Tat umsetzen. Die Unternehmen sollen wiederum dazu verpflichtet werden, ihre Richtlinien zur Förderung der Diversität auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls zu überarbeiten.

Wirkt sich die Geschlechtervielfalt auf die Rentabilität eines Unternehmens aus?

Die Antwort wird Sie vielleicht überraschen. Hier erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Nr. 2: Förderung der Gleichstellung der Geschlechter durch innovative Philanthropie

Es gibt viele Einzelpersonen und Organisationen, die Programme zur Verbesserung der Bildung unterstützen und voranbringen möchten. Doch die mangelnde Transparenz ist ein grosses Hindernis für die Finanzierung philanthropischer Projekte.

Im Rahmen unserer Kundenbetreuung nutzen wir daher unsere Erfahrungen und Netzwerke, um neue Wege zur Verwirklichung einer effizienteren und nachhaltigeren Philanthropie zu finden.

Das wird unter anderem an unserer Vorreiterrolle im Bereich Social Finance deutlich. Im Jahr 2015 hat die UBS Optimus Foundation den weltweit ersten Development Impact Bond (DIB) im Bildungssektor ins Leben gerufen.

Der DIB hat der indischen Nichtregierungsorganisation Educate Girls zu operativer und finanzieller Flexibilität verholfen.

Nach drei Jahren wurde 92% (ca. 768 Mädchen) aller nicht eingeschulten Mädchen, die an dem Programm teilgenommen haben, ermöglich eine Schule zu besuchen. Der Lernfortschritt zwischen den Schülerinnen im Educate-Girls-Programm und anderen vervierfachte sich gegenüber dem ersten Jahr.4

Dauerhafte Partnerschaften

Allein im Jahr 2017 konnte die UBS Optimus Foundation 2,1 Millionen Kindern helfen. Die vollständig von UBS finanzierte Stiftung hat alle Erlöse für Kinderhilfsprojekte investiert. Darunter waren vor allem Projekte, welche sich mit dem Schutz von Mädchen befasst haben.

Nr. 3: Unterstützung von Unternehmerinnen in unseren Gemeinschaften

Frauen gründen mehr Unternehmen als je zuvor. Doch nur zwei Prozent der 130 Milliarden US-Dollar an Risikokapitalfinanzierung gingen im Jahr 2018 an Gründerinnen.5

Project Entrepreneur ist ein in den USA ansässiges Programm von UBS, das innovativen Unternehmerinnen dabei hilft, wachstumsstarke Unternehmen auf-und auszubauen.

Über 400 unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich an dem Programm beteiligt, indem sie die Bewerbungen für das Programm geprüft haben oder Workshops durchgeführt und Freiwilligenarbeit bei Veranstaltungen geleistet haben.

In nur drei Jahren wurden mehr als 1650 Gründerinnen im Rahmen des Programms ausgebildet. Die Absolventinnen des Programms haben daraufhin fast 45 Millionen US-Dollar an Kapital für die Vorgründungs- und Gründungsphase eingesammelt.

Förderung von Bildung und Unternehmertum

UBS Community Affairs unterstützt unsere lokalen Gemeinschaften nicht nur finanziell, sondern auch, indem unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu ermutigt werden, ihr Fachwissen einzubringen. Besonders fokussieren wir uns hierbei auf die Förderung von Bildung und Unternehmertum.

Nr. 4: Förderung der uns am nächsten stehenden Frauen

Wir sind uns bewusst, dass wir bereits viel für die Gleichstellung der Geschlechter tun können, indem wir unser eigenes Geschäft kritisch hinterfragen. Insbesondere in der Finanzdienstleistungsbranche besteht im Hinblick auf die Gleichstellung der Geschlechter noch einiges an Verbesserungsbedarf.

Bei UBS arbeiten wir darauf hin, den Anteil von Frauen in Führungspositionen auf ein Drittel zu erhöhen. Zu diesem Zweck rufen wir Projekte ins Leben, um sicherzustellen, dass wir mehr Frauen einstellen und befördern und gleichzeitig weniger Frauen das Unternehmen wieder verlassen.

Im Jahr 2016 haben wir das Career Comeback Program gestartet, um Wiedereinsteigerinnen nach einer Karrierepause die Rückkehr in das Unternehmen zu erleichtern. Das Programm befasst sich mit den typischen Hürden, denen Frauen gegenüberstehen, wenn sie in der Arbeitswelt wieder Fuss fassen wollen.

Das Career Comeback Program umfasst ein zweiwöchiges intensives Schulungsprogramm, gefolgt von einem einjährigen Mentoring und Coaching. Es ist eines der wenigen Wiedereinstiegsprogramme für Festangestellte, das derzeit innerhalb der Branche angeboten wird.

Warum wir uns engagieren

Entgegen der landläufigen Meinung spielen Finanzinstitute beim Umgang mit sozialen und ökologischen Belangen eine wichtige Rolle.

Unsere Kundinnen und Kunden sind immer stärker daran interessiert, etwas Gutes für die Gesellschaft zu tun. Wir sind in der Lage, grossangelegte Projekte und Finanzierungen bereitzustellen. Durch diese Kombination befinden wir uns in einer optimalen Ausgangsposition, um einen entscheidenden Wandel voranzutreiben.

Als weltweit grösste Vermögensverwalterin7 können wir das private Kapital mobilisieren, das für die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen erforderlich ist, und radikale neue Ansätze für philanthropische und nachhaltige Investitionen entwickeln.